Bergwanderwoche am Tschöggelberg

Hermann Taferner: Dank für fast 40 Jahre Einsatz für Blinde und Sehbehinderte

Mittwoch, 19. Oktober 2016 | 17:54 Uhr

Bozen/Jenesien – Fast 40 Jahre lang hat sich Hermann Taferner aus Jenesien ehrenamtlich für sehgeschädigte Menschen in Südtirol eingesetzt. Hierfür wurde ihm anlässlich der Bergwanderwoche des Blinden- und Sehbehindertenverbandes herzlicher Dank ausgesprochen.

Der Südtiroler Blinden- und Sehbehindertenverband organisiert seit mehr als 20 Jahren jährlich Bergwanderwochen für seine Mitglieder. Diese fanden bereits in den verschiedensten Bezirken Südtirols statt. Der Wanderführer Hermann Taferner hat für all diese Wochen die Wanderungen ausgewählt, geplant, vorab erkundet und geleitet. Taferner war, zusammen mit dem blinden Telefonisten Karl Schmuck, der leider vor nunmehr 10 Jahren verstorben ist, Initiator dieser Tätigkeit, die sich nach wie vor bei den bergbegeisterten Mitgliedern großer Beliebtheit erfreut. Aber schon vorher setzte sich Taferner zu Gunsten Blinder und Sehbehinderter ein, übernahm die technische Leitung zahlreicher Langlaufwochen und begleitete Sehgeschädigte als Tandempilot. Sein gesamtes Engagement leistete er stets ehrenamtlich. Für diese fast 40jährige Tätigkeit wurde Hermann Taferner anlässlich der diesjährigen Wanderwoche offiziell gedankt.

Besonders hervorgehoben wurde, dass er der Gruppe immer als Freund zur Seite steht. Blinde und sehbehinderte Wanderfreunde unterwegs am Tschöggelberg Die traditionelle Bergwanderwoche, organisiert vom Blinden- und Sehbehindertenverband fand vom 4. bis 10. September in Vöran am Tschöggelberg statt. Dort war die Gruppe von 16 Sehgeschädigten und zwölf Begleitern im Hotel Alber untergebracht. Täglich wurden zwei Touren angeboten, eine für gemütlichere und eine für gehtüchtigere Wanderer, wobei auf jeden Fall mindestens bis zu fünf Stunden Gehzeit täglich zu bewältigen waren.

Die einzelnen Wanderungen führten über die Wurzeralm zur Vöraneralm, von der Möltner Kaser übers Auener Joch zur Auener Alm, von Falzeben zur Zuegghütte, Meran 2000 bis zur Öttenbacheralm und für die unermüdlichen weiter auf den kleinen und großen Mittager (2422 Meter) sowie ausgehend von Schermoos zum Jenesinger Jöchl, zur Möltner Kaser und weiter zu den steinernen Mandln (2010 Meter). Einmal wurde von Falzeben mit dem Pifingerlift hinauf bis Meran 2000 gefahren und zur Meranerhütte bzw. zum Kratzbergersee gewandert.

Am letzten Tag wanderte die Gruppe über den Salten bis zum Gasthaus Edelweiß nach Jenesien, wo alle gemeinsam zu Mittag aßen und die Bergwanderwoche abgeschlossen wurde. Ein besonderer Dank geht an die sehenden Begleitpersonen, die es den sehgeschädigten Teilnehmern ermöglicht haben, wieder eine wunderschöne Zeit in den Südtiroler Bergen zu verbringen.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Burggrafenamt, Salten/Schlern

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