Von: mk
Brixen – Wie können Kindergärten und Schulen zu Orten werden, an denen Wohlbefinden, Inklusion und individuelle Potenzialentfaltung selbstverständlich sind? Mit dieser Frage beschäftigt sich der pädagogische Studientag „InSightOut 2026“, der am 13. März an der Fakultät für Bildungswissenschaften der unibz am Campus Brixen stattfindet.
Den sensorgesteuerten, interaktiven Lernteppich ausprobieren, in der Bibliothek auf Entdeckungsreise gehen oder didaktische Neuigkeiten und Erkenntnisse aus der Wissenschaft kennenlernen – die kostenlose zweisprachige Veranstaltung „InSightOut 2026“ lädt pädagogisches Personal, Studierende, Expertinnen und Experten aus dem Bildungs- und Sozialbereich, aber auch Eltern und Interessierte am 13. März ab 9.00 Uhr an den Campus Brixen ein. Gemeinsam wird über aktuelle Herausforderungen für das Wohlbefinden von Kindern in den Bildungseinrichtungen reflektiert. Außerdem werden Chancen und Hürden für die Potenzialentwicklung ausgeleuchtet. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern, bestehende Kooperationen zu vertiefen und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Freien Universität Bozen und den Bildungseinrichtungen des Landes zu entwickeln.
Als Keynote-Speakerin wird Monica Guerra, Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Mailand-Bicocca und Direktorin der Fachzeitschrift Bambini, erwartet. Ihr Vortrag „Schulen als bedeutsame Erfahrungsorte für Mädchen, Jungen und Erwachsene“ wird einen breit angelegten theoretischen Rahmen bieten und eine wichtige Brücke zur nationalen Debatte über die Schule als Lebens- und Lernraum schlagen.
Von Modellen zu alltäglichen Handlungen
Organisiert wird der Studientag vom Cluster „IN-IN – Innovative and Inclusive Education“, einem Zusammenschluss von Dozierenden der Fakultät für Bildungswissenschaften. „InSightOut soll nicht nur eine Fortbildungsveranstaltung sein. Wir möchten die didaktischen Labore, Forschungsprojekte und fachlichen Ressourcen der Fakultät noch enger mit den Bildungseinrichtungen vernetzen und damit den pädagogischen Alltag nachhaltig unterstützen“, erklärt dazu die Professorin für Allgemeine Didaktik Beate Weyland.
Das Programm umfasst zwölf Workshops in deutscher und italienischer Sprache. Behandelt werden Themen wie inklusive Lernumgebungen, Lernen mit Alltagsmaterialien oder digitalen Medien oder wie man seinen eigenen „Escape Room“ (ein Rätselspiel mit Zeitlimits) für den Unterricht plant.
„Wir möchten mit den Teilnehmenden wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen, um praktische Erfahrungen zu reflektieren und erfolgreiche Praxis weiterzugeben. Und manches theoretische Modell bietet genau das Denkgebäude, das in der Praxis nötig ist, um etwa weiterzudenken, wie individuelle Förderung und Gemeinschaft noch zusammengelebt werden können, oder zu verstehen, was dahintersteht, wenn Kinder sich in einer Weise verhalten, die andere als störend erleben“, unterstreicht Katja Kansteiner, ebenfalls Professorin für Allgemeine Didaktik an der unibz.
Podiumsdiskussion: Herausforderndes Verhalten verstehen und begleiten
Ab 16.30 Uhr wird Prof.in Kansteiner die Gesprächsrunde zum Thema „Herausforderndes Verhalten verstehen, pädagogisch begegnen und begleiten“ moderieren. An der Diskussion nehmen unter anderem Prof.in Vanessa Macchia von der unibz, Roswitha Raifer von der Deutschen Bildungsdirektion, Heinrich Videsott von der Ladinischen Bildungsdirektion, Simon Stedile vom Südtiroler Kinderdorf und Bernadette Grießmair, Direktorin des Kindergartensprengels Brixen teil.
Die Einschreibung zu „InSightOut 2026“ ist bis zum 8. März möglich: https://www.unibz.it/en/events/in-in-education-insightout. Es kann auch nur ein Teil der Veranstaltung besucht werden.




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