Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit

Südtirols Katholische Jugend fordert Gleichberechtigung in Kirche

Sonntag, 13. September 2020 | 16:32 Uhr

Nals – Am Samstag fand die Mitgliederversammlung von Südtirols Katholischer Jugend (SKJ) statt. Dabei wurde auf ein besonderes Arbeitsjahr zurückgeblickt und mit klaren Vorstellungen und Forderungen der Blick in die Zukunft gerichtet. Die Übergabe des Jugendpreises an Vera Platzgummer war einer der Höhepunkte.

Den aktuellen Sicherheitsbestimmungen entsprechend, fand die SuSi (Summersitzung), die Mitgliederversammlung von Südtirols Katholischer Jugend in der Lichtenburg in Nals statt. Auch im Jahresrückblick spielte die Coronapandemie eine Rolle. So erklärte Sara Burger, 2. Landesleiterin von SKJ: „Auch wir als Verein wurden von heute auf morgen – wortwörtlich – vor eine bis dato noch nie dagewesenen Herausforderung gestellt: Die Corona-Krise mit dem damit verbundenen Lockdown.“

In den Grußworten betonte Johanna Brunner, Leiterin des Amtes für Ehe und Familie in der Diözese Bozen-Brixen: „Corona hat uns gezeigt, dass die Zukunft im Jetzt liegt. Wir müssen jetzt aufeinander hören und uns jetzt auf den Weg machen.“  Auch Landesrat Philipp Achammer, der seine Grußworte mit einer Videobotschaft übermittele, betonte: „Es braucht euch jetzt mehr denn je. Jugendliche müssen bestärkt werden, im Vertrauen an ihre Fähigkeiten.“

Simon Klotzner, 1. Landesleiter von Südtirols Katholischer Jugend wies in seiner Rede auf das nachsynodale Schreiben Christus vivit von Papst Franziskus hin. Darin heißt es „Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid!“ „Wir als SKJ setzen uns für ein gleichberechtigtes Miteinander ein. Gleichberechtigung der Geschlechter, allerdings nicht nur in unserem beruflichen Alltag, sondern vor allem auch in der Kirche. So fordern wir von unserem Bischof ganz klar die Gleichstellung der Frau in der Kirche und die Berufungen zu Diensten und Ämtern der Kirche ohne Ansehen des Geschlechtes anzuerkennen“, so Simon Klotzner und er erklärte weiter: „Diese Erneuerung der katholischen Kirche brauchen wir! Wir brauchen sie nicht irgendwann, wir brauchen sie jetzt! Wir wünschen unseren Bischof ausreichend „Mut, anders zu sein“ und diesen neuen Weg zu gehen, im Bewusstsein, dass er ihn nicht alleine gehen muss, da wir hinter ihm stehen.“

(© Südtirols Katholische Jugend (SKJ)

Auf den Weg der Firmung, möchte Südtirols Katholische Jugend begleiten. „Jugendliche auf ihren Weg der Glaubensfindung und -festigung zu begleiten, zu unterstützen und ihnen dadurch die Kraft und Vielfältigkeit unseres Glaubens näher zu bringen, ist uns sehr wichtig,“ erklärte Simon Klotzner.

Aber auch dem Thema der Nachhaltigkeit soll weiterhin viel Aufmerksam geschenkt werden. „SKJ ist sich im Klaren, dass der Schutz der Natur und der Umwelt notwendiger ist denn je und fordert die Politik auf, rasch zu handeln und gleichzeitig jeden von uns nachhaltiger zu wirtschaften“, so Daniel Donner, 3. Landesleiter von Südtirols Katholischer Jugend.

Ein Höhepunkt der Mitgliederversammlung war die Übergabe des Jugendpreises an Vera Platzgummer. Sie zeichnet sich damit aus, dass sie mit ihrer Begeisterung für den Glauben und ihrer Motivation andere ansteckt und sich bei unzähligen Events ehrenamtlich für andere eingesetzt hat. Vera Platzgummer bedankte sich herzlich für die Auszeichnung und betonte, dass sie den Preis stellvertretend entgegennehme für die vielen Menschen im ganzen Land, die genauso viel ehrenamtlich leisten wie sie.

„Wenn wir in diesen Raum schauen und während des Arbeitsjahres im ganzen Land unterwegs waren, spüren wir eine ungeheure Kraft! Lasst uns diese Kraft sein und der Kirche ihre Hoffnung! Den eines ist sicher: Die Zukunft gehört uns, zusammen sind wir legendär!“ betonte Simon Klotzner abschließend.

Von: lup

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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1 Kommentar auf "Südtirols Katholische Jugend fordert Gleichberechtigung in Kirche"


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Gustl64
Gustl64
Tratscher
14 Tage 20 h

Die Frauen sind, was kirchliche Ämter betrifft, ja den Männern gleichgestellt. Für die Zulassung der Frauen zum Priesteramt ist der Bischof nicht zuständig, das sollte man doch wissen. Für solche Entscheidungen sind der Papst bzw. Konzilien zuständig.

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