Die Bühne des ESC ist offiziell eröffnet

Bundespräsident Van der Bellen hat die ESC-Bühne eröffnet

Dienstag, 28. April 2026 | 11:01 Uhr

Von: apa

2.000 Quadratmeter Bühnenfläche, 210 Tonnen Material, zwei Wochen Aufbauzeit: Die Dimensionen der Song-Contest-Stage in der Wiener Stadthalle sind gewaltig. Entsprechend gewaltig gestaltete sich am Dienstag auch die offizielle Eröffnung der Showanlage. Bundespräsident Alexander Van der Bellen persönlich startete den Betrieb der Anlage in der Wiener Stadthalle mit dem Drücken eines symbolischen Buzzers, der das Schaulaufen der LED-Anlage in Gang setzte.

Wie schon 2015 beim Wiener ESC zeichnete Florian Wieder für die Bühne verantwortlich, die in der Mitte der Halle wie ein aufgeschlagenes Buch oder Notenblatt liegt. Von der Hauptbühne ausgehend teilt ein Laufsteg den Stehplatzbereich. Um die Bühne herum verläuft ein geschwungener Bogen gleich einem Notenschlüssel.

Inspiriert von Theater und Oper

“Die Aufgabe war: Es muss etwas sein, das mit Österreich und der Stadt Wien zu tun hat”, beschrieb der 58-jährige Wieder den kreativen Prozess, bei dem man letztlich von der Secession als Symbol für einen künstlerischen Aufbruch ausgegangen sei. “Wir haben uns von Theater und Oper inspirieren lassen – und uns ist gelungen, dass es trotzdem nach Eurovision aussieht.”

Der Bühne gegenüber liegt der sogenannte Green Room, in dem sich die Künstler des Bewerbs nach ihrem Auftritt in Kaffeehausatmosphäre versammeln sollen. Eingefangen wird das Ganze von 28 Livekameras, ausgeleuchtet von 2.000 Beleuchtungskörpern und 8.500 LEDs.

“So ein schönes Motto”

“United by Music – das ist so ein schönes Motto”, zollte Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen der ESC-Tagline seinen Respekt. Ob er selbst das große Finale am 16. Mai verfolgen wird können, scheint indes noch nicht sicher: “Ich weiß meinen Kalender nicht auswendig – der verändert sich auch dauernd. Aber ich hoffe, es kommt nichts dazwischen.”

Auch die ORF-Verantwortlichen freuten sich über die Fertigstellung des Großprojekts. “Ich bin total beeindruckt und hingerissen”, unterstrich die neue Generaldirektorin Ingrid Thurnher: “Ich bin sicher, das wird ein Song Contest, der dem 70. Geburtstag dieses großartigen Wettbewerbs total gerecht wird.”

Gänsehaut und Nervosität

ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz gestand, dass selbst sie mittlerweile etwas nervös sei: “Und wenn ich mal aufgeregt bin, dann geht es wirklich um etwas.” Und schließlich verspürte auch Moderatorin Victoria Swarovski ein Kribbeln beim Anblick des Bühnenrunds: “Ich hatte echt Gänsehaut – es ist echt crazy, wie groß das alles ist.” Ihr Co-Star Michael Ostrowski indes zeigte sich angesichts der Dimensionen der Bühne etwas ernüchtert: “Das wird ein Fitnesstraining.”

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