Sunday (1994) setzen auf Pop und Melancholie

Cineastische Melancholie und 90er-Pop von “Sunday (1994)”

Mittwoch, 11. März 2026 | 07:49 Uhr

Von: apa

Es gilt, eine überstrapazierte Phrase zu benutzen: großes Kino. So beschreiben zumindest die Bandmitglieder von “Sunday (1994)” selbst ihren Sound. Darauf soll schon der Name der Dream-Pop-Gruppe hinweisen. “Eine Jahreszahl steht da deshalb in Klammern, weil die auch bei Kinofilmen immer angeführt wird – so wie bei ‘Der Pate (1972)'”, erklärte Gitarrist Lee Newell. Am Freitag, dem 13. März, erscheint eine Deluxe-Version ihrer EP “Devotion”.

Die Songs von Sunday (1994) stehen in der Tradition von Mazzy Star oder The Cure. “Jedes der nun neun Stücke auf der EP zeigt eine etwas andere Seite von uns. Es gibt schimmernden 90er-Pop, traurige Lieder und melancholische Stücke”, betonte Sängerin Page Turner im Gespräch mit der APA. “Deluxe-Version einer EP klingt vielleicht ein wenig komisch”, fügte sie hinzu. “Aber wir wollten sie um drei Stücke erweitern, um die Wartezeit auf unser Debütalbum zu verkürzen.” Der erste Longplayer soll 2027 folgen.

“Wir haben ein bisschen geschummelt”, ergänzte Newell mit einem Lachen. “Wir haben zwei EPs mit je neun Liedern gemacht, weil wir selbst wissen wollten, wer wir eigentlich sind, bevor wir das Debütalbum angehen. Wir haben also 18 Songs gebraucht, um das herauszufinden – jetzt wissen wir genau, wofür diese Band steht.”

Nonstop auf Tour

Der Brite Newell und die Kalifornierin Turner lernten einander bei Konzerten in Los Angeles kennen. “Musik hat uns zusammengebracht. Wir blieben in Kontakt und haben irgendwann gemerkt, dass wir sehr gut zusammen Songs schreiben”, so die Sängerin. Seit zwei Jahren gibt es die Band, 2024 erschien ihre erste Single “Tired Boy”. “Seit damals touren wir nonstop.” In Wien konnte man Sunday (1994) kürzlich als Support von The Last Dinner Party erleben.

“Wir lieben unsere Rock-Elemente genauso wie die Dream-Pop-Zutaten”, sagte Newell, der auch Keyboards spielt. “Was auch immer Dream-Pop heißt. Man hat unsere Musik so beschrieben, es soll uns recht sein.” Zumindest gibt es zwischen flotteren Songs viele verträumte Momente.

Gearbeitet wird bei der Band, der auch Drummer Puma angehört, zu Hause. “Wir schreiben alles und nehmen alles in unserem Ein-Zimmer-Appartement auf”, betont Newell. “Wir sind bei einem großen Label unter Vertrag, aber wir sind eine echte Do-it-yourself-Band – von den Aufnahmen über den Mix bis zur Covergestaltung. Wir behalten die Kontrolle über alles. Wir sind damit in diesen Zeiten eine rare Ausnahme.”

(S E R V I C E – www.sunday1994.com )

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