Mette-Marits Sohn muss weiter in U-Haft bleiben

Marius Borg Høiby bleibt in U-Haft

Mittwoch, 10. Juni 2026 | 12:08 Uhr

Von: APA/dpa

Marius Borg Høiby kommt laut norwegischen Medienberichten nicht aus der U-Haft frei. Ein Berufungsgericht sei zu dem Schluss gekommen, dass “weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass Høiby im Falle seiner Freilassung neue Straftaten begehen werde”, berichtete der norwegische Rundfunk am Mittwoch. Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hatte die Freilassung beantragt, um bei seiner lebensbedrohlich kranken Mutter sein zu können.

Ein Gericht in Oslo hatte seinem Antrag am Montag stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen aber umgehend Berufung eingelegt – mit aufschiebender Wirkung. Nach der Entscheidung des Berufungsgerichts könnte Høiby nun noch vor den Obersten Gerichtshof ziehen. “Wir sind sehr, sehr enttäuscht und verstehen den Beschluss nicht”, sagte Høibys Verteidigerin Ellen Holager Andenæs laut dem Sender NRK.

Urteil gegen Høiby für kommenden Montag erwartet

Schon am kommenden Montag wird das Urteil im Mammutprozess gegen Høiby verkündet. Der älteste Sohn der Kronprinzessin ist in 40 Punkten angeklagt. Unter anderem soll er vier Frauen nach norwegischem Recht vergewaltigt haben, während diese schliefen. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre und sieben Monate Haft gefordert.

Der Prozess gegen ihren Sohn sowie der Skandal um ihre Freundschaft zu dem Sexualverbrecher Jeffrey Epstein hatten Mette-Marit in den vergangenen Monaten zusätzlich zu ihrer Krankheit schwer belastet. Die Kronprinzessin leidet an der chronischen, unheilbaren Krankheit Lungenfibrose.

Mette-Marit wartet auf eine neue Lunge

Vergangene Woche kam sie deswegen auf die Warteliste für eine Lungentransplantation. Voraussetzung dafür ist laut norwegischen Medien, dass ein Patient ohne eine neue Lunge nur noch maximal ein Jahr zu leben hätte. Im Alltag benutzt die Frau von Kronprinz Haakon inzwischen ein Sauerstoffgerät.

Weil sich ihr Gesundheitszustand nach Angaben des Hofs zuletzt noch einmal verschlechtert hatte, war Erbprinzessin Ingrid Alexandra aus Australien nach Hause zurückgekehrt. Dort studiert sie derzeit. Haakon hatte eine Reise nach Japan um einen Tag verkürzt, um bei seiner kranken Frau zu sein.

Trotz Høibys Sorge um seine Mutter hatte sich die Polizei am Freitag gegen die Freilassung aus der U-Haft ausgesprochen. Das Gericht sah das am Montag in erster Instanz anders: “Die Fortsetzung der Inhaftierung wäre nicht nur für Høiby, sondern auch für seine Mutter in der ohnehin schwierigen Lage, in der sie sich befinden, sehr belastend”, zitierte die Zeitung “Verdens Gang” das Gericht.

Høiby: “Nicht auszuhalten”

“Da drinnen zu sitzen, während Mama so krank ist, ist nicht auszuhalten”, hatte Høiby bei dem Gerichtstermin in Oslo laut “Verdens Gang” gesagt. Jeder Besuch von ihr im Gefängnis könne der letzte sein.

Die Freilassung aus der U-Haft mit einer elektronischen Fußfessel hatte Høiby bereits im Mai beantragt – ohne Erfolg. Damals ging die Sache bis vor das höchste norwegische Gericht. Den neuen Antrag hatten die Verteidiger mit Mette-Marits verändertem Gesundheitszustand begründet.

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Gericht argumentiert unter anderem mit Wiederholungsgefahr

Marius Borg Høiby bleibt in U-Haft

Dienstag, 10. März 2026 | 14:14 Uhr

Von: APA/dpa

Der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin bleibt während des Prozesses gegen ihn in Untersuchungshaft. Marius Borg Høibys Antrag auf Freilassung wurde abgelehnt, wie das zuständige Gericht in Oslo am Dienstag mitteilte. “Das Gericht verweist auf die Schwere und den Umfang des Falls sowie die hohe Wiederholungsgefahr”, hieß es. Diese Gefahr sei nicht mehr gegeben, hatte die Anwältin des norwegischen “Bonusprinzen” zuvor argumentiert.

Mitten in dem Vergewaltigungsprozess hatte Høiby zuvor die Freilassung beantragt. Der 29-Jährige war kurz vor dem Start der Verhandlung Anfang Februar erneut festgenommen worden, weil er gegen das Kontaktverbot in Bezug auf eine Ex-Freundin verstoßen und sich rücksichtslos verhalten haben soll. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Die Frau ist eines der mutmaßlichen Opfer in dem Verfahren. Ein Vorfall in ihrer Wohnung hatte die Ermittlungen gegen Mette-Marits Sohn im August 2024 ausgelöst. In der Beziehung zu der Frau soll Høiby mehrfach gewalttätig geworden sein. Trotzdem hatten sich die beiden bis kurz vor Prozessbeginn regelmäßig gesehen.

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