Von: APA/dpa
Senta Berger (85) ist für ihre Rolle in der Buchverfilmung “Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke” mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet worden. Die in Wien geborene Schauspielerin nahm den Preis als beste Hauptdarstellerin bei der Verleihung in Berlin am Freitagabend entgegen.
“Ich bin erst morgen glücklich. Heute ist es einfach zu viel”
Im Film ihres Sohnes Simon Verhoeven ist die Schauspielerin als Großmutter des Protagonisten Joachim zu sehen. Sie sei heute Abend sehr glücklich, sagte Berger, die Standing Ovations bekam. Sie fügte hinzu: “Ich bin aber aufgeregt. Ich bin erst morgen glücklich. Heute ist es einfach zu viel.”
Zuvor hatte Verhoeven seine Mutter auf der Bühne gewürdigt. “Wenn man mit seiner Mutter einen Film dreht, so führt das natürlich dazu, dass man als Regisseur am Set ständig “Mama” sagt. Was nicht unbedingt ideal ist oder autoritätsfördernd, aber in diesem Fall war es ganz wunderbar.”
Sohn Simon: “Ich habe deine Verletzlichkeit gesehen”
Er habe seine Mutter besetzt, weil sie die beste Schauspielerin für die Rolle gewesen sei, sagte Verhoeven. Und trotzdem sei er jeden Tag aufs Neue überrascht worden. “Ich habe eine andere Frau gesehen, eine Frau, die mir fremd war und die mir trotzdem so nahe kam.”
“Ich habe deine Verletzlichkeit gesehen, deine Empfindsamkeit, deinen Humor, dein Herz, aber in einer neuen Form, einer neuen Hülle, einem neuen Rhythmus, einem anderen Menschen”, sagte er. “Mama, ich gratuliere dir zu deiner allerersten Nominierung für den Deutschen Filmpreis mit 85 Jahren.” Als sie die Auszeichnung gewann, gab er ihr ein Bussi.




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