Markus „Doggi“ Dorfmann bezeichnet sich als Waldliebhaber

Ein Lied für den Brixner Auwald – VIDEO

Mittwoch, 16. September 2020 | 08:13 Uhr

Brixen – Drei Hektar Auwald in der Brixner Industriezone drohen, abgeholzt zu werden. Der Eisacktaler Musiker Markus „Doggi“ Dorfmann hat diesem Südtiroler Urwald sein neues Lied gewidmet. Er kann nicht verstehen, warum in Zeiten des drohenden Klimakollapses ein solch wertvoller biodiverser Platz wirtschaftlichen Interessen zum Opfer fallen soll. Markus „Doggi“ Dorfmann lädt in seinem Lied die zwei zerstrittenen Umweltverbände und die Firma Progress ein, den Auwald von Brixen gemeinsam zu retten.

Die dichten undurchdringlichen europäischen Auwälder mit Lianen und Sträuchern erinnern an Urwälder, so auch jener von Brixen. Ihre Vitalität verdanken die Auwälder der guten Nährstoff- und Wasserversorgung. Im Brixner Auwald wachsen viele gefährdete Baumarten wie zum Beispiel die Bergulme. Viele besondere Vögel brüten dort.

Markus Dorfmann erklärt: „Der Auwald war lange vor meiner Zeit da und wird hoffentlich noch da sein, wenn ich wieder gegangen bin.“ Der Sänger liebt alle Wälder, Auwälder genauso wie Kulturwälder und Mischwälder. Der Wald sei ihm vertrauensvoller Partner und Tröster in schwierigen Zeiten. Viele seiner künstlerischen Ideen seien im Wald entstanden. „Jeder Wald tut gut, solange er da ist“, sagt der Künstler. Der Brixner Auwald habe die Gabe, ihn mit seiner einzigartigen Atmosphäre in den Bann zu ziehen. „Geht hin, dann versteht ihr, was ich meine“, ruft Markus Dorfmann auf. Er wolle nicht wissenschaftlich argumentieren, sondern einzig auf die wohltuende Ausstrahlung des Auwaldes verweisen. Allein die Tatsache, dass darüber gestritten werde, ob der Auwald ein Auwald sei, zeige, wie verkopft die Diskussion sei. „Den Auwald interessiert es nicht, in welche Kategorie wir Menschen ihn einordnen“, sagt der Musiker. Der Auwald wachse, zeige seine Schönheit und die Jahreszeiten, blühe, gedeihe, sterbe, um wieder aufzublühen. Nur darum gehe es.

Der Umgang mit dem Brixner Auwald steht für Markus Dorfmann symbolisch dafür, wie ernst die Menschen das Thema Klimawandel nehmen: „Machen wir weiter wie bisher und holzen wir dieses letzte Stück Eisacktaler Urwald ab oder setzen wir ein neues Zeichen?“, fragt sich der Künstler. Sein Lied „Auwald“ soll aufrütteln und das Bewusstsein der Menschen schärfen: „Wir machen uns Sorgen um den Urwald im Amazonas, aber bei unseren eigenen Urwäldern sind wir auf beiden Augen blind“, kritisiert er. Es sei einfach, über die weit entfernte Abholzung des Regenwaldes in Brasilien zu schimpfen und das Sterben der Lunge der Erde zu beklagen. Wenn Südtirol nicht imstande sei, einen der wenigen Auwälder zu erhalten, dürfe sich niemand mehr über Brasilien beklagen. In den vergangenen zwölf Monaten sind im brasilianischen Amazonasgebiet mehr als 9.000 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden. Das ist eine Steigerung um 35 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.

„Wir haben nur drei Hektar Urwald zu retten“, sagt Markus Dorfmann. Das sollte gelingen, wenn es den beiden zerstrittenen Umweltverbänden wirklich um die Sache gehe. Die wirtschaftlich interessierte Firma Progress könnte ein Zeichen setzen und sich verpflichten, den Auwald zu schützen, meint der Sänger. „Wir müssen in diesen Zeiten der zunehmenden Klimakatastrophen so viele Bäume wie möglich erhalten und weitere Bäume pflanzen“, sagt der Waldliebhaber. Utopien dürften nicht nur gedacht, sondern müssten auch umgesetzt werden.

Der Sänger dankt allen Menschen, die sich für den Erhalt des Auwaldes in der Brixner Industriezone einsetzen. Er bedankt sich bei Dominik Aster für die Audioaufnahme und bei Florian Mahlknecht für die Produktion seines neuen Liedes. „Auwald“ ist samt Video auf der Webseite www.doggi.it, auf dem YouTube- und auf Facebook-Kanal von Markus „Doggi“ Dorfmann zu finden.

Von: mk

Bezirk: Eisacktal

Kommentare

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31 Kommentare auf "Ein Lied für den Brixner Auwald – VIDEO"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
monia
monia
Tratscher
13 Tage 15 h

Südtirol “erstickt” bereits im Wald! Jedes Jahr hat Südtirol einen Waldzuwachs von über 1000 ha (!!!) zu verzeichnen! Das sind die Fakten und deshalb brauchen wir nicht um jedes “Bäumchen” weinen – der Wald stirbt nicht – der Wald wird uns alle überleben! 🙂

schlauer
schlauer
Grünschnabel
13 Tage 11 h

Herr Monia!
Sie haben rein gar nichts verstanden….
Es geht hier um einen Auwald und dieser Waldtyp macht nur mehr 0,6 prozent der gesamten waldfläche südtirols aus!! Von wegen waldzuwachs….informieren Sie sich bitte das nächste mal mehr bevor sie so einen schmarrn schreiben… danke!

PuggaNagga
13 Tage 11 h

Das haben Urvölker auch gedacht!
Da wurden alle Bäume abgeholzt bis kein einziger mehr da war! Ihr Lebensraum wurde aber dabei zerstört und mussten weiterziehen oder das Volk ging zu Grunde!

Mello
Mello
Tratscher
13 Tage 9 h

@ Monia… so a dummer Kommentar!!! Hosch gsegn wo des fleckl Auwold isch!?! gea amol af google Earth nor sigsch wo des in dor Industriezone brixen isch… na bitte, so wos von kurzsichtig

1litermuelch
1litermuelch
Tratscher
13 Tage 5 h

@monia, so denks du 🤔 jede fällung fan an bam bzw stickl wold für tiere trog zur erderwärmung bei.

audi8
audi8
Neuling
13 Tage 13 h

grande Doggy

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
13 Tage 12 h

Warum musst du hier walsch Schreiben?

sepp2
sepp2
Superredner
13 Tage 11 h

@anonymous

warum musst du hier das Wort walsch benutzen?

einervonvielen
einervonvielen
Tratscher
13 Tage 11 h

@anonymous, das ist Spanisch, viva la mente apperta 🙂

Mello
Mello
Tratscher
13 Tage 9 h

So a dumme Bemerkung… dor Andreas Hofer tat sich schamen wenn er dein Kommentar lesen tat

Baks
Baks
Neuling
13 Tage 2 h

und wem juckt sel ….?

Queen
Queen
Tratscher
12 Tage 16 h

@Mello Andreas Hofer? Jannik Sinner sein die neuen Helden!!

audi8
audi8
Neuling
12 Tage 10 h

@ anonymous: du bisch oanfoch lai borniert

Mello
Mello
Tratscher
13 Tage 13 h

Dor Doggi isch oanfoch SUPER!
I hoff wer do awia Mocht hot lost ihm zua und tuat wia er sog!!!!!

Vieldenker
Vieldenker
Superredner
13 Tage 13 h

Bravo doggi

Einheimischer
Einheimischer
Tratscher
13 Tage 14 h

Das was zählt ist nur das Geld, das die Gemeinde Brixn verdient……
Das versteht jeder…

schlauer
schlauer
Grünschnabel
13 Tage 2 h

Bravo Einheimischer!
Wie recht du hast…. beim lieben Geld vergessen die obersten brixner stadtverwalter sogar die umweltauszeichnungen, welche die bischofsstadt in den letzten jahren erhalten hat: Euregio umweltpreis 2012 und Alpenstadt 2018. Ich fordere die sofortige Aberkennung dieser Auszeichnungen sollte der sehr wertvolle Auwald gerodet werden! Darf daran erinnern dass Hugo Wassermann und Andreas Declara bzw. die umweltgruppe eisacktal in diesem waldstück 64 vogelarten gezählt haben. Und von 29 Arten, darunter 7 vom Aussterben bedrohte vogelarten, wurde sogar eine brut im Auwald nachgewiesen!
Resümee: Damit ginge ein sehr sehr wertvolles Habitat verloren…

razor
razor
Neuling
13 Tage 14 h

Gschützt und unterstützt wern lei de Bame de man spritzn konn

Delphin
Delphin
Neuling
13 Tage 14 h

Dazu kann ich nur sagen,was geht in den Köpfen der Wirtschaftstreibenden u.allen anderen,die das zulassen denn vor,daß das Herz unseres Landes,alles Grünland ,Wald ,Sauerstoff !!wegen wieder einer Fabrik,gerodet wird.Ich versteh einfach nicht, wie man das zulassen kann,ich müßte fast sagen ,jegliche Moral verloren..ihr Unvernünftigen, überlegt einmal ,was bald noch bleibt,geht ihr nicht in die Natur oder versteckt ihr euch in euren Villen

Mauler
Mauler
Superredner
13 Tage 14 h

Kannet er in Trump vorsingen!

einervonvielen
einervonvielen
Tratscher
13 Tage 10 h

@Mauler, du musst es dir nicht anhören, dann kannst du auch etwas weniger maulen

PuggaNagga
13 Tage 11 h

Bis nicht die letzte Wiese verbaut und der letzte Baum gefällt wurde wird der Mensch nicht Ruhe geben! Dann ist es aber zu spät. Beton und Asphalt lässt sich nicht fressen!
Warum werden Industriehallen nicht Mehrstöckig gebaut? 3 Etagen drauf und Platz ist!
Gerade die Firma Progress ist Marktführer in Betonfertigteilen, es dürfte ein leichtes sein hier das Nötige zu entwickeln!

schlauer
schlauer
Grünschnabel
13 Tage 2 h

Pugga Nagga: wie recht du hast! Ich frage mich wieso kann die progress nicht im bereits eingezogenen Ex-Quelle Fenster-Gebäude in Schrambach nach Süden in die Obstplantagen erweitern? Oder auch einige stockweke dort drauf machen? Wo ein Wille ist auch ein Weg!

Mugsi
Mugsi
Grünschnabel
13 Tage 11 h

Sauber Doggi 👏

Ei
Ei
Tratscher
13 Tage 8 h

Die Geldgier lässt grüssen ..

00
00
Tratscher
13 Tage 5 h

Super Werbung Doggi, geschicktes Marketing…obr a Liedl für den Bauwald brauchests!!! 

schlauer
schlauer
Grünschnabel
13 Tage 2 h

00: des gibs schun seit bold an johr!

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Tratscher
13 Tage 5 h

Immer das gleiche Gequäle. Warum der das nicht lasst.

kleinerDONNER
kleinerDONNER
Grünschnabel
12 Tage 2 h

danke doggi!

PeterPloner
PeterPloner
Grünschnabel
13 Tage 2 h

Welsche – Wikipedia
de.wikipedia.org › wiki › Welsche

Der Begriff Welsche oder Walsche geht vermutlich auf eine germanische Bezeichnung für … Ortsnamen mit dem Bestandteil “Welsch”/”Walsch” sind gehäuft im Sauerland zu finden sowie im süddeutschen und österreichischen Alpenvorland …
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