Von: apa
US-Musiker und Vietnamkriegsprotestsänger “Country Joe” McDonald ist gestorben. Der Sänger der Folk-Rock-Band Country Joe and the Fish erlag im Alter von 84 Jahren in Berkeley im US-Bundesstaat Kalifornien den Folgen der Parkinsonkrankheit, wie mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf seine Ehefrau Kathy McDonald berichteten. Laut seiner Website erfolgte sein Tod am 7. März.
Joseph alias “Country Joe” McDonald gehörte zu den prägenden Stimmen der US-amerikanischen Gegenkultur der 1960er-Jahre. Große Bekanntheit erlangte er mit seinem Auftritt beim Woodstock-Festival 1969, wo er Hunderttausende zum sogenannten “Fuck-Cheer” (“Give me an F!”) anleitete und dann sein satirisches Anti-Vietnamkriegs-Lied “I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die Rag” (sinngemäß: “Ich habe das Gefühl, gleich draufzugehen”) spielte.
Kult-Auftritt auf Woodstock-Festival
Die Menge sang den bitteren Refrain mit: “Eins, zwei, drei, wofür kämpfen wir? Frag mich nicht, ist mir egal. Nächster Halt, Vietnam.” In anderen Strophen verspottete das Lied Kriegsprofiteure an der Wall Street sowie die Bereitschaft, junge Männer in den Krieg zu schicken.
McDonald war in Los Angeles aufgewachsen. Mit 17 war er drei Jahre lang als Marinesoldat im Einsatz. Anfang der 1960er-Jahre zog er nach Berkeley, wo er eigentlich studieren wollte. Stattdessen machte er vor allem Musik in verschiedenen von ihm gegründeten Formationen. Mit Country Joe and the Fish gehörte er zur sogenannten Psychedelic-Rock-Szene. Meilensteine dieses Genres sind die beiden Alben “Electric Music for the Mind and Body” und “I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die” (beide von 1967) der Gruppe.
Bis zum 75. Lebensjahr stand McDonald noch auf der Bühne. 2006 gastierte er beim Lovely Days Festival in St. Pölten. Neben seiner Ehefrau Kathy, mit der er 43 Jahre verheiratet war, hinterlässt er fünf Kinder.




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