Von: apa
Es wird noch viel gehämmert, angeliefert, aufgebaut und aufgestellt, aber am Sonntag zur großen Eröffnungszeremonie des 70. Eurovision Song Contest wird das “Eurovision Village” am Wiener Rathausplatz ready für die einwöchige Party sein. Das erklärten ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher und der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei einer Medienbegehung des bis zu 100.000 Quadratmeter großen Areals: “Die Stadt ist bereit, wir sind bereit”, erklärte Thurnher.
Am frühen Freitagnachmittag ist zwar offensichtlich einiges noch im Aufbau befindlich, trotzdem zeichnen sich die neuralgischen Punkte im “Community Dorf” mitten in der Stadt schon klar ab. So stehen bereits diverse Stände, Karaokeecken sowie andere Belustigungen und vor allem die große, halbrunde Bühne direkt vor dem Wiener Rathaus. Dass der ESC auch ein großes Geschäft ist, wird ebenso klar, denn diverse Marken österreichischer, aber auch internationaler Prägung sind präsent. Die sich abzeichnende Kulinarik – “ohne dem geht in Wien gar nichts”, sagte Ludwig – verbindet ebenso das Hiesige und das Internationale. Genau das soll auch der Wiener ESC tun, wenn es nach dem Bürgermeister und der ORF-Chefin geht.
“Village” soll neben Stadthalle “wichtigster Hotspot” sein
Man wolle “Wien auch als Stadt des Miteinanders” präsentieren und die Stadt sowie letztlich auch das ganze Land gut repräsentieren, sagte Ludwig: “Wir werden eine Visitenkarte von Wien und Österreich an die Welt schicken.” Insgesamt zähle man in der ESC-Woche rund 100 Nebenevents, das “Village” werde aber “neben der Stadthalle der wichtigste Hotspot” sein, so der Bürgermeister. Auch Ingrid Thurnher bemühte sich, der eventerprobten Location “Rathausplatz” Rosen zu streuen. Alles in allem wolle man aus dem Song Contest ein Angebot für alle machen, der Platz soll zur “großen Begegnungszone werden”. Man biete nicht weniger als 80 Stunden Bühnenprogramm bei freiem Eintritt, sagte Ludwig.
Und: Man wolle in jeder Hinsicht barrierefrei sein. Wer allerdings tatsächlich einen Besuch am Areal plant, das durch Ringstraßen-Teilsperren an den Tagen der Eröffnung, der beiden Halbfinale und am finalen Samstag seine Kapazitäten nochmals erhöhen wird, sollte sich in die Zugangsbedingungen einlesen. Denn die Sicherheitsvorkehrungen sind durchaus streng. Ein einfaches Hineinspazieren in das Areal mit Sack und Pack wird es nicht spielen.
“Türkiser Teppich” und Public Viewing
Bis die Massen antanzen können, ist noch “vieles zu leisten”, lenkte Ludwig den Fokus auf die rund 300 mit dem Aufbau beschäftigten Personen. Im Zentrum des Platzes finden sich bereits einige Absperrungen, die ein recht schmales Spalier bilden. Hier wird dann der “Türkise Teppich” verlegt, über den am späten Sonntagnachmittag die 35 ESC-Acts defilieren werden, bevor dann im Rathaus die “Opening Ceremony” steigen wird. Zwei Mal wird der Weg der ESC-Stars vom Burgtheater weg Richtung stadtauswärts von runden, durchgängigen Aufbauten mit Dächern beschattet. Hier hängen bereits die in alle Richtungen gewandten Screens, die auch jenen das Public Viewing erlauben sollen, die etwas weiter hinten im Areal Platz finden.
Im ringstraßenseitigen Teil des Geländes befindet sich auch das neue “Glasstudio” des ORF, von wo aus die Hörer und Seher mit insgesamt rund 100 Sendungsstunden versorgt werden sollen. Auch hier erfolgt der Sendestartschuss am Sonntag. Der transparente Stil des großen Kubus, in dem Radio- und Fernsehstudios untergebracht sind, sei auch ein “Statement der Offenheit”, betonte Thurnher. Von hier aus senden das ORF-Fernsehen – wahlweise mit Blickrichtung Stadt oder Rathaus – und die Radios Ö3, Ö1 und FM4.
(S E R V I C E – https://eurovision.wien.gv.at/esc-village )




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