Auf die Sattel, fertig, los

Der 43. Oswald von Wolkenstein-Ritt steht bevor

Freitag, 29. Mai 2026 | 08:03 Uhr

Von: luk

Seiser Alm – Eines der größten und wahrscheinlich das spektakulärste Reitevent Südtirols steht vor der Tür. Von Freitag, 29. Mai bis Sonntag, 31. Mai steht das Schlerngebiet ganz im Zeichen der 43. Ausgabe des Oswald von Wolkenstein-Ritts. Bei den vier Turnierspielen werden am Sonntag 36 Viererteams um die Sieger-Standarte buhlen. Schon zwei Tage zuvor beginnt am Freitag der Festbetrieb in Kastelruth, um die Tausenden Zuschauerinnen und Zuschauer auf das dreitägige Ausnahmeevent einzustimmen.

Es gibt wohl kein so populäres Reitspektakel in Südtirol, wie den Oswald von Wolkenstein-Ritt. Er begeistert Jahr für Jahr große Massen an Zuschauerinnen und Zuschauern, wobei nicht alle hartgesottene Pferde-Fans sind. Sie werden einfach von der Aura angezogen, die der Ritt in über vier Jahrzehnten seines Bestehens entwickelt hat. Schon die Qualifikation, das Ringstechen am Kofel (Kalvarienberg) in Kastelruth am Samstag, 16. Mai, hat darauf einen Vorgeschmack gegeben, als Hunderte Zuschauerinnen und Zuschauer den Hügel bei Kastelruth aufgesucht haben.

Das ebengenannte Ringstechen am Kofel (Kalvarienberg) in Kastelruth eröffnet am Sonntag, 31. Mai auch das Turnier des Oswald von Wolkenstein-Ritts. Es ist die erste der insgesamt vier kniffligen Aufgaben, die die 36 Viererteams im Laufe des Events zu bewältigen haben, um sich den Turniersieg und die 3000 Euro Preisgeld unter den Nagel zu reißen. Als zweifacher Titelverteidiger und einer der Topfavoriten geht die Mannschaft Kastelruth Dorf um Peter Hofer, Martin Peterlunger, Alexander Rier und David Tirler ins Rennen. Wie alle Jahre werden aber auch im Rahmen der 43. Ausgabe Kleinigkeiten ausschlaggebend sein. Ein Flüchtigkeitsfehler – und der Sieg könnte futsch sein. So werden viele der 36 teilnehmenden Mannschaften eine Chance auf den Turniersieg haben und man darf sich wenige Tage vor dem großen Showdown auf einen aller Voraussicht nach spannenden Wettkampf-Verlauf freuen.

Nach Ringstechen kommen Labyrinth, Hindernisgalopp und Tor-Ritt

Hochspannung erwartet man nicht nur beim Ringstechen, das um 9.30 Uhr beginnt, sondern auch bei den anschließenden drei Turnierspielen. Das Labyrinth am Matzlbödele in Seis am Schlern beginnt um 11.00 Uhr. Im Anschluss steht die dritte Herausforderung, der Hindernisgalopp am Völser Weiher ab 12.40 Uhr auf dem Programm. Als letztes und oftmals entscheidendes Turnierspiel birgt der Tor-Ritt beim Schloss Prösels großes Spektakel. Der ist wie gewohnt Heinz „Bummi“ Tschugguel, einem der Gründungsväter des Oswald von Wolkenstein-Ritts, gewidmet. Im Anschluss an den um 14.20 Uhr beginnenden Tor-Ritt steht auf Schloss Prösels die Siegerehrung und das große Abschlussfest auf dem Programm.

Das will aber nicht heißen, das nur beim Schloss Prösels nach Abschluss des Turniertages gefeiert werden kann. Denn ab Freitag, 29. Mai befindet sich die Gemeinde Kastelruth, die heuer für das Rahmenprogramm im Vorfeld des Oswald von Wolkenstein-Ritts sorgt, im Ausnahmezustand. Nach dem Bieranstich um 20.00 Uhr wird das Dorffest eröffnet und die Startreihenfolge des Ritts am Sonntag bekanntgegeben. Anschließend kann bis spät in die Nacht gefeiert werden.

Großer Festumzug am Samstag

Dasselbe gilt am Samstag, dann aber bereits ab 10.00 Uhr. Das Highlight dieses Tages ist der große Festumzug ab 14.30 Uhr, bei welchem die 36 teilnehmenden Reiterschaften gemeinsam mit Pferden, Musikkapellen, Fahnenschwingern, Theaterleuten, Rittern und Gauklern in traditionellen Kostümen, Festwägen und Pferdekutschen auf den Dorfplatz einziehen. Im Anschluss geht das Dorffest weiter, ehe am Sonntag beim Ritt bei den jeweiligen Turnierspielen für Speis und Trank bestens gesorgt sein wird.

„Die Vorbereitungen auf den Ritt und das große Fest in Kastelruth waren für unser Team sehr intensiv. Nun ist aber alles angerichtet und wir können es nicht mehr erwarten, bis der 43. Oswald von Wolkenstein-Ritt beginnt. Wir wünschen allen teilnehmenden Viererteams im Kampf um die begehrte Standarte viel Glück und Erfolg, in allererster Linie aber vor allem einen verletzungsfreien Ritt. Auf dem gesamten Hochplateau ist die Vorfreude deutlich spürbar. Vorfreude auf den Ritt zum einen, aber auch auf den Festbetrieb, bei dem hoffentlich wieder viele Gäste friedlich zusammen feiern können“, sagt Klaus Marmsoler, Präsident des Organisationskomitees.

Bezirk: Salten/Schlern

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