Kosteneinsparungen bis zu 90 Prozent für Tierhalter

Human-medizinische Arzneimittel auch für Tiere verschreibbar

Dienstag, 29. Juni 2021 | 08:22 Uhr

Bozen – Ein im Frühjahr von Gesundheitsminister Speranza erlassenes Dekret erlaubt es den Tierärzten, auch das equivalente humanmedizinische Arzneimittel zu verschreiben. Der italienische Tierschutzverein LAV (Lega Anti Vivisezione) rechnet die Kosteneinsparungen für alle Tierhalter, aber auch für die öffentlichen Tierheime vor.

Gute Neuigkeiten gibt es also nicht nur für die Besitzerinnen und Besitzer der 15 Millionen Hunde und Katzen in Italien, sondern auch für all jene, die sich um Tiere kümmern: Seit dem Frühjahr 2021 kann der Tierarzt auch die human-medizinischen, äquivalenten Medikamente verschreiben, was sich in Kosteneinsparungen bis zu 90 Prozent niederschlagen kann.

Betroffen sind dabei vor allem die chronisch kranken Tiere: Bei einer Gastritis von Hund oder Katze spart man 20 Euro pro Medikamentenschachtel, während bei einer chronischen Herzerkrankung eines Hundes von 20 kg gar bis zu 330 Euro pro Jahr gespart werden können. Exponentiell erhöhen sich die möglichen Einsparungen natürlich dort, wo viele Tiere behandelt werden: in den Tierheimen. Die Betreiber, so rechnet die LAV vor, können auf 15.000 Euro Medikamentenkosten pro Jahr stolze 11.250 Euro sparen.

„Auch wir sehen das Dekret als wichtigen Schritt in die richtige Richtung: die Familien sparen bei den Behandlungen der Tiere, das senkt das Risiko, dass kranke Tiere kostenhalber nicht behandelt werden“ kommentiert die Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Südtirol, Gunde Bauhofer.

Tiere sind nur allzu oft die Leidtragenden unserer konsumorientierten Gesellschaft und erfahren nicht immer die erforderliche Wertschätzung. Die wesentlich höheren Kosten der Tierarzneimittel mit selbem Wirkstoff waren ein Beleg dafür. Durch das erlassene Dekret konnte hier nunmehr entgegengewirkt und zumindest dieses Ungleichgewicht ausgeräumt werden, so Reinhard Bauer, Rechtsberater der Verbraucherzentrale Südtirol.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Human-medizinische Arzneimittel auch für Tiere verschreibbar"


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giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
1 Monat 5 h

es ist schön dass bei den tieren alles günstiger wird .es ist nicht schön , dass dafür die sanität für die menschen nur mehr privat erreichbar ist .
in der öffentlichkeit wartest 2 monate mit einer einweisung “prioritaria”
das ist das schöne südtirol

Neumi
Neumi
Kinig
29 Tage 19 h

Glaubst du echt, dass ein Wiesel dir deinen Platz im Krankenhaus streitig macht?

Neumi
Neumi
Kinig
29 Tage 19 h

ps: Und glaub mir, es ist gut, dass wir so was wie Dringlichkeit überhaupt haben …
Ich kenne Personen in Deutschland, die wären über 2 Monate froh, da sind die Wartezeiten teils noch schlimmer als hier. Und welche Behandlung man kriegt, hängt von der gewählten Krankenkasse ab.

Ohne eine einzige Untersuchung nach einer Einweisung wieder nach Hause geschickt zu werden, obwohl der Arzt in der Notaufnahme gemeint hat, die Person sähe aus, als würde sie gleich aus den Latschen kippen … gibt’s so was hier?

Faktenchecker
29 Tage 16 h

Neumi

Auch ich habe Angst vor dem Platzhirsch der sich seine Dröhnung erschleicht.

Tina1
Tina1
Tratscher
1 Monat 7 h

Freut mich!

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 5 h

Endlich auch mal eine gute Nachricht, denn viele Tiere wurden bei Krankheiten nicht behandelt, weil einfach zu teuer und mussten leiden und viele auch strben

Architekt
Architekt
Neuling
1 Monat 1 h

Jo super 15millionen patienten mea dia die gleichen arzneimittel brauchn wia die 60millionen einwohner. Mol schaugn wia longs dauert bis die human-medikamente an stuck tuirer wearn.

Fritzfratz
Fritzfratz
Tratscher
29 Tage 22 h

Architekt wieso solln die Medikamente dadurch teurer werden??? Tierhalter werden ja nicht von der Zahlung befreit und bekommen auch keine Reduzierung.

nikki
nikki
Tratscher
1 Monat 5 h

Endlich mol eppes Positives.

Evi
Evi
Universalgelehrter
1 Monat 3 h

Bei meinem damaligen Hund MUSSTE meine Tä auf ein Herzmedikament aus der Humanmedizin zurückgreifen, da die üblichen nicht gewirkt haben. Über Jahre viel gespart.

Soley
Soley
Grünschnabel
1 Monat 1 h

Das ist ein guter Schritt! Schön, dass hier auch nochmal darauf hingewiesen wird, um die Tierhalter zu informieren.

Krissy
Krissy
Universalgelehrter
29 Tage 18 h

Gute Nachricht.

Hatte selbst eine Katze, die ein Nierenmedikament nehmen musste.

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