Unberührte Natur am Fuße des Paganella

Laghi di Lamar: Echte Schmetterlingsgefühle

Dienstag, 14. August 2018 | 08:09 Uhr

Trient – In einer hektischen Welt lebend, sehnen wir uns nach Orten der Ruhe und der Stille. Wir suchen die unberührte Natur: ruhig, ursprünglich, zauberhaft schön und eindrucksvoll. Diese Plätze des inneren Friedens werden immer rarer und doch gibt es sie noch vereinzelt.

Eine dieser Oasen des Glücks befindet sich unweit von uns entfernt, im Trentino: Die Rede ist von den „Laghi di Lamar“ (Seen von Lamar) in der „Valle dei Laghi“ am Fuße des Bergmassivs „Paganella“, ganz in der Nähe der Stadt Trient. Sie locken Naturliebhaber und Fischer an.

Zu den „Laghi di Lamar“ gehören der „Lago santo“ im Süden und der „Lago di Lamar“ im Norden. Einst bildeten sie ein einziges Becken, eine Mure hat sie entzweit. Nun trennt die beiden Seen eine Entfernung von 150 Metern.

Die beiden Seen sind von einer vielfältigen Vegetation und eindrucksvollen Felsen umgeben.

Eine schöne Wanderung leichten Schwierigkeitsgrades beginnt in „Le Vallene“, einer Fraktion von „Terlago“ und führt zu den „Laghi di Lamar“. Sie dauert ungefähr 45 Minuten.

Die Vegetation, die auf diesem Wanderweg im Sommer zum Vorschein tritt, ist vielfältig. Es ist dies ein Zeichen dafür, dass hier keine intensive Monokultur betrieben wird, sondern mit der ursprünglichen Natur behutsam und respektvoll umgegangen wird.

Am Wegesrand

Zu sehen sind am Wegesrand rote, saftige Früchte der Kornelkirschen-Bäume, Haselnusssträucher und Brombeersträucher. So ist die Wanderung begleitet vom Naschen verschiedener Köstlichkeiten, die uns die wilde, ungezähmte Natur schenkt.

In den Wiesen

In den Wiesen finden sich zahlreich Schafgarbe und Rotklee.

Die pinke Kartäusernelke sticht aus dem Grün der saftigen Wiesen hervor.

Treasure — pink

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Auf den Wiesen flattern etliche Schmetterlinge, wie das Ochsenauge, das Schachbrett und Bläulinge, umher: Schmetterlinge, deren Anblick andernorts mittlerweile eine Rarität ist.

Im Wald

Im Wald duftet es herrlich nach Zyklame, dem wilden Alpenveilchen.

Schilder informieren den Wanderer darüber, dass in der Gegend auch der Bär umgeht. „Natur pur“ eben.

“Lago di Lamar” und “Lago santo”

Bei den “Laghi di Lamar“ angelangt, kann man sich zwischen zwei Seen entscheiden oder beiden Seen einen Besuch abstatten. Der „Lago di Lamar“ im Norden bietet atemberaubendes Wasser, eine private Liegewiese und ist auch für Kinder geeignet. Hier gibt es mehr Besucher.

Der “Lago santo” im Süden zieht weniger Besucher an, gibt es hier doch keine Liegewiese. Es ist angeraten, eine Unterlage mitzunehmen, um die kleinen Steinchen nicht zu spüren. Für kleine Kinder ist dieser See weniger geeignet, ist doch das Wasser hier schnell tief.

Beim „Lago santo“ ist es sehr ruhig und idyllisch. Das transparente, hellgrüne Wasser ist sehr sauber. Mit freiem Auge kann man am Ufer große Fische sehen, so klar ist das Wasser. Die Badetemperatur ist sehr angenehm. Zu sehen sind gelbe Teichrosen und blaue Libellen. Seltener sind die roten Libellen. Sie sind eine echte Besonderheit.

Beim Spaziergang rund um den See, findet sich an offenen Waldrändern, Waldwegen sowie -lichtungen und Wiesen, die vom Wald umschlossen sind, der Kaisermantel (Argynnis paphia).

Typisch für den Schmetterling mit dem Namen “Kaisermantel” ist ein schmales, silbriges Band auf der Unterseite der Hinterflügel. Es ist ganz wichtig, die Schmetterlinge nur zu beobachten und auf keinen Fall anzufassen. Dies gilt auch für die Libellen. Das Anfassen ihrer Flügel bedeutet den sicheren Tod dieser zarten Lebewesen. Viel schöner ist es, mit Videos und Fotos deren Schönheit einzufangen.

Der Rückweg vom “Lago santo” oder auch “Lago di Lamar” ist angeschrieben.

Ein Tagesausflug dieser Art bereitet echte Schmetterlingsgefühle!

 

 

 

Von: bba