Eklig: „Bill“ English wählte Ananas und Dosenspaghetti als Belag

Neuseelands Premier kreiert Horrorpizza

Samstag, 08. April 2017 | 08:12 Uhr

Wellington – Dass es in England und in englischsprachigen Ländern nicht besonders gut um die Kochkultur steht und manch Gericht aus diesen Gefilden bei Ausländern für Grausen und Kopfschütteln sorgt, ist schon lange bekannt. Für diese Eigenart wurden sie besonders von den Franzosen und Italienern, die weltweit als führend in der Gastronomie und in der Kochkunst gelten, schon immer belächelt.

Das Gericht hingegen, das der 55-jährige Premierminister von Neuseeland, Simon William „Bill“ English, seiner achtköpfigen Familie vor wenigen Tagen zum Abendessen serviert hatte, empfanden aber selbst seine neuseeländischen Landsleute sowie die Engländer und Amerikaner als anstößig.

Pubblicato da Bill English su Lunedì 3 aprile 2017

Bill English fand aber nichts dabei, seine Familienpizza mit Ananas, was noch als exotisch durchgehen könnte, und mit Spaghetti aus der Dose, was ein handfester Skandal ist, zu belegen. Die Fotos des „Abendessens“ und seiner „Kochkunst“ stellte er dann stolz auf seine Facebook-Seite und forderte die Nutzer und Leser auf, seinen Eintrag zu liken, wenn auch ihnen Dosenspaghetti auf der Pizza zusagen würden. Später gab er zu, dass seine Pizza etwas zu feucht gewesen sei. In einem weiteren Eintrag berichtete er, dass er einen Teil der Tomatensoße der Dosenspaghetti zwar entfernt habe, aber dies noch immer nicht genügt habe und die „Pizza“ in der Mitte doch stark durchnässt geraten sei.

Pubblicato da Bill English su Lunedì 3 aprile 2017

Kurz nach dem Einstellen des Facebook-Eintrages brach im Netz ein Sturm der Entrüstung aus. Bills Gericht, wie manch Kommentator salopp die Kreation des neuseeländischen Premiers nannte, wurde viele Tausende Male kommentiert und geteilt und fast alle englischsprachigen Medien berichteten darüber.

Ein erzürnter Facebook-Nutzer meinte, dass er nicht glauben könne, dass er so etwas poste, während ein Neuseeländer allen versicherte, dass er bei der nächsten Wahl sein Kreuz bei der Opposition machen werde.

Ein weiterer Landsmann war hingegen der Meinung, dass ein Mann, der Spaghetti auf eine Pizza gebe, ungeeignet für das Amt des Premierministers sei und Neuseeland nicht führen könne.

Pubblicato da Bill English su Lunedì 3 aprile 2017

Die Bilder auf der Facebook-Seite lösten bei einem Neapolitaner, dessen Stadt als Heimat der Pizza gilt, schiere Verzweiflung aus. „Bill, bitte…du kannst uns das nicht antun. Ich bin Neapolitaner und weine. Höre sofort auf damit“, schrieb der Süditaliener in einem sozialen Netzwerk.

Der US-amerikanische Komiker Jimmy Kimmel hingegen zog den armen Bill English den halben Fernsehabend durch den Kakao und forderte am Ende für den ersten Bürger Neuseelands sogar ein „Amtsenthebungsverfahren“.

Und was meinen unsere Leserinnen und Leser? Ist „Bills Pizza“ wirklich „monströs und ekelhaft“, wie viele Nutzer schrieben, und was legt ihr selbst am liebsten auf die heimische Pizza?

Von: ka

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