Feier am 10. September

25 Jahre Weltladen Meran, 25 Jahre Einsatz für gerechtere Wirtschaft

Sonntag, 04. September 2016 | 15:13 Uhr

Meran – Seit 1991 gibt es in Meran einen Weltladen. Zuerst in der Passeirergasse angesiedelt (im heutigen Ost-West-Club), werden die Produkte aus fairem Handel nun in der Verdi-Straße gleich hinter dem Vinschger Tor verkauft. Der Weltladen Meran wird von einer Sozialgenossenschaft ohne Gewinnabsichten unter Vorsitz von Klaudia Resch geführt. Er beschäftigt zwei Teilzeitangestellte, die Geschäftsführerin Ulli Kienzl und Rosmarie Ennemoser. Unverzichtbar ist die Arbeit der zahlreichen Freiwilligen, die regelmäßig im Laden Dienst leisten.

Anlässlich des runden Geburtstages findet am 10. September eine kleines Fest im Rahmen des Solidarischen Marktes in der Wandelhalle statt. Beginn ist um 11.00 Uhr. Neben Musik und einigen Ansprachen, unter anderem von Bürgermeister Paul Rösch, können die Besucherinnen und Besucher Produkte aus fairem Handel verkosten.

Der faire Handel ist eine Wirtschaftsform, durch welche die Ausnutzung von Mensch und Natur vermieden wird. Es geht dabei nicht um Almosen, sondern um die Schaffung gerechter Handelsbeziehungen. Der faire Handel arbeitet nach folgenden Grundsätzen und gemäß genauer und strenger internationaler Kriterien.

Der gerechte Preis

Die Arbeiterinnen und Arbeiter sowie ihre Familien müssen ihre grundlegenden Bedürfnisse befriedigen und ein würdevolles Leben führen können. Der Preis ist das Ergebnis der Absprachen zwischen Produzenten und Importeuren und liegt z. T. weit über den Weltmarktpreisen.

Arbeit mit Würde

Keine Diskriminierung (Frauen, Menschen mit Behinderung), keine Gesundheitsgefährdung, keine Ausnutzung der Kinderarbeit sind akzeptabel.

Demokratie am Arbeitsplatz

Arbeiterinnen und Arbeiter nehmen an den Entscheidungen teil, sie sind gewerkschaftlich und genossenschaftlich organisiert.

Vorfinanzierung und langfristige Verträge

Die Produzentinnen und Produzenten erhalten bereits bei Bestellung einen Teil der Bezahlung (bis zu 50 Prozent). Das macht sie unabhängig und setzt sie nicht den Schwankungen der Weltmarktpreise aus. Sie müssen nicht jedes Jahr um die Aufträge bangen.

Schutz der Umwelt

Möglichst geringe Belastung der Umwelt, natürliche und biologische Anbau- und Verarbeitungsmethoden und keine Ausbeutung der natürlichen Ressourcen sind wichtige Kriterein.

Solidarität und Transparenz

Berücksichtigung der sozialen Bedürfnisse (Aus- und Weiterbildung, Bau von Schulen, Straßen, Krankenhäusern usw.) werden beim fairen Handel ebenso berücksichtigt wie Transparenz gegenüber den Konsumenten und den Produzenten. Geboten werden unter anderem Informationen über Herkunft, Herstellung, Verteilung und Preisbildung sowie über laufende Projekte.

 

 

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

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