Umsatz bei 376 Mio. Euro

A22 legt Bilanz mit neuen Rekordzahlen vor

Freitag, 15. Dezember 2023 | 17:34 Uhr

Bozen/Trient – Die ausgezeichneten Ergebnisse der Brennerautobahngesellschaft im Jahr 2022 werden auch für den Jahresabschluss 2023 erwartet. Der erwartete Umsatz für das zu Ende gehende Jahr beläuft sich auf 376,48 Millionen Euro bei einem Produktionswert von 414,4 Millionen Euro. Diese Prognose hat der Geschäftsführer der Brennerautobahngesellschaft Diego Cattoni den Mitgliedern des Verwaltungsrat am heutigen Freitagvormittag vorgelegt. „Mit diesen herausragenden Daten, die sogar das bereits rekordverdächtige Ergebnis des vergangenen Jahres übertreffen, und dank der hervorragenden Ergebnisse in der Finanzverwaltung können wir einen äußerst positiven Trend bestätigen“, betonte Cattoni. „Nun brauchen wir nur noch das langerwartete OK für die Investitionen um das zu verwirklichen, was das vom Infrastruktur- und Transportministerium genehmigte PPP-Projekt vorsieht.“ In der heutigen Sitzung bewilligte der Verwaltungsrat zudem die Finanzierung von neuen Lokomotiven durch die beiden Eisenbahngesellschaften der Unternehmensgruppe, RTC und InRail, sowie den Bau von 13 Lärmschutzwänden in der Gemeinde Freienfeld mit einer Investition von 28,7 Millionen Euro.

Bewährte Investitionen führt die Brennerautobahngesellschaft auch im Neuen Jahr weiter: Der Verwaltungsrat hat heute unter dem Vorsitz von Präsident Hartmann Reichhalter insgesamt 68 Millionen Euro des Budgets 2024 für die laufenden Instandhaltungsarbeiten entlang der Verkehrsachse vorgesehen. Der größte Anteil mit 16,6 Millionen Euro wird für die Straßenbeläge verwendet, gefolgt von den Ausgaben für IT- und telematische Systeme sowie technische Anlagen mit 12,3 Millionen und Kunstbauten (Brücken, Viadukte, etc.), die 10,3 Millionen der Gesamtmittel ausmachen. Es folgen die Beträge für den Autobahnkörper unter dem Asphalt mit 5,7 Millionen. Die restlichen Mittel verteilen sich auf verschiedene Maßnahmen wie die Pflege der Grünflächen, den Winterdienst, die Tunnel oder die Leitplanken.

Die Sorgfalt für die Autobahn und ihre Bauwerke zeigt sich nicht zuletzt in der Entscheidung des Verwaltungsrates, insgesamt 13 Lärmschutzwände in der Gemeinde Freienfeld mit einem Investitionsvolumen von 28,7 Millionen Euro zu errichten. Die Gesellschaft legt dabei großen Wert auf die Funktionalität, geht aber noch einen Schritt weiter und hat stets versucht Projekte zu entwerfen, die sich in die Landschaft der Umgebung einfügen um dadurch die Infrastruktur, die Architektur und die Umwelt in einen Dialog treten zu lassen. „Mit diesem Werk“, betonte Präsident Reichhalter, „können wir einen weiteren Autobahnabschnitt mit unserem wichtigen Lärmschutzplan abdecken: die Bevölkerung in den Anrainergemeinden zu schützen, ist für uns eines jener Nachhaltigkeitsziele, an das wir fest glauben.“ Carlo Costa, Technischer Generaldirektor der Brennerautobahngesellschaft, erläuterte einige Details des Projektes: „Die markante alpine Landschaft ist Protagonistin, gemeinsam mit einigen künstlerischen Zitaten in der Oberflächenstruktur des Bauwerkes“, erklärte Costa. „Diese repräsentiert Bilder des Waldes und der Bäume auf PMMA-Platten, die in ihrer Farbgebung von grün über orange bis braun die vorherrschenden Farben des Tales aufgreifen. Die Platten für die Lärmschutzwände an den Raststätten hingegen stehen für acht Kunstwerke von Maestro Fabrizio Plessi.“

Im Sinne des Prinzipes der Nachhaltigkeit hat der Verwaltungsrat eine weitere bedeutende Investition genehmigt: eine Finanzierung für die Eisenbahngesellschaften der Unternehmensgruppe, RTC und InRail Spa, für den Ankauf neuer Lokomotiven im Wert von sechs Millionen Euro (vier Millionen für die RTC und zwei für die InRail), um eine erste Rate für die Anschaffung zu decken. Die neuen Lokomotiven sind unerlässlich für die Entwicklung des interoperablen Verkehrs in Mittel- und Osteuropa, die Reduzierung der Anzahl angemieteter Lokomotiven und die Vorbereitung auf die Eröffnung des Brennerbasistunnels, wo ausschließlich Lokomotiven mit einer 25kv Spannung eingesetzt werden können. Solche Lokomotiven gibt es im aktuellen Maschinenpark der Unternehmen noch keine. „Die Intermodalität ist eine der Säulen der Mobilität der Zukunft“, schloss Geschäftsführer Cattoni. „Es handelt sich daher um eine strategische Entscheidung, die wir bereits in den 1990er Jahren getroffen haben und in die wir weiterhin investieren werden.“

Im Laufe der Verwaltungsratssitzung sind nicht zuletzt die vergünstigten Tarife BrennerPass, d.h. die 20-prozentige Ermäßigung für die tägliche Arbeitsstrecke von Pendlern, und die ermäßigten Tarife für Motorräder für das neue Jahr verlängert worden – sofern das Infrastruktur- und Transportministerium die Inititiative bestätigt.

 

 

Von: luk

Bezirk: Bozen