Ergebnisse fürs erste Halbjahr wurden präsentiert

Alperia: Trockenheit auch für die Stromerzeugung ein Problem

Mittwoch, 27. September 2017 | 17:50 Uhr

Bozen – Am 26. September hat der Vorstand der Alperia AG die konsolidierte Zwischenbilanz der Unternehmensgruppe zum 30. Juni 2017 geprüft und genehmigt.

Die Unternehmensgruppe trieb eine intensive Veränderungsphase zur Neuorganisation der Gesellschaftsstruktur, die aus mehr als 40 Unternehmen besteht, voran, um Managementsynergien aufzuwerten, Effizienz zu schaffen und Kosten zu reduzieren. In diesem Sinne brachte das Unternehmen auch einen Rating-Prozess zu Ende, der im August mit der Zuteilung eines Investment-Grade-Ratings für die Alperia AG abgeschlossen worden war. Außerdem ist die Nettofinanzverschuldung zurückgegangen, was die Fähigkeiten der Alperia Gruppe bei der Cashflow-Generierung unter Beweis stellt.

Das auf die Gruppe entfallende Nettoergebnis in den ersten sechs Monaten 2017 zeigte – nach Abzug einer Berichtigung hinsichtlich einiger Vermögenswerte betreffend die Elektrizitätserzeugung aus Wasserkraft – ein Ergebnis, das im Wesentlichen mit dem von 2016 übereinstimmt und sich auf knapp weniger als minus vier Millionen Euro beläuft. Die oben genannte Berichtigung ist auf die Senkung des langfristigen Energiepreisszenarios zurückzuführen, die das Management stets vorsichtiger als die anderen Marktakteure bewertet und die sich auf über zehn Millionen Euro belief. Die konsolidierte Zwischenbilanz wurde unter Anwendung der internationalen Rechnungsgrundsätze erstellt, was infolge des Börsengangs der Green Bonds von Alperia notwendig ist.

Die Gesamterlöse der Gruppe belaufen sich auf 522,7 Millionen Euro und sind gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent zurückgegangen, da sie von einem mangelhaften Wasserstand und einem geringeren Umsatz in den Bereichen Energie und Energietitel infolge der Änderungen der Rechtsvorschriften 2016 beeinflusst wurden. Das EBITDA belief sich auf 53,2 Mio. Euro gegenüber 66,4 Mio. im ersten Halbjahr 2016.

16 Millionen Euro investiert

Als Bestätigung der wichtigen Rolle als lokaler Wirtschaftsteilnehmer ist zu betonen, dass im betreffenden Zeitraum über 16 Millionen Euro investiert wurden. Diese Investitionen betrafen insbesondere die Bereiche Stromverteilung, um die Qualität und Kontinuität der Dienstleistung zu stärken, und Energieerzeugung zur Modernisierung der Wasserkraftwerke.

Die Nettofinanzverschuldung ist im Vergleich zu den Werten im ersten Halbjahr 2016 beträchtlich gesunken und beträgt 508,2 Mio. Euro (zum 30. Juni 2016 waren 579,3 Mio. zu verzeichnen, Ende 2016 525 Mio.). Dies verweise auf die guten Fähigkeiten der Alperia-Gruppe bei der Cashflow-Generierung, erklärt die Landesenergiegesellschaft.

Dank der im Lauf des Jahres 2016 durchgeführten Umschuldungsmaßnahmen konnten über 1,7 Mio. Euro finanzielle Aufwendungen gespart werden. Der Gruppe gelang es auch, die Bemühungen zur Effizienzsteigerung des Personals zu bestätigen und bei den entsprechenden Kosten zirka 1,4 Mio. Euro zu sparen.

Winter war trocken

Was den Geschäftsbetrieb angeht, ist hinsichtlich der Business Unit Produktion ein auf einen besonders trockenen Winter zurückzuführender mangelhafter Wasserstand zu verzeichnen, der das erste Halbjahr 2017 prägte und sich negativ auf das -Ergebnis der Alperia Gruppe auswirkte. Die Stromerzeugung, die sich vorwiegend auf die Erzeugung aus Wasserkraft in Südtirol konzentriert, erreichte im ersten Halbjahr 1.345 GWh, d. h. 16 Prozent weniger als in derselben Periode 2016.

Dazu gesellt sich ein Rückgang der Gewinnspannen aus dem Verkauf von Strom an Endkunden durch die Business Unit Verkauf und Trading. Die Menge des an Endkunden verkauften Stroms beläuft sich auf zirka 1.600 GWh und stimmt mit dem Ergebnis des Vorjahres überein. Im Lauf des ersten Halbjahres wurden neue Angebote auf dem freien Markt lanciert, mit einem positiven Zuspruch insbesondere in Bezug auf das Angebot zur Erhöhung der installierten Leistung von drei auf 4,5 kW.

Von einem leichten Rückgang betroffen war die Gewinnspanne der Business Unit Netze, deren Investitionen sanken, was eine geringere Kapitalisierung der Eigenleistungen zur Folge hatte.

Die Energieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung und Biomassen blieb im Wesentlichen unverändert bei 264 GWh Elektro- und Wärmeenergie. Das positive Ergebnis der Business Unit Wärme und Services ist vorwiegend auf eine bessere Performance der Beteiligungsgesellschaft Biopower Sardegna zurückzuführen.

Die neue Business Unit Smart Region, die im Laufe des ersten Halbjahrs 2017 gegründet wurde, umfasst die Gesellschaft Alperia Fiber, die im Bereich Glasfaser tätig ist, und die Gesellschaft Alperia Smart Mobility, die im Bereich elektrische Mobilität tätig ist.

Der Generaldirektor Johann Wohlfarter kommentiert: „Das erste Halbjahr 2017 war durch den Einfluss externer Faktoren geprägt, insbesondere durch die mangelhaften Niederschläge im letzten Winter. Trotzdem ist eine Entwicklung der Betriebskennzahlen (Personalaufwand, finanzielle Aufwendungen) zu verzeichnen, die gegenüber dem Vorjahr deutlich besser ist.“

Der Vorstandsvorsitzende Wolfram Sparber meint: „Nach der Genehmigung des Industrieplans wurden im ersten Halbjahr 2017 die ersten konkreten Schritte zur Diversifizierung des Gruppe mit der Gründung der Gesellschaft Smart Mobility unternommen. Für das zweite Halbjahr ist eine weitere Beschleunigung bei der konkreten Umsetzung der im strategischen Fünfjahresplan festgelegten Ziele vorgesehen.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Alperia: Trockenheit auch für die Stromerzeugung ein Problem"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Tabernakel
19 Tage 14 h

Dann wird der Strom halt teurer.

jagerander
jagerander
Grünschnabel
18 Tage 17 h

wie haben es die Etschwerke mit nur 4 konzessionen geschaft jährich den Gemeinden 5 millionen euro auszuschütten.jetzt hat dieser haufen 40 konzessionen und schulden.es sollten köpfe rollen.

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