Aramco transportiert das Öl derzeit über eine Pipeline zum Roten Meer

Aramco-Chef: Weltmarkt fehlt etwa eine Milliarde Barrel Öl

Sonntag, 10. Mai 2026 | 13:22 Uhr

Von: APA/Reuters

Dem Weltmarkt fehlen nach Einschätzung des saudiarabischen Ölkonzerns Saudi Aramco wegen des Iran-Kriegs rund 1 Mrd. Barrel (zu je 159 Liter) Öl aus den vergangenen zwei Monaten. Selbst wenn die Lieferungen wieder anliefen, werde es dauern, bis sich die Energiemärkte stabilisierten, sagte Aramco-Chef Amin Nasser am Sonntag. Die globale Energieversorgung ist durch die iranische Blockade der Straße von Hormuz stark eingeschränkt worden, was die Preise in die Höhe getrieben hat.

“Unser Ziel ist einfach: den Energiefluss aufrechtzuerhalten, auch wenn das System unter Druck steht”, erklärte Nasser. Zuvor hatte Aramco für das erste Quartal einen Anstieg des Nettogewinns um 25 Prozent auf 32,5 Mrd. Dollar (27,6 Mrd. Euro) gemeldet. Die Wiederöffnung der Routen sei nicht gleichbedeutend mit einer Normalisierung eines Marktes, dem rund eine Milliarde Barrel Öl entzogen worden seien, sagte Nasser. Jahrelange Investitionsdefizite hätten die Belastung der ohnehin niedrigen weltweiten Lagerbestände zudem verschärft.

Um die Straße von Hormuz zu umgehen, nutzt Aramco verstärkt seine Ost-West-Pipeline und transportiert Rohöl von seiner Ostküste am Persischen Golf zum Roten Meer. “Unsere Ost-West-Pipeline, die ihre maximale Kapazität von sieben Millionen Barrel Öl pro Tag erreicht hat, hat sich als entscheidende Versorgungsader erwiesen und hilft dabei, die Auswirkungen eines weltweiten Energieschocks abzumildern”, erklärte Nasser.

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