Forderung des ASGB

“Ausreichend finanzielle Mittel für Arbeitnehmer und Familien zweckbinden”

Montag, 22. Februar 2021 | 10:39 Uhr

Bozen – Der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), Tony Tschenett, fordert die Landesregierung auf, anlässlich ihrer Zusammenkunft am kommenden Dienstag oder Mittwoch ausreichend finanzielle Mittel für Arbeitnehmer und Familien zweckzubinden.

„In einer digitalen Sitzung mit der zuständigen Landesrätin Waltraud Deeg sind wir übereingekommen, dass der Landesregierung, anlässlich ihrer Zusammenkunft am Dienstag oder Mittwoch dieser Woche, Änderungen in Bezug auf die Zugangskriterien für die Soforthilfe Covid-19 und den Sondermietbeitrag und Sonderbeitrag für Wohnungsnebenkosten Covid-19 präsentiert werden, sowie die Einführung weiterer Leistungen für Familien vorgeschlagen wird. Die Landesregierung fordern wir mit Nachdruck auf, die Vorschläge zu genehmigen und ausreichend Geldmittel dafür zur Verfügung zu stellen“, so der ASGB-Chef in einer Presseaussendung.

Im Wesentlichen gehe es Tschenett darum, den Arbeitnehmern und Familien, die bis dato kein Anrecht auf die Landessonderleistungen Covid-19 hatten, aber trotzdem von den Einschränkungen des Notstandes betroffen sind, Unterstützung zu gewähren: „Ich habe bereits zu Beginn des Lockdowns darauf verwiesen, dass in den programmierten drei Wochen der Schließungen Maßnahmen beschlossen werden müssen, die Betroffenen finanziell zu unterstützen. Die politischen Verantwortungsträger stehen in der Pflicht, all jene, deren Einkommen unter den Beschränkungsmaßnahmen aufgrund des epidemiologischen Einbußen erleidet, zu stützen. Wegweisend für diese Unterstützung wird sein, ob die Landesregierung für oder gegen die Forderungen von uns und Landesrätin Waltraud Deeg stimmt.“

„Die Anhebung der Einkommens- und Vermögensgrenzen für Familiengemeinschaften zum Erhalt der lokalen Sonderleistungen Covid-19, sowie eine Lösung, dass auch jene, die die Sommersaison 2020 beendet haben und keinen programmierten Arbeitsplatz im Tourismus für die Wintersaison 2020/2021 vorweisen können, Anrecht auf die lokalen Sonderleistungen haben, genauso wie Grenzpendler oder Skilehrer mit cococo-Verträgen, sind wesentliche Forderungen, für die die Landesregierung stimmen muss. Eine nicht verhandelbare Bedingung unsererseits sind auch familienunterstützende Maßnahmen, die über die Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes Südtirol (ASWE) laufen sollten“, fasst der Vorsitzende des ASGB die wichtigsten Punkte kurz zusammen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "“Ausreichend finanzielle Mittel für Arbeitnehmer und Familien zweckbinden”"


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Hupsstupspups
Hupsstupspups
Grünschnabel
11 Tage 6 h

Es sollte nur Betrieben geholfen werden die keine finanziellen Mittel mehr haben aber nicht solche die noch Millionen Euro in Reserve haben!!
Arbeitnehmer sollten zuerst das Ersparte aufbrauchen und erst dann sollte Ihnen geholfen werden!!! zum Beispiel Lebensversicherungen aufgebraucht werden und so weiter!! Erst wenn sie mittellos sind sollte Ihnen geholfen werden mit einem fixen Betrag pro Monat!!

Offline
Offline
Tratscher
11 Tage 6 h

Arbeitnehmer und besonders Familien mit Kindern, die von Haus aus an der untersten Sprosse der Einkommensleiter stehen, werden wohl kaum (noch) Sparguthaben oder Lebensversicherungen zum Verbrauchen haben. Und eine Lebens- und/oder Rentenversicherung ist bei den Allermeisten eine Altersvorsorge. Die angedachten Unterstützungen müssen einfach nur bei den Bedürftigen !! ankommen, und nicht bei denen, die Dank ihrer Lobbyisten am lautesten schreien.

Chrys
Chrys
Tratscher
11 Tage 4 h

Betriebe mit Millionen Euro in der Reserve gibt es wohl sehr wenige. Fast jeder Betrieb, sobald er in die Gewinnzone kommt investiert das Ersparte.
Arbeitnehmer wurden ermutigt Lebens-/Pensionsversicherungen anzulegen. Denen kann man nicht zumuten dieses 2. Standbein jetzt aufzulösen.
Eine Wohnung soll natürlich Einkommen erzeugen, aber die eventuellen Zinsen sollten dann auch berücksichtigt werden.

bislhausverstond
bislhausverstond
Superredner
11 Tage 3 h

Du hosch an vogl….orbatnehmer solln zuerst is ersporte aubrauchn und erst noar soll ihnen gholfn wearn? Odor frisch die sporbiachla va die kindor hernemmen? Und wos isch, wenne noar nuie schuacheinlogn brauchsch odor du odor die kindor epas extras für die schuale brauchn odor zun zohnorzt miasn? Sem isch noar nix mehr do….

ferri-club
ferri-club
Tratscher
11 Tage 3 h

Hupsstupspups, du bisch jo a geiler, die die sparen sind also bestraft und die die alles verprasst haben sind jetzt die zu unterstützen, überleg mal, du arbeitest und sparst fleißig, dein arbeitskolleg arbeitet gleich viel verdient gleich viel gibt aber alles aus, ihr bleibt beide ohne einkommen, ihm wird geholfen du schaust durch die finger, und denkst noch ist gut so??

Chrys
Chrys
Tratscher
11 Tage 4 h

Es ist nachvollziehbar, dass Saisons Angestellte im Gastgewerbe, welche die Sommersaison beendet haben und im Winter keine Arbeit gefunden haben, eine Verlängerung des Arbeitslosengeldes erhalten. Allerdings muss man auch sagen, wenn die in den letzten 4 Jahren gearbeitet hatten, sie immer noch Anrecht auf das Arbeitslosengeld haben.
Fuer Grenzpendler habe ich wenig Verständnis. Diese haben im Lande die Ausbildung genossen, z.B. Sanitätspersonal und sind dann ins Ausland arbeiten gegangen, wo der Lohn höher, aber die Sozialabsicherung anscheinend niedriger war. 
Bei Skilehrer würde ich unterscheiden ob sie das nebenberuflich oder hauptberuflich machen. Sehr viele haben einen Bauernhof, Rente, oder sonstigen Sommerberuf.

ferri-club
ferri-club
Tratscher
11 Tage 2 h

Chrys: ja mag sein, aber wieviele Saisonsangestellte nehmen in kauf und arbeiten 8 monate im Jahr (wenns gut geht) und bleiben zwangsweise 4 monate in Arbeitslose und haben somit die letzten 20 Jahre gearbeitet aber trotzdem kein Anrecht auf Arbetslose mehr, außer saison eine andere Arbeit machen?? Hab ich, am ende hab ich dermaßen steuern bezahlt dass ich abzüglich Steuern/Fahrtspesen usw. noch so viel geblieben ist mit Family 1 mal essen zu gehen.

Chrys
Chrys
Tratscher
11 Tage 1 h

Wenn Sie jeweils 8 Monate Saison gearbeitet haben dann stand Ihnen auch jeweils 4 Monate Arbeitslosen zu. Dass es heuer nicht reicht verstehe ich auch, deswegen ist ja die Verlaengerung der NASPI zu.
Allerdings, wenn Sie Saison mit nur 8 Monaten gearbeitet haben haben sie den Urlaub nicht genossen und dieser wurde Ihnen ausbezahlt. Sollte man auch berücksichtigen und zudem sollte der Lohn fuer Saisons Angestellte doch höher sein als der von Jahresangestellten.
Mehr Sorgen wuerde ich mir fuer die Pensionszeiten machen.

ferri-club
ferri-club
Tratscher
11 Tage 9 Min

Chrys: ja mag sein, es steht immer noch die Arbeitslosen gegenüber dem Lohn, das die vorne u hinten nicht reicht ist jedem klar Darlehen/Miete Energiekosten, Auto Versicherungen, u.u.u ich will bestimmt nicht den Lohnausgleich aber dass wir enorme einbusen haben ist auch klar

Chrys
Chrys
Tratscher
10 Tage 21 h

Grundsätzlich klagen wir das selbe Thema aus diverser Sichtweise an.
Alle im Tourismus tätigen wollen nichts anderes als arbeiten, ebenso alle im Tourismus tätigen Unternehmen möchten nur arbeiten können.

ferri-club
ferri-club
Tratscher
10 Tage 19 h

Chrys: richtig gesagt, von meiner seite klingts als unzufriedenener schmarotzer ist fem nicht so, wi/ich will, arbeiten können und meis verdienen

Spartacus
Spartacus
Tratscher
11 Tage 5 h

Vorrangig, müssen die Unterstützungen für die Arbeitnehmer, welche ihren Lebensunterhalt, ganz oder zum Teil verloren oder sonst ohne Einkommen sind, haben. In diese Gruppe kann man auch Selbstständige von kleineren Betrieben, Handwerkern usw. einschließen. Nicht vorkommen soll, dass zum Beispiel, ein Bauer für seinen Hof und für seine verlorene Nebentätigkeit (Lift, Fabrik usw. ) und die Bäuerin für den „Betrieb“ Urlaub auf dem Bauernhof, finanziellen Ausgleich geltend machen kann.

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