Damit das nicht mehr passiert

Bozen bekommt die erste unterirdische Ökoinsel

Freitag, 30. April 2021 | 12:24 Uhr

Bozen – Der Bozner Gemeindeausschuss hat bereits vor einigen Jahren entschieden, die Ökoinsel in der Claudia-de’-Medici-Straße durch ein Unterflursystem der neuesten Generation zu ersetzen. Nach diversen Machbarkeitsstudien, langen Vorbereitungen und detaillierter Planung beginnen nun endlich die Arbeiten: Die alten Wertstoffglocken werden durch unterirdische Container ausgetauscht, die der Zone einen ästhetischen Mehrwert geben und auch eine Hilfe im Kampf gegen illegale Müllablagerungen sein sollten.

Die Entscheidung, gerade von dieser Ökoinsel anzufangen hat gute Gründe: Es handelt sich um die Altstadt, also eine architektonisch „sensible“ Zone und eine ziemlich problematische Ökoinsel, an der regelmäßig, nur wenige Stunden nach der Reinigung (die mindestens zwei Mal täglich stattfindet) wilde Abfälle abgelagert werden. Außerdem steht sie an einer ziemlich engen Kreuzung, mit wenig Platz rundherum – die perfekte Ausgangslage also, um neue Technologien zu testen und die Zone dadurch ästhetisch aufzuwerten.

Schon heute werden die alten Wertstoffglocken in die Wangergasse verlegt, um Platz für die Baustelle zu schaffen. Doch bevor die neuen Unterflurcontainer positioniert werden können, müssen verschiedene Vorbereitungen getroffen werden: genaue Messungen, Änderungen der Straßenbeschilderung und der Bodenmarkierungen (die Fußgänger- und Verkehrsflüsse werden während der Arbeiten zeitweilig geändert), und schließlich die Verlegung der Regenwasser- und der Gasleitungen, die aktuell genau unter der Ökoinsel verlaufen. Erst danach kann Platz für Wannen aus armiertem Beton geschaffen werden, in die die eigentlichen Wertstoffcontainer positioniert werden. Die eigentlichen Müllbehälter werden erst gegen Ende Mai positioniert und die gesamten Arbeiten sollen bis Ende Juni beendet werden. Am Ende der Arbeiten sollen nur mehr die Einwurfsäulen sichtbar bleiben, wie in der Fotomontage im Anhang.

seab

Die Arbeiten werden seitens der Firma Rauchbau GmbH aus Nals durchgeführt, während für die Positionierung und die Installation des Unterflursystems die Firma Villiger GmbH verantwortlich ist. Der Kostenpunkt des Projekts: 86.000 Euro. Davon werden 35.000 Euro von der SEAB AG getragen (Ankauf und Positionierung der Behälter) und die restlichen 51.000 von der Gemeinde Bozen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Bozen bekommt die erste unterirdische Ökoinsel"


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Tina1
Tina1
Grünschnabel
10 Tage 6 h

Und  weil´s wie üblich so lange dauert bis ein Projekt umgesetzt wird, werden sie in den restlichen Zonen im nächsten Jahrhundert realisiert.

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