59,6 Millionen für die Sicherheit, 13,7 für Modernisierungsmaßnahmen

Brennerautobahn macht 20,3 Mio. Euro Gewinn trotz “schwarzem Jahr”

Freitag, 21. Mai 2021 | 17:21 Uhr

Bozen – „Im Jahr 2019 hat die Brennerautobahngesellschaft ihren bislang größten Erfolg eingefahren, die Vorzeichen in den ersten Monaten des Jahres 2020 versprachen daraufhin ein noch besseres Ergebnis“, erklärt Geschäftsführer Diego Cattoni im Zuge der Genehmigung der Bilanz 2020 durch den Verwaltungsrat am heutigen Freitagvormittag.

„Dann kam die weltweite Pandemie“, so Cattoni. „Als Brennerautobahngesellschaft haben wir jedoch nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern interne Prozesse optimiert und weiter in die Zukunft investiert. Daher erfüllt es uns mit Genugtuung, dass wir nicht nur eine positive Gewinn- und Verlustrechnung vorweisen können, sondern unser Ziel von einem Gewinn über 20 Millionen Euro erreicht haben – ein Gewinn, der den Verwaltungen vor Ort die Möglichkeit geben könnte, ihren Haushalt zu planen ohne auf die Unterstützung der Autobahngesellschaft verzichten zu müssen“, betont Cattoni. Das Jahr 2020 wurde von einem noch nie dagewesenen Verkehrsrückgang geprägt und dennoch sind die Kennzahlen der heute verabschiedeten Bilanz bezeichnend für ein solides Unternehmen, das ohne Abstriche bei den Instandhaltungsarbeiten für die Sicherheit und bei den Investitionen für die Zukunft auf die globale Krise reagieren konnte: der Produktionswert beträgt 305,8 Millionen Euro, der Nettogewinn macht 20,3 Millionen Euro aus, das Ebitda umfasst 92,49 Millionen Euro (30,24 Prozent des Produktionswertes) und das Ebit liegt bei 15,19 Millionen Euro. Im Laufe des Jahres 2020 hat die Gesellschaft 59,6 Millionen Euro in Instandhaltungsarbeiten investiert, das entspricht 190.000 Euro pro Kilometer, und 13,3 Millionen Euro für die Modernisierung der Infrastruktur ausgegeben. „Auch in diesem schwierigen Jahr für uns alle“, erklärt der Präsident der Brennerautobahngesellschaft Hartmann Reichhalter, „haben wir im Interesse der Gebiete an der A22 gehandelt und nicht nur den hohen Standard in der Effizienz und die Sicherheit unserer Verkehrsachse gewährleistet, sondern auch in eine Infrastruktur investiert, die zunehmend als ein Modell für Innovation und Umweltverträglichkeit gilt“, so Reichhalter. Am heutigen Freitagvormittag hat der Verwaltungsrat auf Vorschlag des Präsidenten Reichhalter und des Geschäftsführers Cattoni zudem 300.000 Euro an Kulturbonus für kulturelle Einrichtungen in den sechs Provinzen an der A22 (Bozen, Trient, Verona, Mantua, Reggio Emilia und Modena) bereitgestellt. „Die Kultur gehört zu jenen Bereichen, die in dieser Krise den höchsten Preis bezahlt haben“, so Cattoni. „Und auch auf diesem Gebiet möchte die Brennerautobahngesellschaft ihren Beitrag leisten.“

Bilanz 2020

Das Betriebsergebnis 2020 der Brennerautobahngesellschaft weist einen Gewinn von 20,3 Millionen Euro aus (87,1 Millionen Euro im Jahr 2019). Der Produktionswert liegt bei 305,8 Millionen Euro, was einem Minus von 95,5 Millionen Euro im Vergleich zu den 401,3 Millionen Euro im Jahr 2019 entspricht. Dieses Ergebnis ist wesentlich dem Rückgang der Mauteinnahmen (280,6 Millionen Euro, 2019 waren es 369,7 Millionen Euro) und einem daraus zurückzuführenden Minus bei den Einnahmen aus Lizenzgebühren an den Raststätten (11,5 Millionen Euro, 2019 waren es 18,7 Millionen Euro) geschuldet. Die Produktionskosten erreichen insgesamt 290,8 Millionen Euro und haben somit im Vergleich zu den 303,6 Millionen Euro im Vorjahr um 12,8 Millionen Euro abgenommen. Das Finanzmanagement trägt mit 16,6 Millionen Euro (2019: 17,7 Millionen Euro) zum positiven Ergebnis bei. Insgesamt hat die Gesellschaft im Jahr 2020 134,56 Millionen Euro an Steuern und Gebühren bezahlt.

Investitionen und Instandhaltungsarbeiten

Trotz der aktuellen Krise und der Unsicherheiten in Bezug auf die Konzession, hat die Gesellschaft weiterhin in die Instandhaltung und in die Modernisierung der Infrastruktur investiert. Im Laufe des Jahres 2020 sind 13,7 Millionen Euro in neue Investitionen geflossen. Die größten Beträge betreffen dabei die dritte Autobahnspur (4,5 Millionen Euro), die restlichen Mittel sind für Überführungen, Lärmschutzwände und verschiedene Projekte in der Verwaltung ausgegeben worden. Die Ausgaben für Instandhaltung haben um 25,7 Prozent zugenommen und betragen insgesamt 59,6 Millionen Euro. Die Gesellschaft hat dabei den Verkehrsrückgang genutzt, um jene Arbeiten vorzuziehen, die bei einem hohen Verkehrsaufkommen für größere Störungen gesorgt hätten.

Verkehrsaufkommen und Unfallrate

Im Laufe des Jahres 2020 hat der Verkehr entlang der Brennerautobahn um 28,7 Prozent abgenommen; der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt einen starken Rückgang sowohl beim Schwer- (-14,1 Prozent) als auch beim Leichtverkehr (-35,0 Prozent). Im Jahr 2020 wurden insgesamt 3,6 Milliarden Kilometer zurückgelegt, 2019 waren es 5,0 Milliarden. Die Unfallrate liegt bei 17,04 und damit im Einklang mit dem historischen Tiefstwert von 16,83 im Jahr 2018 und in jedem Fall deutlich unter dem gesamtstaatlichen Mittelwert von 28 im Jahr 2019.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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26 Kommentare auf "Brennerautobahn macht 20,3 Mio. Euro Gewinn trotz “schwarzem Jahr”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
hundeseele
hundeseele
Superredner
22 Tage 17 Min

Dann senkt die Preise….!!!

genau
genau
Kinig
22 Tage 12 Min

Das würde ich auch sagen!
In Österreich bezahlt man pro Jahr 95 Euro und hat dann Ruhe!
Und nicht 3,70 für 40 km! 🤦‍♂️🤮

nikname
nikname
Superredner
21 Tage 21 h

leider wird das nicht geschehen 😤 aber zumindest könnten sie die Preise senken, wenn man im Stau steckt!!!

kristkindl
kristkindl
Grünschnabel
21 Tage 23 h

Kein Wunder! Wahrscheinlich pro km die teuerste Maut Europas!

hobbyrebell
hobbyrebell
Grünschnabel
21 Tage 11 h

NUR Frankreich ist teurer, ansonsten hast du recht, nicht mal in Nordeuropa gibt es solche Preise

genau
genau
Kinig
22 Tage 23 Min

Der Monopolist macht Gewinn.
Was für eine Überaschung! 🤦‍♂️

Horti
Horti
Superredner
22 Tage 2 Min

Tja, bei den Preisen nicht verwunderlich.

PuggaNagga
21 Tage 21 h

Das heist die Autobahn ist viel zu teuer.
Was mittlerweile alleine für die kurze Strecke Bozen Süd bis Brixen aufgerufen wird ist nicht mehr normal.

Hausdetektiv
Hausdetektiv
Tratscher
21 Tage 20 h

Da wäre es gescheiter auf die Bundesstraße auszuweichen.

Frank
Frank
Superredner
21 Tage 10 h

In Südtirol gibt es Bundesstraßen?

Hausdetektiv
Hausdetektiv
Tratscher
21 Tage 8 h

@Frank ja

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
21 Tage 4 h

@Hausdetektiv …hier gibt es Gemeindestrassen, Landesstrassen und Staatsstrassen…eine Bundesstrasse habe ich bis heute weder in Südtirol, noch in ganz Italien entdeckt…bitte hilf!…
🤪

primetime
primetime
Universalgelehrter
21 Tage 23 h

Die Preise sind ja auch “hoch” bzw werden immer mal wieder erhöht

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
21 Tage 23 h

Und die holprige Fahrbahn bleibt die gleiche, trotz Millionen Gewinne

yeah
yeah
Tratscher
22 Tage 14 Min

des schreit noch a poor sinnlose baustellen für die nette bilanz

ex-Moechteg.Lhptm.
ex-Moechteg.Lhptm.
Universalgelehrter
21 Tage 22 h

da wird sich der Verwaltungsrat das Sitzungsgeld aufbessern, bei so einer genialen Leistung….

eisern
eisern
Tratscher
21 Tage 22 h

Ich habe auch einen kleinen Anteil letztes Jahr beigetragen, weil der Jaufenpass gesperrt war.Aber man muss halt überall bezahlen, außer in D.Slowenien ist noch schlimmer. Da musste ich auch durch den Karawankentunnel weil die Pässe für Deutsche gesperrt waren. Und wofür ich am Grossglockner fast 30 Euro als Motorradfahrer zahlen muss kann nur ein Österreicher verstehen. Diese ganze Wegelagerei ist zum…….

ehrlich2020
ehrlich2020
Tratscher
21 Tage 21 h

I fohr Stootsstroße bis Bozen, gratis und schneller weil koane Baustellen sein.

So hot a „Autobohn“ decht koan Sinn…

hobbyrebell
hobbyrebell
Grünschnabel
21 Tage 11 h

dafür war letzten Sommer so viel Stau, weil am Personal bei den Kassen gespart wurde, Automaten sind günstiger aber langsam und viel zu teuer ist die Autobahn sowieso

1litermuelch
1litermuelch
Tratscher
21 Tage 8 h

Gonz genau, pa dei umsätze kanntn se ruhig die automaten durch personen ersätzen. Nr hatn wenigstens a por wieder a orbet

kaisernero
kaisernero
Superredner
21 Tage 10 h

des sein a pharisäer !!!!! BZ süd – Affi bold 10 teuro und ober zrugg bisch an zwanni los !!! die greaschte frechheit dia es gib !!!!
aff der welt wearsch an olle ecken und enden gmaust bis zum schluss

primetime
primetime
Universalgelehrter
21 Tage 9 h

Wenn dann noch mehrere 100er Zonen kommen, der allgemeine Verkehr und Baustellen welche einen erheblich verlangsamen (mit ausnahmen 😂) dann macht die Autobahn ja keinen Sinn mehr

Guri
Guri
Superredner
21 Tage 8 h

mit dem Gewinn solche holper Pisten , zum schämen , und erst die maroden rast Anlagen , mit ihren grausigen WC , wenn ich von Deutschland rein komme denke ich immer ich bin in Afrika gelandet

Rabe
Rabe
Tratscher
21 Tage 10 h

die zunehmend als ein Modell für Innovation und Umweltverträglichkeit gilt“, so Reichhalter!!!!! ha die Autobahn

Hollywood
Hollywood
Grünschnabel
21 Tage 6 h

Ab jetzt immer Landstrasse fahren und dort alles überlasten. Nur mit dem Brecheisen biegen wir die Ungerechtigkeit.

Mr.X
Mr.X
Tratscher
21 Tage 8 h

Bei denn wos verlong werd ischs a nia und nimmer meglich an Verlust zu mochen. Netamol wenn leimer die Hälfte unterwegs waren.

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