Mehr Frauen als Männer betroffen

Covid-19 kostet das Gastgewerbe 11.500 Arbeitsplätze

Mittwoch, 13. Mai 2020 | 16:53 Uhr

Bozen – Im Gastgewerbe sind zwischen 9. März und 9. Mai 11.500 Arbeitsplätze verloren gegangen, 7000 davon hatten Südtiroler inne, die übrigen Saisonarbeitskräfte von außerhalb.

Hier geht es zur aktuellen Ausgabe von Arbeitsmarkt News

Den Einfluss der Covid-19-Pandemie und der entsprechenden Eindämmungsmaßnahmen auf die Entwicklung der Beschäftigungszahlen in Beherbergung und Gastronomie hat die Beobachtungsstelle für den Arbeitsmarkt unter die Lupe genommen. Laut der jüngsten Ausgabe von Arbeitsmarkt-News ist der Verlust von Arbeitsplätzen zwischen 9. März und 9. Mai mit rund 11.500 zu beziffern. Betroffen sind etwa 7000 Personen mit Wohnsitz in Südtirol, bei den restlichen 4500 handelt es sich um Saisonarbeitskräfte von außerhalb. Die Arbeitsmarktbeobachtung der Landesabteilung Arbeit zeigt dabei auch unterschiedliche Entwicklungen auf, die stark von der saisonalen Prägung der Südtiroler Gemeinden abhängen.

Ein Minus von 11.500 Arbeitsplätzen

“Während im Osten durch das vorzeitige Ende der Wintersaison ein Beschäftigungsverlust von 6000 Arbeitsstellen zu verzeichnen ist, sind in den westlichen und südlichen Landesteilen verglichen mit den selben Monaten des Jahres 2019 circa 4800 Arbeitsstellen aufgrund des verpassten Saisonbeginns gar nicht geschaffen worden”, fasst der Direktor der Landesabteilung Arbeit, Stefan Luther, die Analyse zusammen. Noch detaillierter: “Während im östlichen Teil etwa 17.000 bis 18.000 Arbeitnehmende nach einer sehr guten Saison eine  bis sieben Wochen Arbeit verloren haben, gibt es im westlichen und südlichen Teil etwa 9000 bis 10.000 Arbeitnehmende, die bestenfalls mit sechs bis zehn Wochen Verspätung ihr Arbeitsverhältnis antreten können – sofern wir das Beschäftigungsniveau der Vorjahre erreichen.”

Mehr Frauen als Männer betroffen

Die Beschäftigungsverluste im Tourismus betreffen anteilig etwas stärker weibliche als männliche Arbeitskräfte. Das Verhältnis ist 54 Prozent Frauen zu 46 Prozent Männer.

Die detaillierte Analyse der Landesabteilung Arbeit zeige auf, dass wir in Südtirol je nach Gebiet unterschiedliche Arbeitsmärkte im Gastgewerbe haben, sagt Landesrat Philipp Achammer, der sich optimistisch zeigt, dass die Beschäftigungszahlen ab Ende Mai 2020 wieder leicht ansteigen werden. “Wir werden die Entwicklung der Arbeitsverhältnisse genau beobachten, damit wir gezielte arbeitsmarktpolitische Akzente, wie etwa die Aufwertung des lokalen Arbeitskräfteangebotes, setzen können. Unter anderem auch dadurch, dass wir die elektronische Jobvermittlungsplattform des Landes, die eJobBörse, weiter stärken und ausbauen”, erklärt Landesrat Achammer. “Ich bin sicher, dass wir in sozialpartnerschaftlicher Manier neue Lösungen für diesen arbeitsmarktpolitisch so sensiblen Sektor finden werden.”

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "Covid-19 kostet das Gastgewerbe 11.500 Arbeitsplätze"


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Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
16 Tage 6 h

Jetzt wird endlich klar dass Man NICHT nur auf immer MEHR und noch GRÖSSERE Hotels setzen DARF ! Ihr habt Euch verspekuliert 🙁

Andreas
Andreas
Superredner
16 Tage 5 h

ober in turismus brauchen mir jo nit

nuisnix
nuisnix
Superredner
15 Tage 16 h

Vielleicht hätten so klassische “Deutsch-Urlauber-Gebiete” wie Kaltern, Schenna, Dorf Tirol, Passeier schon früher mal dran denken sollen, auch bei den Italienern Werbung zu machen…?
Ich bin mir sicher, vielen Italienern würde es am Kalterersee oder in Passeier mindestens gleich gut gefallen wie in Toblach oder Innichen!

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