hds für autonome Regelung der Geschäftsöffnungszeiten

Einkäufe an Sonntagen gehen zurück

Montag, 12. Oktober 2020 | 11:41 Uhr

Bozen – Das vergangene halbe Jahr hat es eindeutig gezeigt: Die Öffnung der Geschäfte am Sonntag ist keine Notwendigkeit mehr. Dies betont der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol. „An verkaufsoffenen Sonntagen werden kaum mehr Einkäufe getätigt. Die Menschen leben trotzdem und sind gut versorgt“, schildert hds-Präsident Philipp Moser die Lage.

Bestätigt wird diese Tatsache zusätzlich durch eine aktuelle Stellungnahme von Harald Antley, Vorstandsmitglied und zukünftiger Vorstandsvorsitzender der größten Lebensmitteleinzelhandelsgruppe in Südtirol, der gemeint hat, dass der Konsum samstags und sonntags zurückgegangen sei. Die Leute hätten sich angepasst, sie würden mehr von Montag bis Freitag und generell früher einkaufen. So seien um 19.00 Uhr die Filialen teilweise schon leer. „Diese Erfahrungen lehren uns somit auch und sind ein Beweis, dass es keine Notwendigkeit für offene Geschäfte an Sonn- und Feiertagen gibt. Mittlerweile habe die Sensibilität für die Sonntagsruhe Vorrang und oberste Priorität.“, so Moser.

Der hds wird weiterhin sein Anliegen für die Wiedereinführung von geregelten Geschäftsöffnungszeiten, allen voran für eine Neuregelung der Sonn- und Feiertagsöffnungen, vorantreiben. Ende Juli hat die Zwölfer-Kommission grünes Licht für die Durchführungsbestimmung zur autonomen Regelung der Sonn- und Feiertagsöffnungen in den Provinzen Südtirol und Trentino gegeben. Der Vorschlag der Autonomiekommission wurde an die zuständigen Ministerien für ihre Gutachten zugeschickt.

Der hds plädiert seit jeher für eine lokale Bestimmung der Öffnungszeiten und für geregelte Sonntagsöffnungen im Sinne der Vielfalt des Südtiroler Handels. „Wir brauchen eine auf die Bedürfnisse Südtirols zugeschnittene Lösung, die auch Ausnahmen für die Tourismusorte sowie für Nahversorgungs- und Traditionsbetriebe vorsieht“, so der hds-Präsident.

Sonn- und Feiertage gehören den Familien, unseren Werten und der Ruhe. An Sonntagen wird kein zusätzlicher Umsatz generiert, sondern lediglich auf allen sieben Wochentagen umverteilt – zum Schaden unserer vielen Familienbetriebe mit ihren Mitarbeitern, resümiert der hds.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "Einkäufe an Sonntagen gehen zurück"


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xyz
xyz
Superredner
11 Tage 11 h

Könnte man nicht ähnlich der Apotheken bei Lebensmittel einen “Notfalldienst” anbieten. Der Rest bleibt geschlossen.

sabse
sabse
Grünschnabel
11 Tage 11 h

i bin zwor für sonntags geschlossen aber mit der idee konn i mi unfreindn nu👍👍

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
11 Tage 9 h

@xyz..den “Lebensmittelnotfalldienst” übernimmt am Sonntag die Gastronomie…🤣

sophie
sophie
Superredner
11 Tage 8 h

Nou komplizierter gehts nimmer, wir müssen auch nicht tanken gehn, wir müssen auch nicht auf die Almhütte gehn, dann brauchen die auch nicht mehr kochen und somit haben am Sonntag bald alle frei. Frag mich nur wo wollen alle die frei haben sich dann unterhalten wenn alle zu haben, wo ist überhaupt der sinn am ganzen ??????

nero09
nero09
Tratscher
11 Tage 11 h

man muss sonntags auch nicht pizza essen gehen.
Die Menschen leben trotzdem und sind gut versorgt.

Lorietta12345678
11 Tage 12 h

Muss der Markt regeln.

bislhausverstond
bislhausverstond
Grünschnabel
11 Tage 10 h

Sonn- und feiertogs kearn die gschäfte zua….gian eh lei de in die zentren zun zeitvertreib, wennse ba letz wetter net wissn wos tian

Neumi
Neumi
Kinig
11 Tage 6 h

Dann setzen wir doch auch gleich die Öffis aus, schließen Gasthäuser, Service-Hotlines und Freizeitangebote. Wenn schon, denn schon.

inni
inni
Tratscher
11 Tage 10 h

hds-Präsident Philipp Moser “Sonn- und Feiertage gehören den Familien, unseren Werten und der Ruhe.”

Was erdreistet sich dieser Mensch zu bestimmen, was die Leute an Sonn- und Feiertagen zu tun oder nicht zu tun haben und anderen seine Werte aufzudoktrinieren.  Das steht jedem frei, das zu tun, was er will. Auch die Geschäfte sollen offen bleiben dürfen – die Argumentation dagegen ist höchst scheinheilig!

primetime
primetime
Superredner
11 Tage 9 h

Das regelt der Markt schon selber. Wenn jemand Montag bis Samstag an Geschäftszeiten arbeitet ist es schon fein am Sonntag etwas einkaufen zu gehen

Bauchnoblwollwuzl
11 Tage 11 h

Ich bin der gleichen Meinung wie Lorietta12….
Das würde der Markt von alleine regeln. Wer öffnen will soll öffnen, die anderen bleiben halt geschlossen.
Das ist wie bei den Bäckern. Da hat wahrscheinlich auch einmal einer angefangen nachts zu backen und die anderen Bäcker sind nachgezogen. Da könnte man ja auch die Nachtarbeit verbieten. Dann gibt’s die frischen Brötchen halt erst am Nachmittag. Deswegen könnte jeder Mensch genauso leben.
Ob sich die Sonntagsöffnung auszahlt, wird sich jeder Kaufmann selbst ausrechnen und ob ein(e) Verkäufer/in am Sonntag zu arbeiten bereit ist, wird von der Bezahlung abhängen.
Also nochmal: das regelt der Markt auch ganz allein.

sabse
sabse
Grünschnabel
11 Tage 11 h

sehr tolle Aussage von den Führungskräften…endlich wert der mensch wieder awiam mear geschätzt nit ollm lei es geld

primetime
primetime
Superredner
11 Tage 7 h

@sabse Tolle Aussage. Ich kenne jemand der arbeitet “freiwillig” viele Sam/Sonntage damit er mehr Geld bekommt. Bozen ist ein teures Pflaster. Zudem wäre es eine Frechheit jemand das arbeiten zu verbieten wenn er selber möchte auch weil er es braucht

Neumi
Neumi
Kinig
11 Tage 12 h

Also ich war letzten Sonntag beim Supertip … so voll war der Parkplatz nur sehr sehr selten. Meistens ist Sonntags das hintere Drittel komplett frei, diesmal musste man sich fast schon um die Plätze prügeln.
Also nein, ich kann die Aussage nicht bestätigen.

Falls es denn mal so kommt, dass es sich für ein Geschäft nicht mehr lohnt, sonntags offen zu lassen, dann sollen sie halt am Sonntag geschlossen halten, verbietet ja keiner.

starscream
starscream
Grünschnabel
11 Tage 12 h

Hegsta zeit!

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