Gute Ergebnisse mit LNG-Fahrzeugen in Spanien

Fercam fährt schadstoff- und lärmarm über den Brenner

Montag, 11. Juni 2018 | 12:38 Uhr

Bozen – Das Südtiroler Transport-und Logistikunternehmen ordert die ersten LNG Zugmaschinen der Marke IVECO. Was bei Fercam Spanien schon seit mehreren Jahren zum Alltag gehört, wird nun auch im Fuhrpark am Firmensitz der Fercam in Bozen umgesetzt.

Das Südtiroler Transport-und Logistikunternehmen Fercam hat heute mit dem IVECO-Vertragshändler den Kauf der ersten zwei LNG Zugmaschinen für den Südtiroler Fuhrpark unterzeichnet – mit einer Option für weitere zehn, sobald die LNG-Tankstelle in Sterzing eröffnet ist.

Höhere Investitionskosten für nachhaltige, lärm- und emissionsarme Transportdienste

„LNG-Fahrzeuge erfordern eine beachtliche Anfangsinvestition“, so Johann-Friedrich Harder, Verantwortlicher der Bozner Niederlassung der Fercam und des gesamten Firmenfuhrparks, “dafür sind die ökologischen Vorteile klar, zumal bei der Nutzung von Erdgas als Kraftstoff so gut wie kein Feinstaub und fast keine Stickoxide emittiert werden. Laut dem Hersteller der IVECO LNG Fahrzeuge sind die homologierten Emissionswerte im Vergleich zu Euro-VI-Grenzwerten bei NOx um -60 Prozent und bei den PM um -99 Prozent geringer.“

Ein Gasmotor (Ottoprozess) ist auch wesentlich lärmarmer als ein Dieselmotor. Insbesondere nachts wird Lärm als störend wahrgenommen und beim Einsatz von Gasantrieb wird eine deutliche Reduzierung der Lärmbelastungen, zumal der Grenzwert der bisher als lärmarm bezeichneten Lkw um weitere neun db unterschritten und somit nur halb so laut wahrgenommen wird.

Einsatz auf der Brennerachse

Die ersten LNG-Fahrzeuge der Fercam werden auf der Brennerlinie eingesetzt und bis Ende 2018 sollten weitere zehn LNG Fahrzeuge im Fuhrpark dazukommen, unter der Voraussetzung, dass die in Sterzing geplante Tankstelle bereits einsatzbereit ist. Diese Fahrzeuge werden allesamt vornehmlich zwischen Verona und München verkehren.

„Wir sind immer bemüht, unsere Transportdienste möglichst nachhaltig durchzuführen und wirken hier auch im Sinne vieler unserer Kunden. In Spanien haben wir LNG-Fahrzeuge schon erfolgreich im Einsatz; als Unternehmen sind wir uns unserer Verantwortung für die Erbringung möglichst energieeffizienter und nachhaltiger Transportdienste bewusst,“ meint FERCAM-Geschäftsführer Hannes Baumgartner.

Gute Ergebnisse mit LNG-Fahrzeugen in Spanien

In Spanien, wo ein recht dichtes Erdgastankstellennetz bereits vorhanden ist, hat FERCAM schon seit mehreren Jahren LNG-Fahrzeuge im Einsatz, die anfänglich mit 330 PS-Motoren und seit letztem Jahr mit 400 Ps-Motoren ausgestattet sind. Mit den Leistungen dieser Fahrzeuge ist Fercam sehr zufrieden, ebenso wie die spanischen Kunden, die diese Fahrzeuge ausdrücklich verlangen. Die dort befahrenen Strecken sind eindeutig geeignet und die Betankung der Fahrzeuge ist sichergestellt, weil man in Spanien t mit dem Aufbau des Tankstellennetzes schon weit voran ist. Fercam will diese LNG-Fahrzeuge auf der Brennerachse einsetzen und zu diesem Zweck sind unbedingt Fahrzeuge mit einer 460 PS Leistung erforderlich; seit März 2018 kann IVECO diesen Anforderungen gerecht werden und Fercam gehört mit diesem Ankauf europaweit zu den Erstkunden dieser IVECO LNG-Fahrzeuge.

Fercam ist Erstkunde des Iveco Vertragshändlers

„Für uns ist es eine besondere Genugtuung, den größten Südtiroler Logistiker als unseren Erstkunden zu haben“, ist Alex Gasser von IVECO erfreut. „Das hat Vorbildcharakter, auch wenn ich immer wieder feststelle, dass die Transportbranche insgesamt bei ihren Fahrzeuginvestitionen mittlerweile sehr bewusst auf Nachhaltigkeit setzt“, meint Gasser abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "Fercam fährt schadstoff- und lärmarm über den Brenner"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Ninni
Ninni
Universalgelehrter
9 Tage 5 h

Genial….💪👍 stark diese Firma !!

TF1
TF1
Tratscher
9 Tage 4 h

Frage mich schon lange warum das Thema Gasautos nicht mehr Thema ist. Umweltschonender geht’s kaum. Aber wahrscheinlich verdient die Lobby zu wenig damit oder hängt es daran dass das Gas Erdgas aus Russland käme! Aber es gäbe auch Methangas (Abfallprodukt) wahrscheinlich zu billig!Und da soll sich der kleine Privatmann noch Umweltgedanken machen ob Diesel oder Benziner?? Wer’s tut selber Schuld !

Lex
Lex
Superredner
9 Tage 5 h

Gut, dass der Druck aus Zivilgesellschaft, Politik, Medien, EU, Umweltverbänden Wirkung zeigt. Nicht lockerlassen.

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