"Berufspendler werden bestraft"

FH: “Bozner Fahrverbot ist eine Schikane”   

Mittwoch, 12. Juni 2019 | 11:11 Uhr

Bozen – Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair kritisiert das unüberlegte Fahrverbot für die Stadt Bozen, welches mit 1. Juli in Kraft tritt. Sämtliche Fahrzeuge der Klassen Euro 0 bis Euro 3 sind betroffen, wobei es einige Ausnahmen für den Transport von Gütern gibt. “Das Fahrverbot trifft vor allem die arbeitende Bevölkerung, die auf das Berufspendeln angewiesen ist, zumal die Regelung lediglich die Werktage von Montag bis Freitag umfasst.”

„Wieder einmal werden mit einem Verbot jene bestraft, die auf ihr Auto zur Berufsausübung angewiesen sind und kaum Alternativen haben, um den drakonischen Strafen zu entgehen. Das Bozner Fahrverbot ist eine Schikane für jene Bürger, die sich kein neues Fahrzeug leisten können und von der verantwortlichen linken Stadtregierung in Bozen regelrecht ausgeschlossen werden“, kritisiert die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Es ist eine Farce und Augenauswischerei, dass das Fahrverbot nur an den Werktagen gilt und an Wochenenden nicht, wo stark frequentierte Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt die Tore öffnen. Sämtliche Autos, Camper und Busse – unabhängig welcher Euro-Klasse – können in die Stadt fahren, während die Berufspendler mit Verboten sanktioniert werden. In der „stillen Adventszeit“ scheint sich die Bozner Stadtregierung nicht für Fahrverbote und die Verbesserung der Luftqualität zu interessieren“, hält Mair fest.

„Fahrverbote machen keinen Sinn, solange das Hauptproblem rund um den Gütertransport auf der Autobahn nicht angegangen wird. Mit derartigen Verboten werden jene Bürger bestraft, die am wenigsten zur Umweltbelastung beitragen. Darüber hinaus fehlt es an Alternativen, die den betroffenen das zeitgemäße Erreichen des Arbeitsplatzes ermöglichen. Wenn Fahrverbote verhängt werden braucht es Ausgleichsmaßnahmen, ansonsten handelt es sich um einen Ausdruck der politischen Hilflosigkeit, die von den Bürgern ausgebadet werden muss“, unterstreicht Ulli Mair.

„In Zeiten der Thunbergschen Klimapanik wird das richtige Maß und vernünftige Entscheidungen aus den Augen verloren. Unüberlegter Aktionismus, radikale Verbote, die auf den Schwachen unserer Gesellschaft abgewälzt werden, und das einschränken von Lebensgewohnheiten sind definitiv der falsche Ansatz. Nicht Verbote, sondern eine intelligente Verkehrsplanung, der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die Einbeziehung der Bürger sind das Gebot der Stunde“, so Mair abschließend.

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Pubblicato da Südtirol News su Mercoledì 12 giugno 2019

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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11 Kommentare auf "FH: “Bozner Fahrverbot ist eine Schikane”   "


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Albert
Albert
Tratscher
7 Tage 13 h

Dafür machen wir Oldtimer Veranstaltungen. Ansonsten bekämen wir die Luft nicht schmutzig genug um dann solche Verbote zu erwirken. Einfach nur peinlich.

matti
matti
Grünschnabel
6 Tage 5 h

guat gsog .,….. peinlich

Pacha
Pacha
Tratscher
7 Tage 15 h

Alles gesagt👍

Rumpelstilzchen
7 Tage 14 h

Die Stadtbuse der SASA mit Euro 0 u Euro 2 sind ok

nuisnix
nuisnix
Superredner
7 Tage 10 h

nein, die sind kein Broblem 😀

Rumpelstilzchen
7 Tage 14 h

Die Stadtbuse der SASA Euro 0 u Euro 1 ist kein Broblem

alpenfranz
alpenfranz
Tratscher
7 Tage 14 h

intelligente Verkehrslösungen? so wie in der Drusus Straße? es kann nur besser werden

algunder
algunder
Superredner
7 Tage 12 h

Nor tiat endlich gegen den stuss eppes !!!!!
Isch högste zeit dass net olm die orbeter gstroft werdn !!!

roadrunner
roadrunner
Grünschnabel
7 Tage 12 h

Ob Mair Recht hat oder nicht ist einerlei. Was ich aber vermisse ist nebst ihrer Kritik Lösungsvorschläge. Sie spricht von “intelligenter Verkehrsplanung”. Den Verkehr plant dann der Pico und die Planung übernimmt der intelligente Pallino…

Spartacus
Spartacus
Grünschnabel
7 Tage 10 h

Ich bin überzeugt dass ein Fahrverbot für einige Straßen den Schadstoffwert der Luft in den umliegenden Gassen mehr verschlechtert als es in den Straßen mit Verboten verbessert. Als es in den 90er Jahren schon solche Verbote gab, habe ich deswegen immer mehr, oft auch das doppelte an Zeit und Km. gebraucht, um an mein Ziel zu kommen.

Sag mal
Sag mal
Kinig
7 Tage 10 h

nicht mal Busse und Taxi werden “umgestellt”.Viiiiiiiiiiii…el zu langsam.

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