Bauernbund für ein wolfsfreies Südtirol

“Gehen gegen den Wolf auf die Straße”

Montag, 27. Mai 2019 | 16:18 Uhr

Sterzing – “Um auf die prekäre Situation der Weidetierhalter aufmerksam zu machen, wird es am Samstag, den 8. Juni, eine Protestkundgebung in Sterzing geben.” Das teilt der Bauernbund mit. Organisiert wird der Protest auf der Straße vom Südtiroler Bauernbund und den örtlichen SBB-Ortsgruppen.

“Nicht erst seit den letzten Schafrissen in Mauls ist bei den Weidetierhaltern die Angst vor dem Wolf groß. Viele Bäuerinnen und Bauern denken ernsthaft darüber nach, ihre Tiere nicht mehr auf die Almen zu bringen. Dadurch ist die traditionelle Berglandwirtschaft in Gefahr, und damit die einmalige Almlandschaft Südtirols. Und das alles nur wegen des Raubtieres”, so der Bauernbund.

“Wir werden nochmals unsere Forderung unterstreichen, dass wir ein Wolfsmanagement brauchen, das auch eine Regulierung des Bestands und die Entnahmen von Problemwölfen vorsieht, wie es auch in anderen europäischen Ländern der Fall ist. Der Wolf ist kein vom Aussterben bedrohtes Tier mehr“, sagt Leo Tiefenthaler, der Obmann des Südtiroler Bauernbundes, der die Protestkundgebung organisiert. Ziel müsse daher ein wolffreies Südtirol sein.

Die Forderungen nach Herdenschutzmaßnahmen seien zwar schön und gut, sie wären in Südtirol aber kaum umsetzbar. „Die Kosten und der Zeitaufwand sind sehr hoch, zudem funktioniert er in vielen Gegenden nicht wirklich. Auch muss klar gesagt werden, dass sich unser Land durch die Kleinstrukturiertheit der Betriebe und die Beschaffenheit der Almen sowie des Geländes nicht dazu eignet. Weiters sind Herdenschutzhunde in einem Land mit vielen Freizeitsportlern sehr problematisch.“

Am Samstag, 8. Juni, jedenfalls werden die Weidetierhalter ihren Unmut auf die Straße bringen. Erwartet werden Bäuerinnen und Bauern aus dem ganzen Land sowie aus den benachbarten Regionen. „Wir werden ein klares Zeichen setzen, dass der Wolf und die traditionelle Almwirtschaft nicht vereinbar sind“, so Tiefenthaler.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "“Gehen gegen den Wolf auf die Straße”"


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Vinschgerle
Vinschgerle
Tratscher
23 Tage 11 h

Hoi i kenn mi nit seffl aus obr wisou sell dr bauer der mit der schofzucht decht nichts vrdeant und besser war a gscheide orbet nochzugean ibrn wolf stean der viel nutzen fir insre monotonen wildiberlafene wälder hat….. I verstea dass es wichtig isch bestimmte olmen als erosionschutz mit schof zu bewirtschoften weil koan ondrs viech fir dei steilhänge geeignet war…. War do is muffelwild wias in fasatol isch nit a natürlichere und gscheidere lösung?

andr
andr
Superredner
23 Tage 9 h

Der Wolf in südtirol wird ewig ein Problem haben weil der Lebensraum zu eng ist er gehört nach Sibirien wie oft muß man das sagen und ich bin kein Bauer meine volle Unterstützung den Bauern

Vinschgerle
Vinschgerle
Tratscher
23 Tage 9 h

@andr wisou der konn in olle meiglichen richtungan weiterziachen, noch italien schweiz ec und do hotr a olls wosr brauch und wor a do heimisch bisn di bauern ausgrottet hobm….

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Superredner
21 Tage 21 h

die Mountain Biker haben auf der Alm in den Wiesen und im Wald weniger verloren als der Wolf….

bern
bern
Superredner
23 Tage 11 h

Bravo, gute Aktion.

charlybrown
charlybrown
Grünschnabel
23 Tage 7 h

Wir Bauern machen uns jetzt aber ganz schön lächerlich, wegen so etwas auf die Straße zu gehen. Es wäre gescheiter, dass wir besser auf unsere Tiere aufpassen. Wir haben eigentlich ganz andere Probleme zu lösen. Wie schaut es denn mit der dringend notwendigen Ökologisierung unserer Landwirtschaft aus? Die Klimaveränderung wird uns schon noch zeigen, welche Hausaufgaben wir wirklich zu erledigen haben.

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Superredner
21 Tage 21 h

gibs zu Du bist kein Bauer, dafür bist Du zu ein Schlauer

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