Von: luk
Naturns/Plaus – Bei der Ortsversammlung des lvh Naturns/Plaus wurde deutlich, wie eng die Entwicklung der Gemeinde mit einem starken, aktiven Handwerk verbunden ist. lvh-Ortsobmann Stefan Mitterhofer eröffnete die Versammlung und hieß die zahlreich erschienenen Mitglieder willkommen. Besonders erfreulich war die Vorstellung neuer Mitglieder, die mit spürbarer Begeisterung in die Ortsgruppe aufgenommen wurden – ein klares Zeichen für die Attraktivität des Handwerksstandorts Naturns/Plaus.
Aktuelles aus dem Bezirk: Nachwuchs und Vernetzung im Fokus
Einen umfassenden Überblick über aktuelle Themen auf Bezirksebene gab Mathias Piazzi, Bezirksobmann des lvh im Burggrafenamt. Mit Stolz blickte er auf die Erfolge der Teilnehmenden bei der Landesmeisterschaft zurück und unterstrich die wachsende Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Bei „Treffpunkt Schule“ stand die Zusammenarbeit zwischen Schule und dem lvh im Mittelpunkt, bei „Handwerk trifft Schule“ die direkten Begegnungen zwischen Betrieben und Schulwelt. Besonders das Projekt im Berufsbildungszentrum Meran, bei dem zwölf Betriebe ihre Berufe praxisnah vorstellten, sei ein großer Erfolg gewesen.
Abenteuer Handwerk: Begeisterung für Berufe wecken
Ein zentrales Aushängeschild des Bezirks bleibt „Abenteuer Handwerk“. Rund 800 Schülerinnen und Schüler aus 20 Schulen, 19 Berufsstationen und insgesamt etwa 1.500 Kinder mit ihren Familien machten das Projekt zu einem der größten seiner Art. Piazzi betonte, dass solche Initiativen Handwerk erlebbar machen und langfristig zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses beitragen. Für die Austragung im Jahr 2027 werden derzeit neue Standorte gesucht, wobei auch Naturns als möglicher Veranstaltungsort ins Spiel gebracht wurde. Die Gemeinde signalisierte hierfür ihre grundsätzliche Unterstützung.
Unternehmensentwicklung: Betriebe zukunftsfähig aufstellen
Wie der lvh seine Mitgliedsbetriebe gezielt stärkt und auf ihren Weg in eine erfolgreiche Zukunft begleitet, zeigte Andreas Mair, Büroleiter Unternehmensentwicklung, in seinem Fachbeitrag auf. Ziel der Unternehmensentwicklung ist es, Betriebe nicht nur heute erfolgreich zu machen, sondern sie auch auf künftige Herausforderungen vorzubereiten. Der Verband und die Abteilung unterstützt die Handwerksbetriebe dabei mit individueller Beratung, strategischer Begleitung und dem großen Vorteil einer ganzheitlichen Expertise – von wirtschaftlichen und steuerlichen Fragen über rechtliche Aspekte bis hin zu Förderberatung und gezielter Weiterbildung.
Engagement über Generationen hinweg
Über die Aktivitäten der Frauen im Handwerk und der Althandwerker berichtete Waltraud Haller, die damit die Vielfalt und das generationenübergreifende Engagement innerhalb des Verbandes sichtbar machte. Die Berichte zeigten, wie wichtig Erfahrung, Austausch und aktive Beteiligung für ein lebendiges Verbandsleben sind.
Gemeinde und Handwerk: Zusammenarbeit mit Weitblick
Für die Gemeinde sprach Referentin Barbara Wieser Pratzner, die die gute Zusammenarbeit mit dem Handwerk ausdrücklich lobte. Wo immer möglich, würden Aufträge an lokale Betriebe vergeben. Gleichzeitig rief sie die Unternehmen dazu auf, sich im entsprechenden Vergabeportal zu registrieren, um berücksichtigt werden zu können. Sie informierte zudem über anstehende Herausforderungen, etwa den Neubau der Naturnser Brücke, der aufgrund fehlender Ausweichrouten auch für Betriebe eine anspruchsvolle Phase bedeuten werde. Dennoch sei diese Maßnahme notwendig und langfristig im Interesse der Gemeinde.
Gemeinsame Perspektive
In der offenen Diskussion wurde einmal mehr deutlich: Handwerk ist in Naturns/Plaus nicht nur Wirtschaftsfaktor, sondern Teil des täglichen Lebens und der lokalen Identität. Die gemeinsame Botschaft des Abends war klar – weniger Bürokratie, verlässliche Rahmenbedingungen und ein starker Dialog zwischen Gemeinde und Betrieben sind entscheidend, um diesen Weg erfolgreich weiterzugehen.




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