Aber hinter der Ecke lauert noch Corona – ein Kommentar

Kleine Erholung vor der Tür?

Donnerstag, 25. Juni 2020 | 09:34 Uhr

Bozen – Die Anzeichen verdichten sich, dass Südtirol verglichen mit anderen europäischen Regionen wirtschaftlich mit einem blauen Auge davonkommen könnte.

Während auf der Autobahn an den Ein- und Ausfahrten wieder erste Staus beobachtet werden, berichten Selbstständige von vollen Auftragsbüchern. Zaghaft passieren wieder Touristen die Grenzen, um nach monatelanger Wartezeit erneut das Land ihrer Sehnsüchte – Südtirol – besuchen zu können. Auch die Einheimischen wagen sich wieder aus ihren Häusern und finden langsam zu ihrem gewohnten Alltagsleben zurück. Es wird ge- und verkauft, außerhalb der eigenen vier Wände gegessen und getrunken und es werden wieder Zukunftspläne geschmiedet und Aufträge verteilt. Mit klugen Maßnahmen begleitet das Land diese Rückkehr zu einer „vorsichtigen“ Realität.

pixabay.com

Während einige noch Angst vor einer Ansteckung haben, benimmt sich eine gefühlte Mehrheit der Südtiroler so, als ob es Covid-19 nie gegeben hätte. Das ist bei allem Verständnis für die nachvollziehbaren Wünsche der Menschen aber ein gefährlicher Irrtum. Angesichts des Corona-Ausbruchs im Tönnies-Schlachthof mit 1.553 positiv getesteten Mitarbeitern und des darauffolgenden Lockdowns der Großstadt Gütersloh müssen sich aber auch die Südtiroler bewusst sein, dass eine Rückkehr zum Lockdown einzelner Dörfer oder gar zur „Schließung“ Südtirols jederzeit wieder möglich sein könnte.

APA/APA (dpa)/David Inderlied

In wenigen Worten zusammengefasst ist es sowohl für unser persönliches Wohlbefinden, aber auch für das Wirtschaftsleben, das unsere Zukunft garantiert, wichtig, dass wir zu einer, wenn auch eingeschränkten Normalität zurückkehren. Dabei sollten wir aber gleichzeitig vorsichtig sein, in unserer Umgebung auf die Einhaltung der mittlerweile gelockerten Corona-Maßnahmen achten und immer ein wachsames Auge behalten.

Auch wenn Covid-19 zeitlich immer weiter entfernt scheint und eine wirtschaftliche Erholung vor der Tür steht, so lauert hinter der Ecke doch immer noch das Virus, das nur auf eine Gelegenheit wartet, erneut zuzuschlagen.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Kleine Erholung vor der Tür?"


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Piefke-NRW
Piefke-NRW
Grünschnabel
7 Tage 22 Min

Weitere Gefahren lauern in Gestalt von Hepatitis, Tollwut, Wundstarrkrampf und einer Blutvergiftung. Der plötzliche Herztod kauert hinter jeden Ecke. Sehr gefährlich sind laut Statistik auch die Tätigkeiten im Haushalt. Ergo: Nicht leben, sondern Angst bestimmt durchs Dasein wandern. IRONIE MODUS OFF. P.S.: Tönnies in den Knast (ohne Ironie)

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Grünschnabel
5 Tage 3 h

Hepatitis B und C tuat man eppes, B sowieso, C testen bevor man Bluat gib oder ungeschützt Spaß hot. Tollwut gibt kaum zum Glück. Herztod isch a schlimme Sach, wenns was so oanfoches wie bei de Viren gabet nor kannt jeder selber entscheiden. Tetanus isch foscht jeder geimpft. U um Sepsis zu verhindert woas man wie man Wunden behandelt und wann man zum Doc geht um Antibiose zu kriegen. So hangelt sich die Menschheit in der Lebenserwartung hoch… Aber natürlich dauerhaft Angst isch ned der Hit.

a sou
a sou
Superredner
6 Tage 20 h

Sag mal hast du (Verfasser) dir ein Bild gemacht, was für Umstände um nich Zustände zu sagen, in dieser Schlachtfabrik zu diesem Ausbruch geführt haben?? Mit sicherheit Nicht! Denn sonst wären diese Zeilen nicht zustande gekommen. Das öffentliche Leben in Südtirol mit diesen Schlachthaus zu vergleichen, ist mehr als lächerlich und zeug von enormer Ahnungslosigkeit!

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Grünschnabel
5 Tage 3 h

Unglücklicher Vergleich, man hätte ja Israel nehmen kenn. Im Sommer wohl ned, was aber im Winter in überfüllten Innenraum, was machmer da?

schreibt...
schreibt...
Superredner
2 Tage 7 h

@ a sou Aber daß auch Du schon Fleisch dieses Schlachthofes verzehrt hast, ist Dir wohl hoffentlich klar!

Staenkerer
6 Tage 8 h

es hot nie lebn gebn hinter deren ecke nit der tot lauert, des lebn gibs heit nit und des lebn werds trotz x experten, teure fotschritliche forschung, lebenslongen zwongshausarrest und panikbunker nit gebn!
der tod der jedem erwortet gheart zum lebn, panikmocherei werd daran nix ändern!

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Grünschnabel
5 Tage 4 h

Sell stimmt. Der Mensch streb holt noch an gesunden langen Leben sell isch ned verwerflich. I sog amol Sicherheitsgurt unlegen aber ned auf
Abstand u Hygiene zu achten erscheint nüchtern unlogisch. Verkehrstote gibs heier viel wianiger als Covid Tote, a wenn man Altersheim Fälle weckzählt.
Aber wahrscheinlich hot man damals a genua Gegen Gurt gewettert oder?

Andreas1234567
Andreas1234567
Superredner
2 Tage 4 h
Hallo @ka (Kommentator) es gilt die Einmeterabstandsregel.  Gleichzeitig heisst es in Fussgängerzonen und auf Bürgersteigen gilt MNS-Pflicht weil man davon ausgeht die Abstandsregel kann dort nicht regelmässig eingehalten werden. Was zur Freude der Edelhotels in A (Maskenpflicht seit 16.6 abgeschafft) die gehobene Stadthotellerie von Südtirol nachhaltig vernichten wird. Wer also auf der ziemlich leeren Passerpromenade flaniert (im Artikel steht was von “zaghaftem” Tourismus) oder seine Laufrunde auf dem Tappeinerweg dreht müsste ohne Einschaltung des Menschenverstandes so einen Lappen vor der Nase haben. A hat mit dem 15.6 die Maskenpflicht weitgehend abgeschafft, morgen fliegt auch die Maskenpflicht für Gastromieangestellte auf den… Weiterlesen »
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