Basiswahl zum Jahreswechsel geplant

Landtagswahl: Bauernbund-Mitglieder bestimmen bäuerliche Kandidaten

Freitag, 28. Oktober 2022 | 15:30 Uhr

Bozen – Die bäuerlichen Kandidatinnen und Kandidaten, die der Südtiroler Bauernbund und die bäuerlichen Organisationen bei den Landtagswahlen im nächsten Jahr unterstützen, werden in einer Basiswahl von den Mitgliedern bestimmt. Das hat der Landesbauernrat heute (Freitag) einstimmig beschlossen.

Wer vertritt unsere Interessen im Südtiroler Landtag in den nächsten fünf Jahren? Diese Frage stellen sich derzeit wohl viele Südtirolerinnen und Südtiroler und ebenso Interessensgruppen – Wirtschaftsverbände genauso wie Sozialverbände usw. Die vier Kandidatinnen und Kandidaten, die der Südtiroler Bauernbund und die bäuerlichen Organisationen – Südtiroler Bäuerinnenorganisation, Südtiroler Bauernjugend, Seniorenvereinigung im SBB – bei der Landtagswahl 2023 unterstützen und die die Landwirtschaft, aber nicht nur, vertreten sollen, wählen die Mitglieder in einer Basiswahl.

Positive Erfahrungen mit einer Basiswahl gibt es schon. Bereits bei den letzten Landtagswahlen konnten die Mitglieder der vier bäuerlichen Organisationen im Vorfeld ihre Kandidatinnen und Kandidaten selbst bestimmen. „Die sehr gute Beteiligung bei der letzten Basiswahl und die positiven Rückmeldungen zeigten damals, dass sich die Mitglieder bereits bei der Nominierung der Kandidierenden eine starke Einbindung wünschen. Diesem Wunsch möchten wir mit einer Basiswahl auch dieses Mal entsprechen“, sagt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.

Geplant ist die bäuerliche Basiswahl zum Jahreswechsel. Voraussetzung für eine Kandidatur ist die Mitgliedschaft im Südtiroler Bauernbund oder bei den Bäuerinnen, der Seniorenvereinigung oder der Bauernjugend. Nominiert werden die Kandidatinnen und Kandidaten von den SBB-Bezirksbauernräten. Interessierte können sich ab sofort beim SBB-Bezirksobmann ihres Bezirks melden.

Alternativ können Interessierte auch Unterschriften sammeln – mindestens 500 Unterschriften von Mitgliedern der bäuerlichen Organisationen sind für die Teilnahme als Kandidat bei der Basiswahl notwendig. Und nicht zuletzt können auch die Landesgremien der bäuerlichen Organisationen je eine Kandidatin oder einen Kandidaten nominieren.

Für die Nominierung bleibt ein Monat Zeit: „Am 25. November wird die Kandidatenliste für die Basiswahl vom Landesbauernrat definitiv genehmigt“, erklärt Tiefenthaler. Gewählt wird dann zwischen Dezember 2022 und Januar 2023. Dabei sind alle Mitglieder des SBB und der bäuerlichen Organisationen wahlberechtigt.

Am Ende entscheiden natürlich die Parteien selbst, welche Kandidatinnen und Kandidaten auf die Landtagswahlliste gesetzt werden. Bei der letzten Landtagswahl schafften es alle vier in der Basiswahl nominierten Kandidatinnen und Kandidaten auf die Wahlliste ihrer Partei und konnten zur Landtagswahl antreten.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Landtagswahl: Bauernbund-Mitglieder bestimmen bäuerliche Kandidaten"


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brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Die Minderheit der Bauern regiert über die überwältigende Mehrheit der Arbeitnehmer/-Innen….

Ralph
Ralph
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

ja klar. die bauern sind organisiert, die arbeitnehmer nicht

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@brunner ….. mehr ein persönliches Empfinden als Tatsache, würde ich sagen…..bei 4 Mandatare von 18/19 Mandataren in der Mehrheit ergibt sich ein relatives Gewicht… viele Forderungen der Landwirtschaft werden nicht beachtet, leider haben wir immer mehr Personen, die den Bezug zum Primärsektor verloren haben und meinen, die Milch wird im Supermarkt produziert oder bezahlt eine Kartoffel mehr, weil “Bodenhaltung” draufsteht……. die Landwirtschaft versucht ihre Themen voranzubringen, es geht nicht um das “gegen Arbeitnehmern”, es geht um “für Landwirtschaft” und die 1000den Familien, die von der Landwirtschaft leben….

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Ohne Landwirtschaft wird keiner überleben, denn jeder brauch am Tag 3 mal einen Bauern

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 10 Tage

…da laufen alle für die Bauern..
😆

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

@Doolin….. nennt man Zusammenhalten und klare langfristige Ideen für Land und Landwirtschaft zu haben! … eine Interessensvertretung in den Entscheidungsgremien, ob Gemeinde, Land oder EU ist wohl logisch! …. und in dieser Form mehr als transparent! … andere machen das im Hintergrund und das ist schon eher ……naja…. 

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@Doolin….Interessenvertretungen haben, zumindest auf dem “geduldigen” Papier, Alle. Fragt sich nur, wie aktiv und durchsetzungsfähig Diese sind. Und vorallem, sind sie ✖ “wichtig”, werden sie dadurch von den ENTSCHEIDUNGSTRÄGERN gehört und wie werden sie dann unterstützt…..

krokodilstraene
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Die Auswahl ist groß und der Platz des Herrn aus Wengen sollte auch frei werden…

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

@ifassesnet …. der Herr aus Wengen wird wohl nicht “erste Wahl” sein,.. man sollte aber bedenken, die Vorschläge kommen vorab von den Ortsgruppen….also lassen wir uns überraschen!

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

bin gespannt, ob das Team K den Kölle wegen dem 600€-Skandal als Kandidat aufstellt, oder ob die “K”-Saubermänner und -Frauen die Skandale nur bei anderen sehen ….

thomas
thomas
Kinig
1 Monat 9 Tage

diese Oligarchie der Bauern ist sehr bedenklich weil wenig demokratisch und gehört in die Schranken gewiesen

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 9 Tage

…wer Bauernbundkandidat isch,
isch schun drin…
😝

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