Meran 2000 mit Projekt "Klaub auf"

Mit anpacken für eine saubere Umwelt

Donnerstag, 29. Juli 2021 | 19:21 Uhr

Meran – Die Bergbahnen Meran 2000 arbeiten bereits das dritte Jahr in Folge, gemeinsam mit dem Tourismusverein Hafling-Vöran-Meran 2000 sowie dem Jugenddienst Bozen-Land, an einem sauberen Berg und wollen auf die Problematik des Mülls, der Hundekot-Säckchen sowie der Nasen- und Mundschutzmasken in der freien Natur aufmerksam machen.

Das im Jahr 2019 entstandene Projekt „KLAUB AU“ (vom Südtiroler Dialekt „aufklauben“ aufheben), finanziert und initiiert von den Bergbahnen Meran 2000 und vom Tourismusverein Hafling-Vöran-Meran 2000, findet auch heuer wieder im Rahmen der Sommertätigkeiten „Jugend Aktiv“ des Jugenddienst Bozen-Land vom Montag, 2. August 2021 bis Freitag, 6. August 2021 statt.

Jugendliche werden eine Woche lang täglich die gesamten Wanderwege auf Meran 2000 abgehen und den liegengelassenen Müll einsammeln.

Grundsätzlich bemühen sich Meran 2000 Bergbahnen AG und der Tourismusverein Hafling-Vöran-Meran 2000 ständig, um einen sauberen Berg sowie um gepflegte Wanderwege. In den Orten Hafling und Vöran wird jährlich, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Hafling und Vöran und dem AVS Vöran eine gemeinsame Müllsammlung organisiert.

„Wir sind stets bemüht dieser Problematik entgegenzuwirken. Dennoch gibt es viele Besucher, die den Weg zu den Mülltonnen in der Nähe der Aufstiegsanlagen leider nicht machen und ihre Abfälle in der freien Natur liegen lassen“, so Sonja Pircher, Präsidentin der Meran 2000 Bergbahnen AG.

Die Müllsorten am Berg lassen sich in einige typische Kategorien einteilen, wie etwa Plastikflaschen, Metallgegenstände (Kronkorken, Metalldosen und -büchsen), Zigarettenstummel, Papiertaschentücher und Plastikverpackungen in den unterschiedlichsten Größen und Formen. Außerdem ist durch die Covid-19 Pandemie noch mehr Müll produziert worden und am Berg fällt dies besonders auf, da man immer wieder weggeworfene Masken vorfindet. Für die Natur seien diese achtlos entsorgten Masken fatal, denn sie zersetzen sich erst in 450 Jahren.

Die Mülleimer an den Tal- und Bergstationen der Aufstiegsanlagen wurden im vergangenen Jahr aufgerüstet und es wurden zusätzliche Abfallbehälter positioniert, welche regelmäßig entleert werden. An entlegenen Stellen wird auf Mülleimer verzichtet, da diese schnell zu Müllhalden oder gar Futterplätzen für Wildtiere werden. Wir bitten jedoch alle Naturliebhaber und Wanderer, dass der Natur und uns geholfen sei, wenn man den eigenen Müll wieder mit nach Hause mitnimmt und dort richtig trennt und entsorgt.

Ein weiteres großes Problem neben dem Müll und Masken, sind die Hundekotbeutel, die sich entlang der Wege anhäufen. Nylon benötigt ca. 60 Jahre bis es in der Natur verrottet. Den Hundekot einzusammeln ist besonders wichtig, da dieser durch Parasiten, sogenannte Neospora Caninu, zum Krankheitserreger für Kühe werden und dies eventuell zu Fehlgeburten und Missbildungen bei Kälbern führen kann.
Hundebesitzer sind recht bemüht das Häufchen zu entfernen, doch meistens scheitert es bei der Entsorgung des Säckchens, welches nicht gerne im Rucksack verstaut und so am Wegrand zurückgelassen wird. Sobald ein einziger Beutel dort liegt, wird es schnell zu einem Sammelplatz für andere Säckchen. Dann bleibt nicht nur der Hundekot in der Natur liegen, sondern auch noch das Nylonsäckchen, welches zusätzlich für Waldtiere eine Gefahr ist.

„Abfall stört nicht nur die Postkartenidylle, sondern weist auf, wie öfters unverantwortlich mit unserer Umwelt umgegangen wird. Wir bitten unsere Gäste alle Materialien in den Mülleimern an den diversen Stationen der Anlagen zu deponieren bzw. den Müll erneut in den eigenen Rucksack zu packen und zu Hause ordnungsgerecht zu entsorgen“, so Sonja Pircher.

Interessante Informationen zum Verrottungsprozess und wie die Projektwoche voranschreitet, können auf der Website meran2000.com oder auf den Social-Media-Kanälen der Meran 2000 Bergbahnen AG mitverfolgt werden.

„Nur wenn man die Natur sauber hält, kann man sich langfristig an ihr erfreuen. Wir geben unser Bestes, um unser Wandergebiet als sauberes Ausflugsziel in der Natur und Erholungsort zu bewahren“, so Peter Reiterer, Präsident des Tourismusverein Hafling-Vöran-Meran 2000.

Wenn wir alle die Ärmel hochkrempeln, dann können wir etwas verändern… deshalb KLAUB AU den Müll und hilf uns den Berg sauber zu halten!

Von: bba

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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2 Kommentare auf "Mit anpacken für eine saubere Umwelt"


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brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

Meran hat andere Probleme….Gewalt z.B.

schneidigozoggla
1 Monat 9 Tage

Jo ok obbo gewollt vordort a die Umwelt Voschmuzung

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