Es wird konkret

Nach 15 Jahren: Mautstelle Brixen Süd vor Ausbau in beide Richtungen

Mittwoch, 15. Juli 2026 | 10:33 Uhr

Von: luk

Brixen – Ein seit Jahren gefordertes Infrastrukturprojekt in Südtirol steht kurz vor der Umsetzung: Die Mautstelle Brixen Süd an der Brennerautobahn A22 soll in beiden Fahrtrichtungen nutzbar werden.

Nach Angaben der Verantwortlichen wird die Genehmigung durch die zuständigen Ministerien in Rom bis Ende Juli erwartet. Bereits im September könnte die Ausschreibung veröffentlicht werden. Der Baubeginn ist für die erste Hälfte des Jahres 2027 vorgesehen.

Der Ausbau soll die bisher nur teilweise nutzbare Mautstelle in einen vollständigen Knotenpunkt verwandeln. Derzeit können Autofahrer dort lediglich aus Richtung Norden abfahren beziehungsweise in Richtung Norden auf die Autobahn auffahren. Künftig sollen auch die fehlenden Auf- und Abfahrtsrampen entstehen.

Ziel des Projekts ist es vor allem, den Verkehr zur Industriezone von Brixen direkt über die Autobahn zu führen. Insbesondere der Schwerverkehr soll dadurch nicht mehr durch das Stadtgebiet fahren müssen. Erwartet wird eine spürbare Entlastung mehrerer Landes- und Staatsstraßen sowie stark befahrener Abschnitte wie der Mozartallee und der Fraktion Milland.

Bürgermeister Andreas Jungmann bezeichnet das Vorhaben laut der Zeitung Alto Adige als wichtigen Baustein für eine bessere Mobilität und eine effizientere Anbindung des Wirtschaftsstandorts. Auch Landesrat Peter Brunner sprach von einem Projekt, das seit mehr als 15 Jahren verfolgt werde. Bereits beim Bau der heutigen Anschlussstelle sei deren Vervollständigung gefordert worden. Seither hätten sich sowohl die Bezirksgemeinschaft als auch die Gemeinden Brixen und Feldthurns immer wieder für die Umsetzung eingesetzt.

Den entscheidenden Durchbruch brachte laut Brunner ein Treffen zwischen dem Land Südtirol und der Brennerautbahngesellschaft. Deren Präsident Hartmann Reichhalter bestätigte, dass das Projekt derzeit von den Ministerien geprüft werde. Ein wesentlicher Schritt sei zudem gewesen, den Ausbau der Anschlussstelle vom Verfahren zur Erneuerung der A22-Konzession zu entkoppeln. Dadurch konnte das Projekt unabhängig vorangetrieben werden.

Der Ausbau der Anschlussstelle ist Teil eines größeren Infrastrukturpakets. Geplant ist unter anderem auch eine neue Brücke, die die Industriezone am linken Eisackufer besser anbinden soll. Die Gespräche mit den betroffenen Grundeigentümern laufen bereits, ebenso die Verfahren für den Erwerb der benötigten Flächen.

Bezirk: Eisacktal

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