Von: Ivd
Bozen – Auf Vorschlag des italienischen Bildungslandesrats Marco Galateo hat die Landesregierung am 30. Jänner die neuen Rahmenrichtlinien für die Festlegung der Curricula der Oberstufe der italienischen Schule genehmigt. Sie treten mit dem Schuljahr 2026/2027 in Kraft. Die Maßnahme wird nun an das Unterrichtsministerium weitergeleitet, und zwar für die Anhörung und das Gutachten des Obersten Rates für den öffentlichen Unterricht. Nach Abschluss dieses Verfahrens werden die Landesleitlinien veröffentlicht und ab 1. September 2026 angewandt. Die in den Rahmenrichtlinien enthaltenen Stundentafeln werden schrittweise in den einzelnen Jahrgangsstufen angewandt.
“Mit dieser Maßnahme macht die italienische Schule einen entscheidenden Schritt hin zu einem Modell, das Bildungsqualität, Autonomie und strategische Weitsicht verbindet”, betont Landesrat Galateo. “Die neuen Leitlinien geben den Schulen einen klaren und modernen Rahmen. Sie fördern Talente, stärken Kompetenzen und bereiten darauf vor, bewusst zu handeln und zur Entwicklung des Landes beizutragen.”
Das neue Dokument ordnet und aktualisiert den Referenzrahmen für Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsschulen in umfassender Weise. Damit wird auf die tiefgreifenden Veränderungen der vergangenen fünfzehn Jahre im demografischen, sozialen, kulturellen und pädagogischen Umfeld reagiert. Die neuen Richtlinien verfolgen eine einheitliche Sicht auf die Oberstufe. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der kognitiven, emotionalen, kreativen, persönlichen und sozialen Fähigkeiten der Schüler. Dies soll durch Inklusion, Orientierung sowie durch Bildungswege in den Bereichen Bürgerkunde und Umwelt-Nachhaltigkeit gelingen. Große Bedeutung kommt auch dem Bildungserfolg, der Mehrsprachigkeit und den Kompetenzen im STEAM-Bereich (Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen, Kunst und Mathematik) zu. Dabei wird besonders auf den bewussten Umgang mit digitalen Technologien und künstlicher Intelligenz geachtet.
“Die Richtlinien als kultureller und pädagogischer Rahmen bieten den Schulen gemeinsame und solide Bezugspunkte. Gleichzeitig lassen sie Raum für didaktische Innovation, organisatorische Flexibilität und die Aufwertung der Besonderheiten jedes Bildungsumfelds”, unterstreicht Hauptschulamtsleiter Vincenzo Gullotta.




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