Brent-Öl verteuerte sich seit Kriegsbeginn um mehr als 70 Prozent

Ölpreissprung nach Trumps Absage an Iran-Vorschlag

Donnerstag, 30. April 2026 | 11:45 Uhr

Von: APA/dpa

Die Ölpreise sind am Donnerstag mit der Aussicht auf eine längere Blockade der Straße von Hormuz wieder kräftig gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent mit Lieferung im Juni kletterte um drei Prozent auf 121,62 Dollar (103,90 Euro). Zeitweise wurde bei 126,41 Dollar der höchste Stand seit 2022 erreicht.

Seit etwa einer Woche geht es mit dem Preis für Brent-Öl kontinuierlich nach oben. Mittlerweile ist Rohöl teurer als zu Beginn des Iran-Kriegs, der einen massiven Preissprung bei Energierohstoffen auslöste. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat sich Öl der weltweiten Referenzsorte Brent um mehr als 70 Prozent verteuert. Auch der Preis für Rohöl aus den USA verteuerte sich wieder. Hier stieg der Preis für ein Barrel zuletzt um fast ein Prozent auf 107,77 Dollar.

US-Militär bereitet laut Bericht neuerliche Luftangriffe vor

Nachrichten über militärische Optionen der USA im Iran trübten die Stimmung an den Märkten, sagte Analyst Rodrigo Catril von der National Australia Bank. Nach Informationen des US-Portals “Axios” will US-Präsident Donald Trump den Druck auf den Iran aufrechterhalten. Einen iranischen Vorschlag, zunächst die Seeblockade zu lockern und Gespräche über ein Abkommen zum Atomprogramm später zu führen, lehne er ab. Zugleich bereite sich das US-Militär dem Bericht zufolge auf neuerliche Luftangriffe vor, um die Verhandlungen voranzubringen.

Die für den weltweiten Gas- und Ölhandel wichtige Straße von Hormuz bleibt damit weiter blockiert und es gibt derzeit keine Aussicht auf eine Öffnung. Das treibt die Kurse am Ölmarkt immer weiter nach oben. Mittlerweile hat sich der Preis für Rohöl der Sorte Brent seit Beginn des Jahres verdoppelt.

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