Gewerkschaft macht Druck

Personalmangel im Gesundheitswesen: “Es braucht rasch langfristige Entscheidungen”

Dienstag, 11. Oktober 2022 | 10:50 Uhr

Bozen – In den kommenden Jahren werden im Gesundheitsbereich viele Fachkräfte fehlen, schon seit Monaten verschärft sich der Mangel an Ärzten, Krankenpflegern und Pflegehelfern. Das schreibt die Rentnergewerkschaft des SGBCISL.

Sie befürchtet, dass die älteren Menschen, das schwächste Glied der Gesellschaft, mehr als andere unter den Folgen leiden könnten, und fordert die Landesregierung und vor allem den Landeshauptmann und Gesundheitslandesrat Arno Kompatscher auf, rechtzeitig zu handeln und langfristig zu planen. “Wir fragen uns jedoch, wie der Landeshauptmann bei all seinen Zuständigkeiten sich sämtlicher Herausforderungen annehmen und der berechtigten Forderung nach Investitionen ins Personal im sozio-sanitären Bereich nachkommen kann”, so die Generalsekretärin Anna Rita Montemaggiore.

Laut Rentnergewerkschaft müssten nun alle Lehrgänge starten, die erforderlich sind, um jene Fachkräfte auszubilden, die wir in Zukunft noch dringender brauchen werden. Es ist auch notwendig, mit anderen Universitäten im In- und Ausland Quotenplätze zu vereinbaren, die Studierenden aus Südtirol vorbehalten sind. “In Südtirol sollen bis 2026 mit Mitteln des Aufbauplans PNRR und des Landes zehn Gemeinschaftshäuser und drei Gemeinschaftskrankenhäuser mit Schwerpunkt Krankenpflege eingerichtet werden. Was bringen aber neue Strukturen, wenn das notwendige Personal fehlt?”, warnt die Landessekretärin der Rentnergewerkschaft des SGBCISL.

In Bezug auf das Landesgesetz zum aktiven Altern, das kürzlich vom Landtag verabschiedet wurde, hofft die Rentnergewerkschaft, dass dieses Gesetz seinem Namen auch gerecht wird und ein aktives und gesundes Älterwerden fördert. Vorbeugung müsse die oberste Priorität sein. „Es braucht jetzt den Willen, die Weichen zu stellen und langfristige Entscheidungen zu treffen. Ältere Menschen haben ein Recht auf einen aktiven und gesunden Lebensabend,“ so Anna Rita Montemaggiore vom SGBCISL abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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16 Kommentare auf "Personalmangel im Gesundheitswesen: “Es braucht rasch langfristige Entscheidungen”"


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wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

Die Claudiana ent- italienisieren und mehr praxisorientierter Unterricht!

letzwetto
letzwetto
Tratscher
1 Monat 26 Tage

Unsere studenten gehen fast alle österreich. Kein italienisch, keine studiengebührn, viel einfacher, artzt pfleger per du. Wiso sollen sie bei uns studieren?? Stocker- widmann…..! Hr. Kompatscher rette unsere sozialen berufe

eva
eva
Grünschnabel
1 Monat 26 Tage

Es sind zuwenig Pflegestudenten. Das hat nichts mit Italienisch oder Sprache zu tun , sondern allein mit der Tatsache , dass sowohl das Studium als auch die Arbeit sehr anspruchsvoll ist…. nicht nur wegen Turnusarbeit, Verantwortung, Stress,… sondern auch weil die jungen heute schlau genug sind und sich vorher erkundigen was sie verdienen…

Savonarola
1 Monat 26 Tage

das gilt auch für andere Bereiche des öffentlichen Dienstes. In ca. einem Jahr, rechtzeitig zu den Wahlen, werden aufgrund nicht erfolgter Nachbesetzung von durch Pensionierung frei gewordener Stellen, der lächerlichen Entlohnung, der mangelnden Wertschätzung und der Vogel-Strauss-Politik der zuständigen Entscheidungsträger wichtige Teile der öffentlichen Verwaltung zum Stillstand gekommen sein und die Wirtschaft und das Wohlergehen der Bevölkerung zum Erliegen kommen.

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

@Savonarola… lächerliche Entlohnung?… die Privatwirtschaft sucht hängeringend nach Arbeitskräften! Einfach in die Privatwirtschaft wechseln, da muss man aber auch was leisten und nicht nur Kaffeetrinken…

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

Ich frage mich was bestimmte Beamte gerade machen, wenn es in bestimmten Sektoren beim Land keine Beiträge gibt und damit auch keine Beitragsgesuche bearbeitet werden müssen. Man hat mir von einem Amt erzählt, dass jährliche Beiträge bearbeitet, die geringer sind, als die Kosten des Personals, dass diese bearbeitet! Man sollte die Effizienz der Ämter messen und gegebenenfalls auch schliessen! Bürokratieabbauen! weniger Auflagen = weniger öffentliche Beamte notwendig = mehr Personal für andere Berufssparten und dem produzierenden Gewerbe und damit auch für Seniorenheime!

Trotzerin
Trotzerin
Grünschnabel
1 Monat 26 Tage
@Oracle Erspar dir diesen Komentar vom Kaffeetrinken ! schau dir lieber vor Ort an oder melde dich für einen Freiwilligendienst , dann kannst du sehen wie streng die Arbeitsbedingungen sind ! Solange solche Zustände herrschen , ist es nicht verwunderlich , daß Personal fehlt u. sich nicht Leute dafür melden . Die Politik macht reichlich wenig dafür u. redet immer alles schön . Die Arbeit im sozialen Bereich muß endlich aufgewertet werden mit Lohnerhöhungen u. besseren Turnusplänen u. besseren Bedingungen . Ist ja klar , daß viele anderswo die Arbeiten verrichten , wo sie mehr geschätzt u. die besseren Bedingungen… Weiterlesen »
Savonarola
1 Monat 26 Tage

@Oracle

nenne mir bitte konkrete Vorfälle con nur Kaffeetrinken. Amt und Name des Bediensteten, und warum du keine Beschwerde eingereicht hast.

Savonarola
1 Monat 26 Tage

@Oracle

das ist aber Schuld der Politik und nicht des Beamten.

obr jetz.
obr jetz.
Tratscher
1 Monat 26 Tage

Alles so gewollt. Ansonsten ist es kaum möglich ein so gut funktionierendes Gesundheitswesen, wie wir es vor 15 Jahren noch hatten, so an die Wand zu klatschen.
Aber suspendiert weiter, bezahlt die Pflegekräfte weiter so unterirdisch, verschleißt die Gebliebenen weiter surch Überstunden, verlangt noch mehr Bürokratie, macht die Claudiana noch schwerer, vielleicht ganz auf Italienisch?
Funktioniert sicher!!!!

So ist das
1 Monat 26 Tage

Dank der SVP wird es sicher so weitergehen 🤔

loisl
loisl
Grünschnabel
1 Monat 26 Tage

Ungeimpfte arbeiten lassen… hatten doch eh alle bereits corona und sind immunisiert.

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 26 Tage

Statt die Schwächsten unserer Gesellschaft zu schützen, haben sie alles verschlampt! Eine Schande wie weit wir gesunken sind!

NaSellSchunSell
NaSellSchunSell
Superredner
1 Monat 26 Tage

tja, bei den Gehältern ist es nucht verwunderlich, wenn viele Südtiroler*innen nach der Ausbildung ins Ausland abwandern, wo man viel mehr verdient als hier.

pingoballino1955
pingoballino1955
Superredner
1 Monat 26 Tage

Niemand kann auf zehn Hochzeiten gleichzeitung tanzen, das scheint der LH nicht zu kapieren.

Rabe
Rabe
Superredner
1 Monat 26 Tage

4 Jahre dann sind wieder Wahlen

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