Von: luk
Terenten/Mühlwald/Innichen – Die Sanierung von Konsolidierungssperren am Terentner Bach und die Sanierung einer Rutschung unterhalb der Sonnenstraße am Gruipbach in der Gemeinde Terenten, die Errichtung eines Rückhaltebeckens am Brunnbergbach in der Gemeinde Mühlwald und die Anpassung und Sanierung einer Künette am Bachler Bach in der Gemeinde Innichen: Am 8. Juli haben Bevölkerungsschutzlandesrat und Landeshauptmann Arno Kompatscher und sein Ressortdirektor Ulrich Stofner mit Vertretern der jeweiligen Gemeinden mehrere Bauwerke der Wildbachverbauung im Pustertal in Augenschein genommen, in Begleitung des Direktors der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger mit dem Direktor des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost Sandro Gius und Technikern der Wildbachverbauung.
“Es ist wichtig, sich vor Ort ein Bild zu verschaffen”, unterstrich Landeshauptmann und Bevölkerungsschutzlandesrat Arno Kompatscher: “Gerade kleine Bäche können nach Starkregenereignissen innerhalb kürzester Zeit zu reißenden Flüssen werden. Umso wichtiger ist es, in die Prävention zu investieren und bestmöglich für kommende Ereignisse gerüstet zu sein.”
Sanierte Sperrenstaffelungen im Terentner Bach in Terenten
Sperrenstaffelungen aus den 1960er-Jahren im Terentner Bach in der Gemeinde Terenten weisen teilweise erhebliche Bauschäden auf, ihre Funktionstüchtigkeit ist daher nicht mehr durchgehend gewährleistet. Im Zuge eines von Thomas Gamper vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost in der Agentur für Bevölkerungsschutz ausgearbeiteten Instandhaltungsprojekts mit einem Gesamtvolumen von 150.000 Euro ist daher deren Sanierung vorgesehen. Derzeit arbeiten Vorarbeiter Martin Riml und sein Bautrupp bei drei dieser Konsolidierungssperren am Terentner Bach; eine vierte Sperre wird abgebrochen und neu errichtet.

Nach einem Starkregenereignis hatte sich in den vergangenen Jahren unterhalb der Sonnenstraße im Gemeindegebiet von Terenten am Bacheinhang des Gruipbaches eine rund 3000 Quadratmeter große Erosionsfläche gebildet. Diese gefährdete die Stabilität des talseitigen Böschungsfußes der Landesstraße und könnte zudem zu einem erheblichen Materialeintrag in den Gruipbach führen. Die Rutschung konnte bereits im Vorjahr im Rahmen eines von Sabrina Horak vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost betreuten Projekts erfolgreich mit ingenieurbiologischen Maßnahmen saniert werden. Die Kosten des in Eigenregie umgesetzten Projekts beliefen sich auf rund 80.000 Euro.
Neue Sperre im Brunnbergbach oberhalb von Mühlwald
Das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost hat Anfang März dieses Jahres mit der Errichtung eines Rückhaltebeckens mit einer Rückhaltesperre aus Stahlbeton im Brunnbergbach direkt oberhalb von Mühlwald begonnen. Der Graben des Brunnbergbaches durchquert den gesamten verbauten Ortskern von Mühlwald und weist mehrere Straßenunterführungen auf. Vor allem im oberen Teil der Siedlung verläuft der Bach mit einem unterdimensionierten Fließquerschnitt durch steiles Gelände. Die laut Gefahrenzonenplan bei einem Murereignis zu erwartende Geschiebemenge von etwa 2500 Kubikmetern führt dazu, dass im Ortskern großflächig Zonen mit hoher und sehr hoher Gefahr ausgewiesen sind. Mit dem Bau des Rückhaltebeckens, das für diese Geschiebemenge ausgelegt ist, wird diese Gefahr eingedämmt. Die Arbeiten führen Vorarbeiter Hubert Brugger und sein Bautrupp aus, Bauleiter ist Martin Moser vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost. Das Projekt wurde im Auftrag der Gemeinde Mühlwald vom Büro Alpinplan ausgearbeitet. Die Finanzierung erfolgt mit Landesmitteln.
Neue Künette im Bachler Bach in Innichen
Der Bachler Bach, ein orografisch linksseitiger Zubringer der Drau am Innichberg, verläuft hangquerend direkt oberhalb von Wohngebäuden in einem stark sanierungsbedürftigen und unterdimensionierten gemauerten Graben, einer Künette. Aufgrund des schlechten baulichen Zustands mit ausgebrochenen Steinen und bereits beträchtlichen Wasserverlusten wurde entschieden, das gesamte Bauwerk zu erneuern und für ein maximales Abflussszenario von rund sechs Kubikmeter pro Sekunde auszulegen. Im Einsatz sind Vorarbeiter Edmund Messner und sein Bautrupp, Projektant und Bauleiter ist Martin Moser. Die Baukosten für den rund 300 Meter langen Abschnitt belaufen sich auf 380.000 Euro und werden aus dem Budget der Agentur für Bevölkerungsschutz finanziert.






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