Gemeinsam stärker

Runder Tisch mit HGV, gastgewerblichen Schulen und der Politik

Freitag, 08. Mai 2026 | 11:05 Uhr

Von: mk

Bozen – Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) lud kürzlich zum sechsten „Runden Tisch“ ein, einem Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der gastgewerblichen Schulen und des HGVs. Beim „Runden Tisch“ werden die Bemühungen von Schule und Wirtschaft für die Ausbildung im Hotel- und Gastgewerbe in den Mittelpunkt gestellt und aktuelle Anliegen und Herausforderungen besprochen. In diesem Jahr war die Landesberufsschule (LBS) Gutenberg in Bozen mit Direktorin Edit Meraner die Gastgeberin des Austauschs.

Alexandra Silvestri, Leiterin der HGV-Abteilung People & Culture, gab einen Überblick über den aktuellen Stand von JOIN future hospitality – der Arbeitgebermarke für Südtirols Hospitality. JOIN hospitality richtet sich an Arbeitgebende, Fachkräfte, Auszubildende und die Südtiroler Bevölkerung mit dem Ziel, die Branche als attraktiven Arbeitsplatz zu positionieren und weiterzuentwickeln. Zentrales Element ist dabei der Readiness-Check, ein Online-Fragebogen für Arbeitgeber. Rund 170 Betriebe haben den Check bereits absolviert. „Der Readiness-Check zeigt auf, wo die Betriebe stehen. Unser Ziel ist es, sie auf dem Weg zu einem attraktiven Arbeitgeber zu begleiten und ihnen konkrete Werkzeuge in die Hand zu geben, die es ihnen ermöglichen, Maßnahmen leichter umzusetzen”, betont Alexandra Silvestri.

Thematischer Schwerpunkt des Treffens war die berufliche Weiterbildung und die Möglichkeiten, auch Quereinsteigern eine fundierte Wissensbasis zu vermitteln. Es wird künftig darum gehen, wie Schulen und Wirtschaft ihre Angebote besser aufeinander abstimmen können. „Die Diskussion hat gezeigt, dass sich die Berufe in der Hospitality verändern, ebenso wie die Bedürfnisse der Gäste und Mitarbeitenden. Eine kontinuierliche Weiterbildung ist unabdingbar”, betonte Judith Rainer, HGV-Vizepräsidentin und Vorsitzende der Arbeitsgruppe JOIN.

Beim Treffen anwesend waren auch Landesrat Philipp Achammer und Peter Prieth, Landesdirektor für  deutschsprachige Berufsbildung. Landesrat Achammer betonte die wachsende Bedeutung des zweiten Bildungswegs: „Die berufliche Weiterbildung und der zweite Bildungsweg sind angesichts des Fachkräftemangels keine Option mehr, sondern zu einer Notwendigkeit geworden. Wir müssen Wege finden, um die Qualität der Ausbildung zu sichern und gleichzeitig für alle offen sein, die in die Branche einsteigen möchten.”

Bezirk: Bozen

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