Öffentliche Anhörung

Schüttelbrot: Geografische Angabe soll die traditionelle Spezialität schützen

Mittwoch, 11. Oktober 2017 | 16:29 Uhr

Bozen – Am heutigen Mittwoch fand um 15.00 Uhr im Hauptsitz des Handels- und Dienstleistungsverbandes Südtirol (hds) in Bozen, die öffentliche Anhörung für die Hinterlegung der geographisch geschützten Zone für das Südtiroler Schüttelbrot statt.

Über Jahrhunderte hinweg haben sich in Südtirol landestypische Brotsorten entwickelt. Zu den bekanntesten gehört das Schüttelbrot. Einige Bäcker aus Südtirol haben sich zusammengeschlossen und den Verein „Südtiroler Schüttelbrot g.g.A.“ gegründet. Die geschützte geografische Angabe (g.g.A.) ist ein Eu-Gütezeichen, das für die Qualität hochwertiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Lebensmittel bürgt. Die Bezeichnung g.g.A. dient somit dem Schutz von Südtiroler Schüttelbrot, das nach einem bestimmten traditionellen Verfahren nur in Südtirol hergestellt wird. Gleichzeitig schützt das Gütesiegel den Verbraucher vor Imitaten.

Der Verein hat beim Landwirtschaftsministerium in Rom um die Registrierung vom Südtiroler Schüttelbrot angefragt. Nachdem das Ministerium verschiedene Abklärungen durchgeführt hat und das Ansuchen positiv bewertet hat, kommt es nun zur öffentlichen Anhörung, so wie es in der Eu-Verordnung 1151/2012 und im Dekret des Ministeriums vom 14. Oktober 2013 vorgesehen ist. Nach der Anhörung und der Veröffentlichung im Amtsblatt der Republik wird das Ansuchen vom Ministerium an die Eu-Kommission geschickt.

Zu dieser Anhörung werden alle Gemeinden, in welchen Südtiroler Schüttelbrot hergestellt wird, die Berufsorganisationen, die Hersteller und die Wirtschaftstreibenden eingeladen. Anlässlich dieses Treffens werden Vertreter des Landwirtschaftsministeriums das entsprechende und für die Hinterlegung notwendige Pflichtentenheft vorlesen. Alle Anwesenden haben die Möglichkeit, sich über den Inhalt zu informieren und allenfalls einen formellen Einspruch zu erheben.

Die geographisch geschützte Zone für das „Südtiroler Schüttelbrot g.g.A.“ ist Südtirol. Jeder Bäcker außerhalb der geographisch geschützten Zone kann den Typennamen „Schüttelbrot“ jedoch trotzdem verwenden, ohne die geographische Bezeichnung Südtirol/Alto Adige.

Das dünne Fladenbrot wird aus einem weichen Roggenteig hergestellt. Hefe oder Sauerteig dienen zur Lockerung und die Gewürze verbessern den Geschmack. Die weichen Teiglinge werden dünn aufgetragen und anschließend knusprig gebacken. Schüttelbrot besteht fast zur Gänze aus Kruste und wird zu Speck, Wurst, Käse und Wein oder auch als Knabbergebäck serviert.

Das Pflichtenheft für „Südtiroler Schüttelbrot g.g.A.“ ist auf der Internetseite des hds www.hds-bz.it unter Berufsgruppen zu finden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "Schüttelbrot: Geografische Angabe soll die traditionelle Spezialität schützen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
22 Tage 6 h

10 bis 12 € das kilo da kann man gerne drauf verzichten ……..

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
22 Tage 3 h

…geschüttelt, nicht gerührt… 😅

knoflheiner
knoflheiner
Superredner
7 Tage 10 h

wenn ich ihn schüttel wird er auch hart😜

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