Südtiroler Imkerbund zeichnet besorgniserregendes Bild

“Schwieriges Jahr für Südtirols Bienen”

Montag, 20. Mai 2019 | 17:41 Uhr

Bozen – Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Ernährungssicherheit ist elementar für die Menschheit und auch für die Landwirtschaft in Südtirol. Daran erinnert der Südtiroler Imkerbund zum heutigen Weltbienentag.

“Nahezu 100 Prozent der Obstbauanlagen in Tallagen und bis zu 90 Prozent in Waldnähe bestäubt die Honigbiene. Sie ist maßgeblich an der Wertschöpfung beteiligt und somit ein fester Partner. Nach erfolgreicher Obstblüte steht es nun aber sehr schlecht um die Südtiroler Bienen. In den letzten Wochen haben die Bienen bei der Kälte und Regenwetter viele Vorräte gebraucht, aber das Nahrungsangebot ist begrenzt“, so der Obmann im Südtiroler Imkerbund Engelbert Pohl. „Wir sind gezwungen unsere Völker zu füttern, auch die Schwarmgefahr ist sehr groß. Dazu kommt, dass wir gezwungen sind, durch den Pflanzenschutzmitteleinsatz nach der Obstblüte unsere Bienenvölker aus den warmen Gebieten im Tal wegzubringen und am Berg sind die Temperaturen noch niederer und das Wachstum durch die Wetterlage extrem weit hinten.“

Der Südtiroler Imkerbund fordert mehr Ökoanbau, mehr Biodiversität und damit mehr pestizidfreie Zonen in den Tallagen über das ganze Jahr hindurch, „ansonsten steht es schlecht um unsere Bienen und der Bestäubung im Obst- und Gemüseanbau, aber auch um unserer wichtigen Honigernte. So kriegen wir die Völker nicht durch“.

Der Südtiroler Imkerbund zählt 3.500 aktive Imker und Imkerinnen mit rund 35.000 Bienenvölker mit rund 2.1 Milliarden Bienen. „Wir reden hier von definitiver Existenzfrage vieler in Südtirol. Sieben von zehn Gemüse- und Obstpflanzen werden von den Bienen bestäubt. Wenn wir so weitermachen und dann noch ein solches Wetter einsetzt wie heuer – dann kann sich jeder ausmalen, was dann passieren wird“, schließt der Obmann.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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17 Kommentare auf "“Schwieriges Jahr für Südtirols Bienen”"


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Tobi
Tobi
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Firn Wetter kennen mir ober nix. Des werd seit Johrzehnten a so gmocht, nor werd wegn oan Johr Scheißwetter a nix passieren.
Die Gemeinden solletn af Brachflächen Bluamenwiesen onsahnen. Sette Flächen warn genua umer.

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Tobi
warum fühlst du dich immer betroffen? schwimmst ja förmlich in Mitleid….Auch die Landwirtschaft kann Blühpfanzen ausbringen, sowie es in Deutschland bereits praktiziert wird

Tobi
Tobi
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

@Aurelius Weil seit Johren gezielt gegen Obstbau ghetzt werd. Und sell zu unrecht.
Mir sein af die Bienen ungwiesen genauso wia die Imker af ins. Deswegen wunderts mi, dass iats mir Schuld sein, dass huier es Wetter spinnt.
I konn schun a Blumenwies aussahnen untern Hogelnetz, wenn du mr an Imker suachsch der mr die Bienen bring

werner71
werner71
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Tut sie übrigens schon und wird in Zukunft sicher noch mehr geschehen. Aber wie schauts mit den Privatgärten aus, muss es da immer Rollrasen sein?

Igor
Igor
Tratscher
1 Monat 6 Tage

@Tobi
die Imker sind auf den Obstbau angewiesen? 🤣Jeder Imker, wenn es nach ihm und den Interessen seiner Bienen ginge, würde statt jeder Obstplantage liebend gerne lieber eine artenreiche Blumenwiese sehen.
Ist aber wirtschaftsbedingt heutzutage nicht möglich, daher machen viele Imker gute Miene zum “bösen Spiel”, und weichen mit ihren Bienen, so gut es geht, den Obstplantagen aus. Das Warum ist in dieser Presseaussendung treffend beschrieben.😏

So sig holt is
So sig holt is
Superredner
1 Monat 6 Tage

@Aurelius stimmp, bei mir stian poor bluamen, wo i nit behondeln muas… ober i find schun a, dass die gemeinden stott iberoll de stuaner zu sahnen, poor bluamen inni setzen… logisch geats do a wieder ums geld, weil hel muas man um vieles mehr pflegen, stuaner sein schneller und billiger… wenns mein opa nimmer pockt werr i mir selber poor bienen richten, tua sie zur Blüte in die wiesen, dornoch bissl heacher in wold inni und loss ihmene in honig wenn sie brauchen.. dor honig isch für mi nit so wichtig wia für die Imker..

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@Tobi
Fakt ist dass durch jahrzehnze langes ausbringen Der Insektiziede die Biodiversität und die Artenvielfalt zurückgegangen ist

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@werner71
nein sollte und muss umgelenkt werden. Jeder hat verantworten und kann seinen Beitrag leisten

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@So sig holt is
sehe ich auch so👏

Zugspitze947
Zugspitze947
Superredner
1 Monat 6 Tage

Tobi:bisch scheinbor Forbenblind ! Man hot jo überoll lei Epflbam stian,kuane Hecke oder an Strauch für Insekten oder Vögel losst mer in Rua ! Lei Geldgeil sein die Obstbauern und derzua a no Steuerbegünstigt ! Es seits selber Schuld an der Misere,ober sel isch enk jo gleich solong der Rubel rollt….. 🙁

Messer
Messer
Neuling
1 Monat 6 Tage
@Zugspitze947 Sie haben ja viel Ahnung… welche Hecke würden sie empfehlen? Blühzeitpunkt sollte ausserhalb der Hauptspritzzeit liegen ebenso in einer Zeit wo die Natur von sich aus wenig gibt. also ? unter den Apfelbäumen wachsen im Schnitt bis zu 25 verschiedene Gräser und Kräuter, nicht bei allen das volle Sortiment aber dafür befliegt die Biene ja fast 10 quadratkilometer womit sich die Zahl ja nochmals erhöht. die Bauern entfernen dieses Angebot bevor die notwendigen Massnahmen erfolgen, dannach dürfen die Blüten auch wieder die Wiesen zieren.und unser Gebiet ist nicht mit Zonen in Deutschland zu vergleichen, wo es wirklich enorme Flächen… Weiterlesen »
Mauler
Mauler
Superredner
1 Monat 6 Tage

Leider interessiert des in Südtirol koanen…
Bei ins do geats lei umen Wolf!!!

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Mauler
weil die Imkerei keine Lobby Hot wia ondere

Ei
Ei
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Nö mehra spritzn na weschts sicho bessa…. 😋

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 6 Tage

weils hier ja so gesund ist zu leben.

Tanne
Tanne
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Nicht mehr lange, und die Obstbäume gedeihen auch im höchst gelegen Dorf, auf 1900 Metern Meereshöhe in Sulden zum Beispiel. Wir Menschen müssen nur dafür Sorgen,dass keine Parasiten wie Raubtiere und andere für den Menschen nicht Nützliche Tiere aufkommen. Turbokühe, ohne Schwanz, ohne Hörner, ohne Rückrat. Obst und Wein hinauf bis auf die Gipfel, Geld, Geld, Geld, und mir gehört die Welt.

Tabernakel
1 Monat 6 Tage

Um die Honigbienen kümmern sich die Imker. Ein größeres Problem ist es für die Wildbienen.

https://wildbieneundpartner.ch/biodiversitaet/

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