Von: mk
Bozen/Leifers – Die Gesellschafterversammlung der SEAB AG, die am vergangenen Donnerstag (30.04.2026) im Bozner Rathaus zusammengetreten ist, hat die Jahresbilanz 2025 offiziell genehmigt. Dies ist der erste Rechenschaftsbericht unter der Leitung des im Juni 2025 ernannten neuen Verwaltungsrates: Ein Jahr, in dem das Unternehmen seine Rolle als wesentlicher operativer Arm für die Verwaltung der städtischen Dienstleistungen von Bozen und Leifers gefestigt hat.
Die Finanzdaten spiegeln ein gesundes Management wider: Der Umsatz stieg um 11,9 Prozent auf 56,7 Millionen Euro, bei einem Reingewinn von 4,26 Millionen Euro. Da es sich um ein öffentliches Unternehmen im Dienste der Gemeinschaft handelt, ist der gesamte erwirtschaftete Wert nicht auf Gewinn ausgerichtet, sondern wird vollständig in das Gebiet reinvestiert, um die höchste Qualität der öffentlichen Dienstleistungen zu gewährleisten.
Der Bürgermeister von Bozen, Claudio Corrarati, betonte diesen Aspekt: “Die wirtschaftliche und finanzielle Solidität unserer Inhouse-Gesellschaft ist die Voraussetzung für eine ausgewogene und nachhaltige Verwaltung, die der Stadt einen konkreten Mehrwert zurückgeben kann. Die heutigen Ergebnisse zeigen, dass SEAB ein gut geführtes Unternehmen ist. Diese positiven Daten sind zwar erfreulich, müssen aber vor allem ein Ansporn sein, immer mehr und besser zu werden. Unser vorrangiges Ziel ist es, diese Effizienz in eine noch gründlichere und pünktlichere Stadtreinigung umzusetzen: Wir wollen, dass jeder Bürger die Früchte dieser soliden Verwaltung durch ein immer gepflegteres Stadtbild wahrnimmt und somit Taten auf die berechtigten Erwartungen derer antwortet, die Bozen tagtäglich erleben.”
Das Jahr der Investitionen: Fokus auf das Wassernetz
Das Jahr 2025 war von einem Rekordinvestitionsvolumen in Höhe von 21,1 Millionen Euro geprägt. Der bedeutendste Teil dieser Mittel (13,3 Millionen) floss in den Wassersektor, auch dank des PNRR-Projekts (von der EU mit ca. 8,1 Millionen kofinanziert). “Dank des PNRR haben wir einen enormen technologischen Schritt gemacht”, erklärte der Präsident von SEAB, Kilian Bedin. “Wir haben stadtweit 13.300 Smart Meter zur Verbrauchsüberwachung in Echtzeit installiert, Netzabschnitte in verschiedenen Stadtvierteln ausgetauscht und einen digitalen Zwilling unseres Wasserverteilungsnetzes erstellt. Dadurch konnten wir die Wasserverluste von 32,07 im Jahr 2023 auf 23,97 Prozent im Jahr 2025 senken. Der Einsatz geht weiter: Für 2026 treiben wir bereits das Projekt Kohlern für den Anschluss an das Wasser- und Abwassernetz voran.”
Dienstleistungen für die Bürger: Umwelt, Parkplätze und Sport
Die Bilanz analysiert auch die Entwicklung der operativen Bereiche. Während das Abfallaufkommen in Bozen stabil blieb, war in Leifers ein Anstieg der getrennten Müllsammlung zu verzeichnen. Der Bürgermeister von Leifers, Giovanni Seppi, zeigte sich erfreut über die Synergie zwischen den beiden Gemeinden: “SEAB repräsentiert die Stärke unserer Gemeinschaft: Die koordinierte Verwaltung zwischen unseren beiden Gemeinden durch diese Gesellschaft stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Gesellschafter einer so soliden Realität zu sein, ermöglicht es uns, den Bürgern von Leifers exzellente Dienstleistungen anzubieten, wobei wir auf nachhaltiges Wachstum und eine Zusammenarbeit setzen, die beidseitige Vorteile in Bezug auf Innovation bringt.”
Parallel dazu verzeichnete der Parkplatzsektor dank wettbewerbsfähiger Tarife einen Anstieg der Nutzerzahlen, während die Sparkasse Arena ihre Rolle als Anziehungspunkt mit einer Auslastung von über 90 Prozent während der gesamten Woche bestätigte.
Der Wert des Humankapitals
Abschließend hob der Generaldirektor von SEAB, Matthias Fulterer, die operative Struktur des Unternehmens hervor, das heute 300 Mitarbeiter beschäftigt: “Hinter diesen Zahlen stehen 300 Mitarbeiter, die jeden Tag mit Engagement die wesentlichen Dienstleistungen für unsere Städte garantieren. Ihnen gilt mein tiefster Dank für ihren täglichen Einsatz vor Ort: Ihre Professionalität ist die wahre Säule, auf der die Effizienz des Unternehmens und die Lebensqualität unserer Bürger ruhen.”




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