Sony hat im März angekündigt, die Preise für die PS5 anzuheben

Sony hofft nach PS5-Absatzeinbruch auf neuen Videospiel-Hit

Freitag, 08. Mai 2026 | 10:39 Uhr

Von: APA/Reuters

Der japanische Elektronikkonzern Sony rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 mit einem Umsatzrückgang in seiner wichtigen Videospiele-Sparte. Die Erlöse dürften dort um 6 Prozent auf 4,4 Billionen Yen (23,9 Mrd. Euro) sinken, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Gewinn soll dagegen wegen einer Abschreibung im Vorjahr um 30 Prozent zulegen. Die Verkäufe der PlayStation5 (PS5) waren im vierten Quartal 2025/26 um 46 Prozent auf 1,5 Millionen Einheiten eingebrochen.

Sony kämpft derzeit mit steigenden Preisen für die knapp gewordenen Speicherchips und hatte deshalb im März angekündigt, die Preise für die PS5 anzuheben – zum zweiten Mal in weniger als einem Jahr. In den USA verlangt Sony nun um 100 Dollar mehr. Einen deutlichen Schub für die Plattform erwarten Experten von der Veröffentlichung des Videospiels “Grand Theft Auto VI” (GTA VI) im November. “Ich bin optimistischer als Sony und denke, dass der Markt die Auswirkungen von ‘GTA VI’ unterschätzt”, sagte Serkan Toto, Gründer der Beratungsfirma Kantan Games.

Umsatzminus in Videospiel-Sparte drückt Prognose

Das erwartete Umsatzminus in der Videospiel-Sparte, die rund ein Viertel des Konzernumsatzes ausmacht, drückt auch die Prognose insgesamt: Sony rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Rückgang des Konzernumsatzes um ein Prozent auf 12,3 Billionen Yen. Der Betriebsgewinn soll dagegen um 11 Prozent auf 1,6 Billionen Yen steigen. Im abgelaufenen Jahr war der Umsatz um vier Prozent auf 12,5 Billionen Yen und der Betriebsgewinn um 13 Prozent auf 1,45 Billionen Yen gestiegen. Damit verfehlte das Unternehmen die Schätzungen der Analysten, die LSEG-Daten zufolge mit 1,56 Billionen Yen gerechnet hatten.

Bei den Anlegerinnen und Anlegern sorgte allerdings die Ankündigung eines groß angelegten Aktienrückkaufs für Erleichterung: Die Sony-Papiere legten in Tokio um 2 Prozent zu und machten damit einen Teil ihrer jüngsten Verluste wett.

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