Von: luk
Innsbruck – Am 2. März wurde der Wissenschaftspreis der Stiftung Südtiroler Sparkasse verliehen. Der Preis würdigt exzellente wissenschaftliche Gesamtwerke von Wissenschaftler der Universität Innsbruck, die maßgeblich zum Erfolg der Universität beigetragen haben: Helmut Ritsch wurde für seine Forschungsleistungen im Bereich der Theoretischen Quantenoptik ausgezeichnet. Ruben Sommaruga erhielt den Preis für herausragende limnologische Forschung in Gebirgsgewässern.
Der Wissenschaftspreis für außergewöhnliche Forschungsleistung der Stiftung Südtiroler Sparkasse wird seit dem Jahr 2008 an der Universität Innsbruck verliehen. In diesem Jahr entschied die Jury, den Preis an zwei Forschende zu vergeben: Der Physiker Helmut Ritsch und der Limnologe Ruben Sommaruga nahmen die Urkunden in feierlichem Rahmen in der Claudiana in Innsbruck entgegen. Die Verleihung erfolgte durch Stiftungspräsident Stefan Pan und Vizerektor Gregor Weihs.
Des weiteren wurden im Rahmen der Feierlichkeiten die Forschungspreise der Stiftung Südtiroler Sparkasse verliehen: Monika Cziferszky (Institut für Pharmazie, AB Pharmazeutische Chemie), Federica Malfatti (Institut für Christliche Philosophie) und Thomas Wegmann (Institut für Germanistik) wurden für hervorragende, aktuelle Forschungsleistungen ausgezeichnet.
Vizerektor Gregor Weihs bedankte sich bei der Stiftung Sparkasse Südtirol für die langjährige Zusammenarbeit und Förderung der Innsbrucker Wissenschaft und betonte die Bedeutung öffentlicher Würdigungen wissenschaftlicher Errungenschaften.
Die Wissenschaftspreisträger
Helmut Ritsch ist Professor für Theoretische Physik an der Universität Innsbruck. Seine Forschungsgebiete umfassen theoretische Quantenoptik, Hohlraum-Quantenelektrodynamik und die Physik ultrakalter Gase mit starken Verbindungen zur Quanteninformationstheorie und Quantenpräzisionsmessung. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der quantenphysikalischen Beschreibung von Materie und Lichtwellen, die durch Energie- und Impulsaustausch stark gekoppelt sind. Seit mehr als 30 Jahren leitet er die Forschungsgruppe für Quantenoptik und Hohlraum-Quantenelektrodynamik am Institut für Theoretische Physik der Universität Innsbruck. Jeweils von 2009 bis 2013 und von 2017 bis 2021 war er ebendort als Institutsleiter tätig.
Ruben Sommaruga ist Professor für Limnologie am Institut für Ökologie an der Universität Innsbruck, welches er von 2012 bis 2020 leitete. Sein Forschungsinteresse gilt der Gewässerökologie, wobei er ein breites Spektrum an Themen abdeckt: von der Virenökologie, der physikalischen Limnologie und Photobiologie bis hin zu den Auswirkungen des Klimawandels auf aquatische Ökosysteme. Im Zentrum seiner Forschung steht seit über drei Jahrzehnten die Frage, wie sich Organismen an die Umweltbedingungen von Hochgebirgsökosystemen anpassen und wie Gebirgsgewässer durch globale Veränderungen beeinflusst werden. Die Forschungsarbeit erfolgt in verschiedenen aquatischen Ökosystemen, in erster Linie in den Alpen, aber auch in den Anden, im Himalaya, im Bale-Gebirge und in Grönland.
Die Forschungspreisträger
Die Pharmazeutin Monika Cziferszky ist als Assoziierte Professorin im Arbeitsbereich für Pharmazeutische Chemie tätig. 2018 nahm sie eine Laufbahnstelle an der Universität Innsbruck an und etablierte ihre Forschung im Bereich der Massenspektrometrie von metallhaltigen pharmazeutischen Wirkstoffen. Den Preis erhielt sie für drei Publikationen zu diesem Forschungsbereich, die den Kern ihrer Habilitationsschrift bilden.
Die Philosophin Federica Malfatti ist Assoziierte Professorin am Institut für Christliche Philosophie. Die Auszeichnung erhielt sie für ihre Monographie „The Social Fabric of Understandig“. Malfatti analysiert in dem Werk, wie Verstehensprozesse gelingen und welche Rolle das soziale Umfeld dabei spielt.
Der Germanist Thomas Wegmann ist Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft am Institut für Germanistik. In seinem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigt er sich mit dem Begriff des „Wohnens“. Wohnen lasse sich nicht auf materielle Baukörper reduzieren, es handle sich vielmehr um ein historisch wie lokal wandelbares Bündel verschiedenster Tätigkeiten und Verrichtungen, das sich nur über Bilder und Erzählungen erschließen lasse, so Wegmann.




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