„Was die Politik vermasselt hat, sollen jetzt die Kleinen ausbaden?"

Südtirols Betten Stop and Go

Samstag, 26. März 2022 | 09:09 Uhr

Bozen – Die Diskussion rund um das Tourismusentwicklungskonzept von Landesrat Arnold Schuler zieht breite Kreise. Es gibt viel Kritik für die vorgesehene Betten-Obergrenze für Südtirols Beherbergungsbetriebe. Diese werfe teilweise existentielle Fragen auf. Der Abgeordnete Peter Faistnauer (Perspektiven Für Südtirol) fordert, dass nicht gewerbliche Betriebe wie Privatzimmervermieter und Urlaub auf dem Bauernhof weiterhin arbeiten können, unabhängig von nicht kontrollierbaren Vorschriften bzw. Verboten.

Ein begrenzendes Eingreifen hinsichtlich dem ausufernden „Overtourism“ und der Bautätigkeiten von „Bettenburgen“ sei laut Faistnauer definitiv notwendig und zu begrüßen. Doch sei auch klar zu differenzieren zwischen Großbetrieben und kleinen Realitäten wie Privatvermietern und der Zuerwerbstätigkeit von Urlaub auf dem Bauernhof.

Bei genauerer Betrachtung des Tourismusentwicklungskonzeptes werde klar, dass dadurch ein massives Sterben von Kleinbetrieben und mittelgroßen Strukturen drohe, denen jegliche Entwicklungs-Perspektive genommen werde.

„Was die Politik vermasselt hat, sollen jetzt die Kleinen ausbaden? Von enormen monetären Gewinnen geblendet haben Gastgewerbe und Landesregierung es verabsäumt, den Tourismus in einem großen Rahmen zu betrachten und rechtzeitig Korrekturmaßnahmen für Veränderungen zu setzen. Doch statt nun radikaler Verbote und Einschnitte in künftige touristische Tätigkeiten, sollte man diese besser nachhaltig denken und an umweltverträgliche Kriterien koppeln“, so Faistnauer.

Für eine Kurskorrektur brauche es Grenzen genauso wie Entwicklungsmöglichkeiten. Der Balanceakt, diese ins Gleichgewicht zu bringen, könne erreicht werden, wenn Erweiterungs- und Umbauarbeiten an nachhaltige Richtlinien gebunden werden würden. Dies könne in unserer Gesellschaft von den heimischen Strukturen getragen und in einem ständigen Prozess verbessert werden.

„Um die Ziele eines nachhaltigen Tourismus zu erreichen, braucht es ein Konzept, das ein Gewinn für alle ist mit einer Perspektive für die Nachfolgegenerationen und jene, welche eine Tätigkeit neu aufnehmen wollen“, erklärt der Abgeordnete Peter Faistnauer.

Peter Faistnauer
Foto: Perspektiven für Südtirol

Von: lup

Bezirk: Bozen

Kommentare

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25 Kommentare auf "Südtirols Betten Stop and Go"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Lion18
Lion18
Tratscher
1 Monat 28 Tage

Bettenreduzierung gibt’s lei bei die Seniorenwohnheime.
A Schande!
Der gonze Tourismus = Massive Verkear belastung in gonz Südtirol i glab es reicht longsom!
Ober sem schaugn olle weg… Wirklich Ormselig!!!

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 28 Tage

Lion ja eine Schande!

letzwetto
letzwetto
Tratscher
1 Monat 28 Tage

5 sterne hotels kaufen alte höfe auf, bekommen wieder mässig kubatur, ein kleiner betrieb hat keine chance

Opa1950
Opa1950
Superredner
1 Monat 28 Tage

Bitte schickt doch diesen Herrn Schuler nach Hause.Er ist auch unter denen die nicht mehr tragbar sind.Es ist besser er kehrt vor der eigenen Tür.

info
info
Superredner
1 Monat 28 Tage

Vor der eigenen Tür hätte vor allem Peter Faistnauer zu kehren, der bei seinen Um- und Ausbauarbeiten weit über das Erlaubte hinaus gebaut hat.
Ziemlich dreist, wie er da jetzt in eigener Sache Lobby macht.

diskret
diskret
Tratscher
1 Monat 27 Tage

@info vollkommen recht hast . So einen müssen wir noch mit unsere steier gelder bezahlen .

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Superredner
1 Monat 27 Tage

Ja der hat eine eigene partei gegründetbdamit er nicht turücktreten muss, irgendwie muss er ja den bau finanzieren

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 28 Tage

Die „Kleinen“ ?
Die kleinen sind die wenig Verdiener und viele Rentner*innen.
Alle anderen sind VERDIENER

griassdi
griassdi
Neuling
1 Monat 28 Tage

Ein Hauptproblem ist der HGV. Dieser sitzt bei den Verhandlungen mit am Tisch, und schaut nur auf die Belange der Großen. Man muss sich ja nur anschauen, wer im HGV Landesausschuss sitzt. Dorfer & Co haben in den letzten Jahren massiv Betten für den 5 Sterne Bereich hinzugebaut. Und nun schaffen sie sich ein Monopol, indem sie den niedrigeren Kategorien die Betten verbieten

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
1 Monat 28 Tage

Bettenstopp für die großen Beherbergungsbetriebe und Aufstockung für jene, die es zum Weitermachen dringend nötig haben. Wenn Herr Schuler das noch nicht verstanden hat, soll er Zuhause bleiben!

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 28 Tage

Auf Rai Südtirol…….. Tiefenthaler meint dazu ….. Es muss ein Betrieb sein, der Viehwirtschaft, der Milchwirtschaft, der Obst- oder Weinbau hat. Und wo auch der Bauer, die Bäuerin selbst den Betrieb bewirtschaftet. Das ist eine wichtige Voraussetzung. Dass die Flächen stimmen, dass natürlich auch die Unterbringung stimmt. Und vor allem auch natürlich die Zimmeranzahl beziehungsweise auch die Wohnungsanzahl. Also diese Parameter müssen einfach genauer kontrolliert werden, um diese paar schwarzen Schafe eben auszusortieren.”
… .. maximal fünf Ferienwohnungen oder acht Zimmern pro Anbieter.
Welcher Bauernhof hat 5 Ferienwohnungen ? Und der soll klein sein ?

griassdi
griassdi
Neuling
1 Monat 28 Tage

Die Bauern haben mit dem SBB einfach eine immens gute Vertretung der für sie Lobbyarbeit macht, die kleinen Beherbergungsbetriebe und Pensionen haben so etwas nicht

Hausverstand bitte
Hausverstand bitte
Grünschnabel
1 Monat 28 Tage

Stoppt endlich die Betten!!Stop Stop Stop

griassdi
griassdi
Neuling
1 Monat 27 Tage

Damit kommst du auch nicht weiter. Quer durch alle Bereiche profitiert die Südtiroler Wirtschaft auch vom Tourismus. Ohne die Hotels hätten die Handwerker viel weniger Arbeit, die Bauern weniger Abnahme für ihre Produkte, in den Dörfern würden viele Wanderwege nicht instandgehalten, etc.

SilviaG
SilviaG
Superredner
1 Monat 28 Tage

Wie schwach unsere Landesregierung ist, zeigt die SAD Affäre. Regierungsunfähig

marc16
marc16
Tratscher
1 Monat 28 Tage

viele do hoben no net verstonden, dass südtirol vom tourismus lebt. sei es klein und groß!

Sarah8766
Sarah8766
Neuling
1 Monat 28 Tage

Und Klein- und Mittelbetriebe?

So ist das
1 Monat 28 Tage

…Was die Politik vermasselt hat, sollen jetzt die Kleinen ausbaden? …

Die kleinen Steuerzahler durfte das immer. Erst jetzt aufgefallen? 🤣🤣🤣

gogogirl
gogogirl
Tratscher
1 Monat 28 Tage

wichtig- immer schön jammern dann wird es schon Beiträge geben

diskret
diskret
Tratscher
1 Monat 27 Tage

Das ist kein Torimus mehr das ist ein Rummel platz
Die wellnes hotel verschwenden wasser und verschmutzen es in massen .
Das hat ja kein sinn in diesen clor wasser das ist ja für die haut nicht gut .
Die sterben gleich ob mit wellnes .
Ein bauer hat genug zeit auf das vieh zu schauen und nicht mit diese geizigen gäste zu verbringen

griassdi
griassdi
Neuling
1 Monat 27 Tage

Ich glaube, du musst unterscheiden. Für ein Resort gilt das sicher. Luxushotels verbrauchen Wasser, Energie und Ressourcen wie ein kleines Dorf. Oft sind sie auch noch an exponierten Lagen mit eigener Zufahrtsstraße, weil deren Gäste sich Alleinlage wünschen. Dagegen kommen die Gäste in einer Pension meist mit einem Bus an. Aber ja, das Land unterstützt diesen Luxustourismus, weil die eine starke Lobby haben

monia
monia
Tratscher
1 Monat 27 Tage

Leider ist der Schuler ein Landesrat gegen den Tourismus und nicht für den Tourismus. Es werden populistische Gesetze beschlossen welche leider nicht beachten wovon Südtirol eigentlich lebt und wodurch es so lebenswert ist!

Wenn einige hier glauben, dass Skigebiete, Almen, Schutzhütten, Cafès, Museen, Wellnesshotels, Sportanlagen, Golfplätze usw. nur durch die Einheimischen überleben könnten der glaubt wahrscheinlich auch noch dass, die Erde eine Scheibe ist!

Wie naiv sind wir Südtiroler denn wirklich? Glauben wir wirklich, dass die Bevölkerung in all den Tälern noch ohne Tourismus überleben könnte???

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Superredner
1 Monat 27 Tage

Wichtig istbdas die grossen Hoteleries das wasser vor der wasseruhr abzwacken und damit ihr scheimmbäder und künstlichen sees betreiben und der kleine normale darf es ausbaden da auf einmal mehr abwasser ist als zuwasser

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Superredner
1 Monat 27 Tage

Da wir jetzt so viel Vermietungseinheiten haben und auch noch weitere dazukommen bietet sich die Einführung einer ordentlichen und ergiebigen IMMOBILIENSTEUER an.
Damit kann man dann die negativen Auswirkungen dieser Massenanstürme bekämpfen und gegenbezahlen.

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Superredner
1 Monat 27 Tage

Auf jeden Fall braucht es ein Modell wo der direkte Vermieter mehr zur Kasse gebeten wird als die Allgemeinheit… wäre logisch.  
Im Gegenzug die Steuern auf Energie und Arbeit senken. Damit profitiert auch der Vermieter wieder da er weniger Stromrechnung hat, seine Kundschaft weniger für Benzin ausgibt und mehr für Ihn und die Putzfrau weniger Fixkosten macht. 

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