In Pfalzen

Tag der Notfallseelsorge 2026: Inputs, Austausch und eine starke Gemeinschaft

Dienstag, 28. April 2026 | 11:26 Uhr

Von: luk

Pfalzen – Rund 150 Freiwillige der Notfallseelsorge im Weißen Kreuz haben sich beim Tag der Notfallseelsorge im Vereinshaus in Pfalzen gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Notfallpsychologie intensiv mit verschiedenen Aspekten der psychosozialen Notfallversorgung und Krisenintervention auseinandergesetzt. Gleichzeitig fand die jährliche Landesversammlung der Notfallseelsorge im Beisein zahlreicher Ehrengäste statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Fachvorträge namhafter Expertinnen und Experten aus dem benachbarten Ausland, die aktuelle Entwicklungen und neue Erkenntnisse in der psychosozialen Notfallversorgung und Krisenintervention präsentierten – darunter der Schweizer Notfallpsychologe Markus Hauser sowie der Psychologe und Forscher Sebastian Hoppe aus München. Großes Interesse galt auch dem Beitrag von Josef Kühebacher und Philipp Egger von der Notfallseelsorge, die gemeinsam mit Erwin Steiner, dem Leiter der Notfallpsychologie, die Schnittstellen zwischen Notfallseelsorge, Notfallpsychologie sowie den Care-Teams in Kindergärten und Schulen beleuchteten.

Bei der Rückschau auf das Notfallseelsorge-Jahr 2025 wurde klar, wie wichtig dieser Dienst für Menschen in Südtirol ist. Die 204 Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger der zehn Ortsgruppen wurden insgesamt 411-mal angefordert und begleiteten 1.442 Betroffene in schwierigen Krisensituationen. Insgesamt leisteten sie 1.288 Stunden seelischen Beistand im Einsatz.

Der Präsident des Landesrettungsvereins Weißes Kreuz, Alexander Schmid, würdigte die wertvolle Arbeit der Notfallseelsorge sowie den Einsatz der Freiwilligen, allen voran der Landesleiterin Marlene Kranebitter. Sie wurde für ihre 25-jährige engagierte Tätigkeit in der Notfallseelsorge ausgezeichnet; ihr langjähriger Einsatz für die Allgemeinheit wurde mit großem Respekt und Dankbarkeit gewürdigt – auch von den zahlreichen Ehrengästen, vorwiegend Vertreterinnen und Vertreter von Behörden sowie Partnerorganisationen wie Freiwillige Feuerwehr, Wasserrettung und Notarztdienst. Dank kam auch von politischer Seite, unter anderem durch den Pfalzner Vizebürgermeister Martin Seeber.

Für auflockernde Momente sorgte eine humorvolle Einlage von Anton Huber und Alex Rungger, die einige Tücken der Notfallseelsorge in feinstem Schweizer Dialekt aufgriffen.

Bezirk: Bozen

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