Brutstellen vermeiden, spezifische Produkte einsetzen

Tigermücke: Vorsorgemaßnahmen unerlässlich

Mittwoch, 22. Mai 2019 | 11:48 Uhr

Salurn/Meran – Zwischen Salurn und Meran ist die Tigermücke zum Dauergast geworden. Das geht aus den Erhebungen des Biologischen Labors der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz hervor, dass die Verbreitung des Insekts in Südtirol seit 2013 beobachtet. Im Zeitraum 2014-2017 hat sich die mittlere Anzahl an Eiern in den eigens aufgestellten Eiablagefallen verfünffacht. Immer früher im Jahreslauf wurden hohe Besiedelungsdichten nachgewiesen. Die Tigermücke ist bis in den Oktober hinein aktiv. Damit nehmen jährlich auch die Belastungen für die Bewohner der Tallagen zwischen Meran und Salurn zu.

“Der beobachtete Anstieg der Populationen spricht dafür, dass sich die Tigermücke vom Unterland über das Etschtal bis ins Burggrafenamt ausgebreitet hat und mittlerweile beinahe heimisch geworden ist”, sagt Edith Bucher, Expertin des Biologischen Landeslabors. Das Vorkommen der Tigermücke in Südtirol hat ein Niveau erreicht, dass sie kaum mehr ausgerottet werden kann. Umso wichtiger ist es jedoch, das Anwachsen der Populationen durch gezielte Vorsorgemaßnahmen bereits ab dem Frühjahr einzudämmen.

Dieses Jahr wird die Entwicklung der Tigermücken-Populationen bereits seit Mitte April systematisch beobachtet. Die Arbeitsgruppe “Tigermücke” unter der Leitung der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz und mit Vertretern der Sanitätseinheit und der Gemeinden Bozen und Meran hat sich 2019 bereits mehrmals getroffen, um die Maßnahmen zum Tigermücken-Management durch die öffentlichen Einrichtungen möglichst optimal aufeinander abzustimmen.

Brutstellen vermeiden, spezifische Produkte einsetzen

Zu den Vorsorgemaßnahmen zählen Information und Sensibilisierung der Bevölkerung zur Vermeidung von Brutstellen und – als letzte Maßnahme – der Einsatz von Larviziden. Larvizide sind biologische oder chemische Mittel, welche die Entwicklung der Larven eindämmen. Es handelt sich dabei um Substanzen, die nach Ausbringung über einen Zeitraum von einer bis vier Wochen wirken.

Mit Ansteigen der Temperaturen im Frühjahr erscheinen erste Tigermückenlarven, die den Winter in Form kälteresistenter Eier überdauert haben, heißt es aus dem Biologischen Landeslabor. Aus einer einzigen, im Frühjahr ausgeschlüpften Tigermücke, können im Laufe der Sommermonate Milliarden von Tigermücken entstehen. Daher gilt es, die Entwicklung der Larven zu erwachsenen, stechenden Tigermücken möglichst frühzeitig zu unterbinden. Nur so könne das Anwachsen der Population während der Saison und die daraus resultierenden Belastungen wirksam eingeschränkt werden.

Jeder einzelne ist aufgefordert, in seinem Umfeld Brutstellen zu vermeiden. Die Tigermücke legt ihre Eier in kleinen Wasseransammlungen im Freien ab – sei es im Garten, im Hof oder auf dem Balkon. Das können gelagerte Autoreifen, ein vergessenes Kinderspielzeug, verstopfte Regenrinnen, eine nicht regelmäßig geleerte Vogeltränke oder Hundeschüssel, eine Gießkanne oder eine ungespannte Abdeckplane sein, die sich nach einem Regenguss mit Wasser füllt. “Auch Baumhöhlen oder Stammachseln können zur Brutstelle werden”, so die Experten.

Überall dort, wo sich Wasseransammlungen nicht vermeiden lassen (zum Beispiel in Straßenabläufen, Gullys, Schächten, Regenwassereinläufen), sind von Mai bis Oktober regelmäßig Larvizide zu verwenden. Bei der Auswahl dieser Larvizide ist besondere Vorsicht geboten, Angaben dazu finden sich auf der Webseite der Landesumweltagentur. Damit die Behandlung wirksam ist, müssen die Larvizide im gesamten Siedlungsgebiet gezielt eingesetzt werden. Auf öffentlichen Flächen ist die Gemeindeverwaltung zuständig, auf privatem Grund müssen sich die Eigentümer selbst kümmern. Die Landesumweltagentur fordert eindringlich auf, bei Ausbringen eines Larvizides die Gebrauchsanleitungen und die nötigen Vorsorgemaßnahmen einzuhalten.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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35 Kommentare auf "Tigermücke: Vorsorgemaßnahmen unerlässlich"


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Adolf
Adolf
Neuling
1 Monat 5 Tage

Wettn das nr in Herbst widr hoast das de Wirkstoffe In olle Fließgewässer, sensieblen zonen spielplätz ecc kfuntn gwortn isch und di Bauern nr logisch widramol schuld sein… l

So sig holt is
So sig holt is
Superredner
1 Monat 5 Tage

uaner muas jo schuld hoben… momentan isch dor bauer holt für olls. schuld

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 4 Tage

Adolf.Das macht die Pestizide der Obstplantagen nicht harmloser…und die Häufigkeit ist nicht zu übertreffen.😷

Pacha
Pacha
Tratscher
1 Monat 4 Tage

@Sag mal……. so, so, wenn es einem selber betrifft, dann läuft man schnell in den Gartenmarkt und holt sich natürlich das Beste was gegen die lästigen Viecher hilft. Nur der Nachbar, der von der Landwirtschaft lebt, der darf nicht? Um was geht es jetzt? Um viel oder weniger, oder generell gegen Pestizide?

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 4 Tage

@Pacha setze sicher nie Pestizide ein.Nirgens.Auch m. Tiere kriegen nur natürlichen Schutz gegen Flöhe,Zecken und ko.Auch keine chemischen Reinigungsmittel .

sarkasmus
sarkasmus
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Müssten nicht eigentlich die wolf und bärenschützer die tiegermücke auch schützen

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 4 Tage

sarkasmus.Sarkasmus? .So lästig wie Diese Mücken kann Kein Anderes Tier Sein. Ah Die Zecken hab ich vergessen.

sarkasmus
sarkasmus
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

@Sag mal
Die bauern sollten sie schützen und bei wolfsbeführwortern frei lassen, so sind dann alle glücklich

Oberjoggler
Oberjoggler
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Bitte ja keine Pestizide!!!🙈🙈🙈 aber es geht ja immer um das “cui bono”, wenn es mal ausnahmsweise nicht die alles ausrottenden Obst- und Weinbauern betrifft, dann ist der Gebrauch von Pestiziden, äh Entschuldigung, Larviziden, ja kein Thema, selbst wenn sie noch so wassergefährlich sind. Da ist es dann auch kein Problem, wenn beispielsweise Dimethylpolisiloxan (Handelsname beispielsweise FOAM FIGHTER) im biologischen Obst- und Weinbau gar nicht zugelassen ist. Und dann noch in der Nähe von Kinderspielplätzen… alles eine scheinheilige Augenauswischerei, typisch.

So sig holt is
So sig holt is
Superredner
1 Monat 5 Tage

hel betrifft eben olle und nit lei die profitgeilen obst und weinbauern… hem isches für viele nit so “schlimm” Hauptsoch wianiger muggen

Pacha
Pacha
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Du sagst es, da gehn sie auf Spielplätzen Grashalme zupfen und analysieren, weil Kinder ja Kiloweise davon essen und machen alle verrückt aber bei der Tigermücke dann die Giftkeule auspacken und das ganze als Larvizid tarnen. 😂

sarkasmus
sarkasmus
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

In mals finden sie sicher zuflucht😃

Norbi
Norbi
Superredner
1 Monat 5 Tage

Wenn ich so überlege sollte ich mich schämen. Hab mich aufgeregt dass mich der kalte Mai 600€ mehr kosten würde. Wenn ich aber bedenke was Ihr da unten alles mitmacht ( unerwünschten Besuch zu Tag und Nachtzeit – Tigermücke- Autobahn Abgase- weisse wolken über die Apfelbäume usw) na dann bezahl ich doch lieber diese 600€ mehr und wenn ich morgens um 05.00 aus dem Fenster schaue sehe ich die Rehlein beim Frühstück

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 4 Tage

wo bist Du denn da oben?

nuisnix
nuisnix
Superredner
1 Monat 3 Tage

Morgens um 5.00 sehe ich nur das Rehlein neben mir im Bett 😀

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 5 Tage

wie ist es mit Schwimmbädern wo von Herbst bis jetzt eine Brühe schwimmt?

jomai
jomai
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

de mucken brauchen obgstondenes wosser

nuisnix
nuisnix
Superredner
1 Monat 3 Tage

@jomai
Isch vom Herbst bis jetzt net obgstonden genua?
Semm sollet es Problem wol zu lösn sein…

Clemmy
Clemmy
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Auf Nachfrage haben mir die zuständigen Stellen gesagt, dass Schwimmbäder (sofern mit Chlor behandelt) keine Bruststellen werden können.

enkedu
enkedu
Kinig
1 Monat 5 Tage

gel, tiat sie jo lei biologisch darschlogn. 😂

zep
zep
Neuling
1 Monat 5 Tage

Es braucht umbedingt einen Beauftragten, der Kontrollen durchführt. Im Sommer ist mein Garten im Überetsch aufgrund der Tigermücke nicht mehr zu gebrauchen…und meinem Nachbarn ist es scheisegal..herumliegende Autoreifen, Regentonne usw..

Staenkerer
1 Monat 4 Tage

i honn a regenwossertonne ungern dachl vom grillhäuschen, in inneren kreis vom deckl ausgschnittn und es ausgschnittene mit an engen maschdroht verschloßn damit koane vögel oder onderes kleigetier einifollt und jetz kimmt no a stückl gortnvlies unter deckl geklemmt damit sich de tieger ..äh mücken nit unsiedeln können, der nochbor hots nochgemocht, kostet a poor cent und funktioniert supper!

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 5 Tage

na das wird was werden.Die Anderen uneinsichtig und die Andern hantieren mit Gift 🙈

Wirbelwind
Wirbelwind
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Es isch bol schlimm das man nimma mitn kind im gortn sein kon weil lei mehr mugn sein. Amol richtig ols durchspritzn sel tat schun helfn. Iatz tiats lei olle finger noch untn

schreibt...
schreibt...
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Eigentlich unmöglich, wenn sooo viel Pestizide, Herbizide, Fungizide usw… versprüht werden!!!

So sig holt is
So sig holt is
Superredner
1 Monat 4 Tage

man sieht, dass es dennoch möglich isch… ob mans glaben will oder nit,. hel. isch die Realität

Staenkerer
1 Monat 4 Tage

@So sig holt is na hoffentlich wern da nit a mücken zu elefontn gmocht! ober vorsorgn konn man jo!

Staenkerer
1 Monat 5 Tage

ohhhh mannnn! kaum hot man für de totbringende bestie wolf a vertilgungslösung gfundn, lauern schun ondre mordlustige bestien …

es oanzige stehende wosser in insrer nähe sein tiefe, große lockn auf der stroß, de, do se im dauerschottn liegn, solong “obstehen” könnenbis se der nächste regn wieder “auffrischt ..

Ei
Ei
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Gibs fo de kua Gift?… irgnt a Chemiekeule wosman af olla Feldo spritzn konn… Irgnt wie müs de jo umzinietn sei 😂

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 4 Tage

Ei.Ich glaube da sterben Wir erster an dem ganzen Gift.Die Sind importiert worden Wie so Vieles.Die fühlen Sich heimisch .Natürliche Feinde?Fehlanzeige.Hängt wohl auch mit Klimawandel zusammen.Olls zu schpat.

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 4 Tage

Ei.DeshalbWird darauf hingewiesen.Besser so wenig wie möglich Brutstätten entstehn lassen.Leichter als nachher vernichten müssen.

Storch24
Storch24
Superredner
1 Monat 4 Tage

Die Bewohner sollen es wieder einmal richten, kein Wasser in Untersetzer ……
Was hat ist mit den Friedhöfen ? Das Wasser in den Weihwasserbecken steht tagelang und fault vor sich hin. Der ideale Platz fürs eierlegen…..

berthu
berthu
Superredner
1 Monat 4 Tage

Dann soll das Land bei sich selber anfangen: bei jeder Gelegenheit werden neben den Straßen unsinnig künstliche “Kunst(bio)tope” angelegt. Dann mit “spezifischen” Mitteln von Mücken freihalten?
Sind auf den Straßen noch zu wenige gefährliche ‘Lockn’!

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

die vieln verschiedenen libelln, frösch, totermandlen krouten, vögel freien sich an meinen großn teich wenn sie a mugg derwischn.
 komisch, dass die muggn mein bsuach, meiner familie und mi in ruah lossn.

amme
amme
Superredner
1 Monat 3 Tage

wo gibsn des gift?tat gern umrspritzn

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