Grünes Licht aus Rom für SNAI-Strategie

Vier Millionen Euro für Südtirols Binnengebiete

Montag, 04. Mai 2026 | 11:41 Uhr

Von: mk

Bozen/Rom – Südtirols Binnengebiete erhalten Unterstützung: Das Land Südtirol beteiligt sich an der Nationalen Strategie für Binnengebiete (SNAI) 2021-2027 mit zwei Territorien. Es handelt sich um das Gebiet “Ultental-Oberes Nonstal-Tisens und Lana” sowie um den Oberen Vinschgau. Die Strategie des Ersteren hat die nationale Steuerungsgruppe in Rom vor kurzem genehmigt, wie die Landesabteilung Europa mitteilt.

Bei Binnengebieten handelt es sich um ländliche Räume, die trotz des eingeschränkten Zugangs zu grundlegenden Diensten über wertvolle Ressourcen, eine starke Identität und einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn verfügen.

„In abgelegene Gebiete zu investieren bedeutet, in die Zukunft unseres Landes zu investieren: Mit der Strategie für Binnengebiete stärken wir grundlegende Dienste wie Gesundheitsversorgung, Bildung und Mobilität und unterstützen zugleich die lokale Entwicklung”, betont Landesrätin Magdalena Amhof. Es handle sich um ein gemeinsames Engagement, bei dem vier Millionen Euro an staatlichen Beträgen ins Binnengebiet fließen, wo nun Vorhaben mit einem Gesamtwert von acht Millionen Euro umgesetzt werden können.

Vor kurzem hat die nationale Steuerungsgruppe der SNAI die ersten 22 territorialen Strategien des neuen Programmzeitraums genehmigt, darunter auch jene des Binnengebietes „Ultental – Oberes Nonstal – Tisens – Lana“. “In Kürze wird weiters die Genehmigung der Strategie für den Oberen Vinschgau erwartet”, stellt Peter Paul Gamper, der stellvertretende Direktor der Landesabteilung Europa und Direktor des Landesamtes für europäische Integration, in Aussicht. Die Strategien seien das Ergebnis eines partizipativen Prozesses, an dem Gemeinden und lokale Akteure aktiv beteiligt waren. “Die Bezirksgemeinschaften wurden als federführende Stellen bestimmt – im Sinne einer engen Zusammenarbeit und mit einem klaren Blick auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Gebiete”, schildert Gamper.

Die Koordinierung auf Landesebene wurde der Abteilung Europa übertragen, die von der Landesregierung für den Programmzeitraum 2021–2027 als regionale Verwaltungsbehörde für die Binnengebiete (ARAI) bestimmt wurde. Innerhalb der Abteilung wird das Amt für europäische Integration die Umsetzung koordinieren.

„Wir werden die Gebiete in allen Umsetzungsphasen begleiten, die Verfahren vereinfachen und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards wahren – im Einklang mit jenen der europäischen Strukturfonds“, unterstreicht Gamper.

Der nächste Schritt wird die Unterzeichnung des Rahmenprogrammabkommens (APQ) sein, mit dem die Strategie in konkrete Maßnahmen heruntergebrochen wird. Dabei werden Ressourcen, Zeitpläne und Umsetzungsmodalitäten im Einvernehmen zwischen Landesverwaltung, den zuständigen Ministerien und der federführenden Bezirksgemeinschaft festgelegt.

Bezirk: Burggrafenamt, Vinschgau

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