Weg frei für Stromkabine zur Elektrifizierung der Vinschgerbahn

Vinschger Zug unter Strom

Donnerstag, 10. August 2017 | 09:26 Uhr

Bozen/Schlanders – “Die Bahn in den Vinschgau soll in Zukunft durch den Umstieg von Diesel auf Strom noch umweltfreundlicher werden”, sagt Umweltlandesrat Richard Theiner, dem die Vinschgerbahn seit jeher ein großes Anliegen ist. Für die Elektrifizierung der Bahn braucht es jedoch eine Elektrokabine, und diese kann nur gebaut werden, wenn der Bauleitplan der Gemeinde Latsch abgeändert und eine Zone für öffentliche und übergemeindliche Einrichtungen ausgewiesen wird.

Den Antrag auf Bauleitplanänderung hat die Alperia-Tochtergesellschaft Edyna GmbH eingereicht, die im Juli 2016 aus dem Zusammenschluss von Etschwerke Netz AG und SELNET GmbH hervorgegangen ist. Die Landesregierung hat diesen Antrag genehmigt und damit die Weichen in Richtung Elektrifizierung gestellt.

Standortwahl: Umweltkriterien ausschlaggebend

“Ein wichtiges Kriterium für die Wahl des Standorts war, dass die Erschließung über die angrenzende Landesstrasse und die Bahnlinie möglich ist”, erklärt Theiner. Für den Standort sprach außerdem, dass es in unmittelbare Nähe eine Hochspannungsleitung gibt, die von der Terna GmbH unterirdisch verlegt wird. Damit kann die Belastung durch elektrische Felder auf ein Minimum reduziert werden. “Wichtig war uns auch, dass sich die Primärkabine in einem genügend großen Abstand zu den bewohnten Gebieten befindet”, betont Theiner.

Die ausgewiesene Zone liegt nahe am Bahnübergang zwischen Goldrain und dem Gewerbegebiet Vetzan und wird direkt über die Landesstraße 90 erschlossen, “die als lokale Straße angesehen werden kann, da ihre Funktion als Hauptverkehrsstraße von der Latscher Umfahrungsstraße abgelöst wurde”, sagt Virna Bussadori, Direktorin des Amtes für Landesplanung.

Licht- und Lärmbelastung auf Minimum reduziert

Die Gemeinde Latsch hat die Eintragung in den Bauleitplan zum Projekt positiv begutachtet, dies jedoch an Bedingungen geknüpft: Die Zufahrt zur Elektrokabine muss über die Landesstraße erfolgen und übersichtlich gestaltet werden. Die Zu- und Ableitungen müssen unterirdisch verlegt und die Lichtverschmutzung und die Lärmbelästigung auf ein Minimum reduziert werden. Sämtliche Bedingungen der Gemeinde Latsch wurden von der Landesregierung übernommen.

Von: luk

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

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11 Kommentare auf "Vinschger Zug unter Strom"


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berthu
berthu
Tratscher
8 Tage 5 h

Tun grad so, als wenn das das größte Problem sei…macht mal weiter!

Leonor
Leonor
Grünschnabel
8 Tage 4 h

berthu

dir ist wohl nicht ergangen, dass Vinschgerzüge in der Vergangenheit durch den Diesel öfter in Brand geraten ist? Daher ist mit dieser Methode bessere wahl.

Tabernakel
8 Tage 1 h

@Leonor
Durch den Diesel? Erkläre mal. Der Diesel war da und hat gebrand?

Savonarola
Savonarola
Superredner
7 Tage 23 h

das ist ja eine Erfolgsmeldung. 1 einzige Stromkabine für die gesamte Vinschger Bahn, und man hat die der Gemeinde gegenüber durchgesetzt.

berthu
berthu
Tratscher
7 Tage 21 h

@Leonor : ‘er’gangen ist mir das nicht, aber wenn wegen jedem Papierfurz eine Pressemeldung rausginge, dann bleibt keine Zeit mehr zum Arbeiten. Dieser Bahnbetrieb hätte zuerstmal nie eingestellt, und dann sofort elektrisch betrieben gehört!
Wenn nun mal was brennt in ‘neuen’ Triebwagen, ist das kein positiver Zustand. Das kann in Elektroloks genauso passieren.
Außerdem wäre es eine gute Gelegenheit, die Glasfaser ins Bahnbett mitzuverlegen: aber man weiß ja- die Politik hat eine andere Logik. Und wenn Ihr zuwenig Platz habt, dann montiert diese Kabine halt in die Luft über der Bahn, oder unterirdisch!
Mehrere Speisepunkte ?

elvira
elvira
Tratscher
8 Tage 5 h

super es negschte isch hoffentlich gach ausbau der linie bozen meran, und ausbau vinschgau schweiz

Tabernakel
8 Tage 1 h

Vinschgau – Wien hat den Vorrang.

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
8 Tage 22 Min

Die Elektrifizierung der Vinschgerbahn ist äusserst positiv zu betrachten,wundere mich aber warum man nicht von Anfang an elektrifiziert hat,wer hat denn da in der Planung geschlafen Herr Theiner und Co?????? Man hätte sich einige Milliönchen von vornherein sparen können ,wenn da von Anfang weg PROFIS und EXPERTEN entschieden hätten,die Kritik müsst Ihr euch gefallen lassen!!😢😢😢

DasFitteFlittchen
DasFitteFlittchen
Grünschnabel
7 Tage 22 h

Soll der Kommentar durch unzählige Satzzeichen und Großbuchstaben besser rüberkommen oder intelligenter wirken?

peterle
peterle
Tratscher
7 Tage 21 h

Theiner war von Anfang an von der Bahn nicht überzeugt, erst als vor den Landtagswahlen Anfangs des neuen Jahrtausends vermehrt “ohne Zug keine Stimmen” auf verschiedenen Mauern im Vinschgau auftauchten hat es bei Theiner geläutet.
Die Frage des Ortes für die Kabine würde bei einer Bürgerversammlung in Goldrain erklärt und da es im Einzugsgebiet der Plima liegt welche den Marteller Stausee speist bracht man nur zwei und zwei zusammenzählen.
Übrigens Thema Theiner. Wie erwähnt ist Theiner aufgrund der oben erwähnten Schriften in den Landtag gekommen. Da er kommenden Jahres nicht mehr kandidieren darf/kann will er dem Vinschgau noch sein Denkmal hinterlassen.

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
7 Tage 10 h

@DasFitteFlittchen ………………das musst du schon mir überlassen OK! NATÜRLICH!!!!

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