Von: importer
Visa hat im dritten Quartal dank robuster Konsumausgaben und einer starken Reisenachfrage die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der weltgrößte Zahlungsabwickler steigerte den Nettoumsatz um 14 Prozent auf 11,63 Mrd. Dollar, wie der US-Konzern mitteilte. Analysten hatten laut LSEG-Daten im Schnitt mit 11,39 Mrd. Dollar gerechnet. Der bereinigte Nettogewinn kletterte um 8 Prozent auf 6,3 Mrd. Dollar oder 3,32 Dollar je Aktie und lag damit ebenfalls über den Prognosen.
Das Ausgabeverhalten von Konsumenten und Konzernen bleibe trotz Inflation und der Unsicherheit durch den Nahost-Konflikt widerstandsfähig, wurde Unternehmenschef Ryan McInerney in der Mitteilung zu den Zahlen zitiert. Für Abfindungen legte Visa gut eine halbe Milliarde Dollar zur Seite.
Rund 7 Prozent der Stellen fallen weg
Visa bestätigte einen Medienbericht, wonach das im US-Standardwerteindex Dow Jones notierte Unternehmen zur Effizienzsteigerung rund 7 Prozent seiner Stellen streichen wird. Bloomberg zufolge entspricht das circa 2.600 Stellen, wie die Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine interne Mitteilung des Firmenchefs berichtete. Der Abbau betreffe vor allem die Technologie- und Produktabteilungen.
Das Zahlungsvolumen über das Visa-Netzwerk stieg im abgelaufenen Quartal um 10 Prozent. Besonders das lukrative grenzüberschreitende Geschäft legte währungsbereinigt um 13 Prozent zu. Hier profitierte der Konzern unter anderem von Ausgaben der Besucher der Fußball-Weltmeisterschaft für Hotels, Restaurants, Verkehrsmittel und Freizeitangebote.
“Das Quartal von Visa zeigt ein ziemlich klares Bild: Die Leute haben weiter Geld ausgegeben, und zwar mehr, als die Wall Street erwartet hatte”, sagte David Wagner, Portfoliomanager bei Aptus Capital Advisors. Dies sei kein Zufall oder Buchhaltungstrick gewesen, sondern spiegle die tatsächlichen Transaktionen wider. Die Betriebsausgaben stiegen unterdessen vor allem wegen höherer Personalkosten um 19 Prozent auf 4,8 Mrd. Dollar.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen