Einwandererinnen starten durch

Von Arbeitslosen zu Unternehmerinnen

Dienstag, 16. April 2019 | 19:00 Uhr

Bozen – Acht Einwandererinnen gründen nun eine Genossenschaft und verkaufen Kunsthandwerk. Den Impuls dafür lieferte eines der 61 ESF-Projekte, die das Land seit 2017 organisiert hat.

Der ESF-Kurs “Ausländische Frauen und Handwerkskreationen” wurde heute, 16. April, mit einer Ausstellung von Kunsthandwerk im Kolpinghaus in Bozen abgeschlossen. Selbst Gemachtes wie den ausgestellten Schmuck, Kleidung und Keramik wollen acht Einwandererinnen, die den ESF-Kurs besucht haben, nun auch selbst verkaufen. Dafür gründen sie eine Genossenschaft. Die Frauen stammen aus Kolumbien, Ukraine, Iran, Brasilien, Marokko und Nigeria und haben über den 326 Stunden umfassenden Kurs zusammengefunden.

Der Kurs wurde über den Europäischen Sozialfonds ESF und das Landesamt für den Europäischen Sozialfonds finanziert und vom Irecoop Alto Adige Südtirol organisiert. Im Kurs hätten sich die Teilnehmerinnen für den Einstieg in die Arbeitswelt vorbereitet und sich Kompetenzen im Kunsthandwerk angeeignet, sagt Luca Storti, stellvertretender Direktor im Landesamt für den Europäischen Sozialfonds.

„Jetzt möchten wir eine Genossenschaft gründen, unsere Produkte verkaufen und so auch gleichzeitig einen Einblick in unsere Kultur geben. Das gemeinsame Lernen hat uns alle bereichert“, sagt die 36-jährige Hayat Ghazi, die aus Marokko stammt, 2001 nach Italien kam und drei Kinder hat.

In solche und ähnliche Projekte zur sozialen Inklusion investiert das Land insgesamt 27,3 Millionen Euro und somit 20 Prozent der verfügbaren ESF-Gelder. Zwischen 2017 und 2019 wurden 61 Projekte finanziert, um Benachteiligte in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Die Projekte kamen über 450 Menschen zugute. Derzeit werden 73 neue Zuschusse für Unternehmen zur Aufnahme von Menschen mit Benachteiligung überprüft und können, sofern sie genehmigt werden, in den kommenden Monaten ausgezahlt werden.

 

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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One
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Tratscher
4 Monate 3 Tage

Find ich gut wenn Einwanderer versuchen wie jeder andere hier, selber Geld zu verdienen. Was ich nicht gut finde, daß immer nur die Einwanderer mit solchen Projekten, vom Land unterstützt werden und niemals die Einheimischen.

denkbar
denkbar
Kinig
4 Monate 3 Tage

Den Sozialschmarotzer und Xenophoben wird es nicht gefallen, dass diese Frauen ihr Leben in die Hand nehmen und etwas für ihre Zukunft tun.

Nicolette
Nicolette
Neuling
4 Monate 3 Tage

Des Projekt isch net realistisch. Man konn lei jeden Tog schaugn wieviele einheimische Frauen versuchen sich mit selbst gemachtem epas dorzua zu verdienen…. es traut sich jo kaum uane davon zu träumen davon leben zu kennen…. wenn des Projekt in steuerrechlich regulären weg geat, den a insere Frauen tog täglich gian miasn, nor isch des zum scheitern verurteilt. Sollte es ein onderer weg sein, der vorteilhofter isch, donn muss des a insere Frauen genehmigt werden!

Zugspitze947
Zugspitze947
Superredner
4 Monate 2 Tage

Also ich finde das sehr gut ! In Deutschland bekommt JEDER der ein vernünftiges Konzept hat als Betriebsgründer bis zu 100.000 € von der KFW Bank Kredit zu 0,7 % Zins. Die Tilgung beginnt erst nach 10 Jahren ! Da schaffen sehr Viele den Sprung in die erfolgreiche Selbständigkeit 🙂 Hilfe zur Selbsthilfe ist immer noch besser als dauernde Unterstützung 🙂

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