Initiative hat viele Kritiker

VZS fragt: “Cashback adè?”

Mittwoch, 30. Juni 2021 | 13:46 Uhr

Bozen – Ende Juni hat die Regierung das Ende des Cashback-Programms beschlossen. Das Cashback war im Dezember 2020 angelaufen, und sollte ursprünglich bis 30. Juni 2022 fortgesetzt werden.

Ziel der Maßnahme war es, die Steuerhinterziehung zu bekämpfen, indem die Bürger für bargeldlose Zahlungen belohnt wurden (also Kreditkarten, Bankomatkarten, Zahlungen per App u.ä.). Für diese Zahlungen sollte es pro Semester vom Staat zehn Prozent der ausgegebenen Summen und maximal 150 Euro Rückerstattung geben. Anrecht auf diese Rückerstattung haben all jene, die mindestens 50 Zahlungen pro Semester bargeldlos tätigen.

Zusätzlich war noch ein halbjährlicher „Extrabonus“ von 1.500 Euro für die ersten 100.000 BürgerInnen mit den meisten bargeldlosen Bewegungen vorgesehen, was einige zu „kreativen“ Lösungen inspiriert hat. So wurden etwa an einer Tankstelle mehr als 1.000 Bewegungen zu durchschnittlich 24 Cent mit derselben Karte registriert.

Nun kommt nach dem Probemonat Dezember und dem ersten regulären Semester aus Rom das Stopp für den Cashback, wobei laut Südtiroler Verbraucherzentrale nicht klar sei, ob es sich um eine Pause oder das Ende der gesamten Initiative handelt.

„Kritiker der Initiative sagen – zu Recht – dass das Programm allein die bargeldlosen Zahlungen fördert, ohne sonst einen Mehrwert zu generieren, der sich nachhaltig niederschlägt“, kommentiert die Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale, Gunde Bauhofer. „Es ist auch davon auszugehen, dass die Auswüchse in Zusammenhang mit dem Extra-Preis diesen Stopp vorangetrieben haben.“

Die Zahlungen für das erste Semester sollten die Teilnehmenden innerhalb Ende August 2021 erhalten.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "VZS fragt: “Cashback adè?”"


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Noggi
Noggi
Grünschnabel
27 Tage 7 h

Schade

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Neuling
27 Tage 7 h

fo mir aus gsechn isch des olls zu kompliziert aufgezogen worden. wieso konn men des net oanfocher mochn?
zohl mit korte, spesen fern bargeldlosen zohl af an symbolischen 1 cent pro transaktion und drfiar kriagn di lait fo mir aus 5% zrug fo den wos sie gezohlt hobm. koane 50 transaktionen, koan höchstbetrog. weil mitn borgeldlosen zohln woas men jo wer, wo, wiaviel, an wen gezohlt hot.

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
27 Tage 4 h

5%, du bisch a geiler Hos…
…und wer hett de zu zohln???

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Neuling
27 Tage 38 Min

es ziel von stoot isch jo stuierhinterziehung zu bekämpfn. die rückverfolgborkait fo zohlungen (tracciabliltà) isch a methode. in den foll sollns di kortn (bancomat, kreditkorte, usw) mochn. di logik drhinter: mear rückverfolgborkait gib wianiger stuierhinterziehung wos mear stuieraufkommen bedaitet. lai in IT warn des ca. 250 milliardn in johr. sollet men do a lai an bruchtoal innerholn nor konn dr stoot di transaktion zohln und in cashback fo 5%. wer moansch wer de (maximal) 150€ wos iatz sein zohlt? dr stoot, also dr stuierzohler.

https://www.fr.de/wirtschaft/italien-list-gegen-steuerhinterziehung-90125073.html

Neumi
Neumi
Kinig
27 Tage 5 h

Ich hatte zum Schluss komplett vergessen, dass es das überhaupt gibt, hab einfach so weitergemacht wie immer. Schade, über einen kleinen Bonus hie und da hätt ich mich gefreut.

Roman
Roman
Grünschnabel
27 Tage 4 h

Warum haben sie die bargeldlose Zahlung ab z,B. 30,00 € für gültig erklärt, dann währen viele Schlaumaier ausgeschaltet worden.

Neumi
Neumi
Kinig
26 Tage 3 h

Ich bezahl selten über 20€ auf einmal in einem Laden, da wäre ich als ehrlicher auch nicht berücksichtigt worden.

Der 1500€ Bonus ist so oder so schlecht konzipiert. Man hätte einfach so was wie “ab 100 Zahlungen ist man für die Ziehung qualifiziert” sagen sollen, das erreicht man leicht genug, als dass sich das Betrügen nicht lohnt.

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