Online-Meeting

Webinar zur Risikozentrale

Donnerstag, 13. Oktober 2022 | 15:23 Uhr

Bozen – Heute Vormittag stellten die italienische Nationalbank – Banca d’Italia und das Enterprise Europe Network (EEN) der Handelskammer Bozen die Risikozentrale – Centrale dei Rischi (CR) in einem Online-Meeting den heimischen Unternehmen vor. Dabei handelt es sich um ein nützliches Informationsinstrument für Betriebe, um Kenntnis über ihre Verbindlichkeiten gegenüber Banken zu erlangen. Umgekehrt können damit auch die Kreditinstitute die Fähigkeit der Kunden zur Rückzahlung von Krediten einschätzen.

Für Banken und Finanzierungsgesellschaften wird es immer wichtiger, die „Kredithistorie“ ihrer Kund/innen zu überwachen, um deren allgemeine Verschuldungssituation einzuschätzen. Auch aus der Sicht eines Unternehmens ist es nützlich, bei der Beantragung eines Kredits über seinen Status in der Risikozentrale informiert zu sein.

Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen, unterstrich: „Wer einen Kredit beantragt weiß, inwieweit er oder sie die daraus entstehenden Verpflichtungen erfüllen kann. Der Vermittler bzw. die Vermittlerin hingegen verfügen nicht über die gleichen Informationen und könnten daher Risiken ausgesetzt sein. Durch die Risikozentrale – Centrale dei Rischi sind beide Parteien geschützt.“

Michele Benvenuti, Direktor der Bozner Filiale der italienischen Nationalbank – Banca d’Italia, erklärte: „Die Risikozentrale wird von der italienischen Nationalbank verwaltet, die unter anderem die Aufgabe hat, die ,solide und umsichtige Verwaltung‘ der Finanzvermittler sowie die allgemeine Stabilität und Effizienz des Finanzsystems zu überwachen.“

Die Vorträge wurden von Christian Nicolussi Moro von der Aufsichtsabteilung der italienischen Nationalbank, Filiale Bozen eröffnet. Er erläuterte den Zweck und die Merkmale der Risikozentrale und ordnete diese in den aktuellen Rechtsrahmen ein. Zudem wurde die Bedeutung sowie der Nutzen dieses wertvollen Informationsinstrumentes bei der Beantragung einer Finanzierung hervorgehoben, sowohl was das Unternehmen als auch den Vermittler betrifft.

Der zweite Teil des Webinars erhielt mit dem Beitrag von Alissa Pelino vom R.E.S. Service, der zentralen Risikoabteilung der italienischen Nationalbank, eine praktische Ausrichtung. Sie erklärte den Zuhörer/innen den Zugang zur Risikozentrale. Die Teilnehmenden erfuhren, wie sie auf ihre eigenen archivierten Daten zugreifen und so überprüfen können, ob und von wem ihr Unternehmen in der Risikozentrale gemeldet wurde.

Die Veranstaltung, die von Luca Filippi, Vizegeneralsekretär der Handelskammer Bozen moderiert wurde, endete mit einer Diskussionsrunde, bei welcher sich Publikum und Referenten austauschen konnten.

Das Enterprise Europe Network (EEN) verfolgt das Ziel, den Zugang zu Krediten für heimische Klein- und mittlere Unternehmen (KMU) zu erleichtern und fördert zahlreiche Initiativen zur Unterstützung von Unternehmen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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